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Nürnberg (STM) Einen verdienten 5-3 Heimsieg feierten die Nürnberg Ice Tigers im Heimspiel gegen die Krefeld Pinguine, mussten dabei bis zur letzten Minute zittern,... Hartes Stück Arbeit – Ice Tigers besiegen Krefeld

Nürnbergs 90-Luke Adam (re.) trifft hier zum 2-0 für Nürnberg. Krefelds Torwart 3-Nikita Quapp (mitte) konnte nicht eingreifen.
Foto: ISPFD

Nürnberg (STM) Einen verdienten 5-3 Heimsieg feierten die Nürnberg Ice Tigers im Heimspiel gegen die Krefeld Pinguine, mussten dabei bis zur letzten Minute zittern, ehe Daniel Schmölz mit seinem Treffer zum 5-3 letzte Zweifel am Nürnberger Sieg beseitigte. Die weiteren Treffer für die Ice Tigers erzielten Brown, Adam, Cornel und Reimer.

Es war eine ärgerliche 3-4 Niederlage nach Verlängerung für die Nürnberg Ice Tigers am Ostersonntag in Wolfsburg. Immer wieder war es den Ice Tigers gelungen, einen Vorsprung der Grizzlys zu egalisieren, ein später Treffer von Patrick Reimer sicherte einen Punkt nach regulärer Spielzeit, ehe eine überflüssige Strafzeit gegen Dane Fox den Wolfsburgern ein folgenschweres Powerplay bescherte.

Trotzdem, nach sieben absolvierten Partien gegen die Mannschaften aus der Nord-Gruppe ist bei den Ice Tigers eine Entwicklung in die richtige Richtung erkennbar. Nicht nur, dass das Spiel deutlich fehlerreduzierter ist, mit Ausnahme der ersten zwanzig Minuten in Köln, auch die Ergebnisse sprechen für die Ice Tigers. Drei Siege und der Punkt in Wolfsburg sprechen eine deutliche Sprache.

Gelegenheit die Bilanz noch etwas zu verbessern bot sich heute die Krefeld Pinguine. Ganze vier Sieg und fünfzehn Punkte gab es für das Schlusslicht der Nord-Gruppe bisher zu feiern, in einer sportlich so enttäuschenden Saison. Da die Gäste mit Martins Karsums (WM-Vorbereitung) und Ivan Petrakov (Vertrag aufgelöst) zwei kurzfristige Abgänge zu verzeichnen hatte, konnte Clarke Donatelli gegen die Ice Tigers nur noch 17 Feldspieler aufbieten.

Frank Fischöder musste auf den verletzten Andrew Bodnarchuk verzichten, konnte sonst aber aus dem Vollen schöpfen. Die Ice Tigers spielten mit sechs Verteidigern, Martin Walther gab den 13. Stürmer, im Tor sollte Niklas Treutle der nötige Rückhalt sein, gegen einen Gegner, der zwar defensiv anfällig ist, offensiv aber trotz aller Probleme durch zu gefallen wusste.

Marcus Weber (re.) und Krefelds Martin Schymainski © ISPFD

Die Ice Tigers legten los wie die Feuerwehr. Gerade einmal 25 Sekunden waren gespielt, da lag der Puck schon das erste Mal im Tor von Nikita Quapp. Brown traf nach feinem Zuspiel von Schmölz, auch weil Quapp die kurze Ecke nicht rechtzeitig zubekommen hatte. Wenig später musste Quapp ein zweites Mal hinter sich greifen. Im Powerplay drückte Adam einen Pass von Pollock aus kurzer Distanz über die Linie (3.).

Die frühe Führung schien den Ice Tigers aber nicht gut zu bekommen. Völlig unnötig brachten die Nürnberger die Pinguine durch schlampiges Defensivverhalten wieder zurück in die Partie. Zuerst übersah die Verteidigung Lucas Lessio an der roten Linie, der immer wieder auf Konter lauerte und nur selten in der eigenen Zone anzutreffen war. Im direkten Duell verlud er Treutle gekonnt (7.). Kurz vor Drittelende kam Krefeld sogar noch zum Ausgleich. Brett Olson fälschte einen Schuss von Bull zum 2-2 ab (17.).

Die Pause kam für die Ice Tigers gerade zur rechten Zeit, um sich wieder auf die wesentlichen Dinge zu fokussieren, zudem schien Frank Fischöder die passenden Worte gefunden zu haben. Tyson McLellan hatte die erneute Führung auf dem Schläger, verzog aber knapp (23.). Besser machte es dann Eric Cornel, der seine Kelle genau im richtigen Moment in einen Schuss von Marcus Weber hielt und unhaltbar zum 3-2 abfälschte (25.).

Auf der Gegenseite hielt Treutle nach einem Wechselfehler seiner Vorderleute die knappe Führung gegen Olson fest, der völlig frei vor Treutle zum Schuss kam (26.). Wenig später hatten Chris Brown (30.) und Buncis (37.) auf der Gegenseite Pech, das ihr Schuss jeweils am Torgestänge landete. Besser zielte kurz vor Drittelende Patrick Reimer, der von seiner Lieblingsposition im Powerplay wunderschön zum 4-2 traf (39.).

Krefelds Trainer Clark Donatelli © ISPFD

So gingen die Ice Tigers mit einer verdienten Führung in die letzten zwanzig Minuten. Dort hatten die Nürnberger die Gäste über weite Strecken gut im Griff, einzig der emsige Lucas Lessio sorgte immer wieder für Gefahr vor dem Tor der Ice Tigers. Aber außer einem Pfostenschuss von Lessio (43.) brachten die Pinguine offensiv wenig zu Stande, ehe Martin Schymainski mit seinem Treffer zum 4-3 für spannende Schlussminuten sorgte (56.). Die Ice Tigers hatten einige bange Momente zu überstehen, ehe Daniel Schmölz zwei Sekunden vor dem Ende ins leere Tor der Pinguine traf und für den 5-3 Endstand sorgte.

„Wir waren zu Beginn nicht bereit für das Spiel und den Gegner, wenn du nicht über sechzig Minuten konstant spielst, ist es in dieser Liga sehr schwer, Spiele zu gewinnen. Unser Torwart hatte einige gute Saves, aber Nürnberg hat gut gespielt und verdient gewonnen. Wir müssen über die komplette Spielzeit unser Spiel aufs Eis bringen, unsere leichten Fehler werden immer wieder bestraft. Aber das ist Teil eines Entwicklungsprozesses“, so Clarke Donatelli.

„Im Grunde genommen war die frühe Führung Gift für unser Spiel. Wir haben gedacht, das geht so locker weiter und haben dann Spiel und Gegner nicht mehr so ernst genommen, haben Krefeld zu viel Raum gegeben. Im zweiten Drittel waren wir dann wieder stabiler und haben weniger Fehler gemacht. Es war mit Sicherheit kein schönes Spiel, aber wir haben einen Weg gefunden, die Partie zu gewinnen und nur das zählt heute“ so ein erleichterter Frank Fischöder.

Weiter geht es für die Ice Tigers bereits am Donnerstag in Iserlohn, ehe es am Freitag zum Rückspiel in Krefeld kommt.

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