Bad Tölz (PM Löwen, Philipp Schmitz) Starke 2765 Zuschauer sahen am Sonntagabend ein ereignisreiches erstes Playoffspiel.
Zu viele Undiszipliniertheiten machten den Buam zu schaffen, sodass sich die Gäste aus Hamm am Ende mit 3:4 (0:1, 1:2, 2:0, 0:1) in der ersten Overtime durchsetzen konnten. So reisen die Löwen im Rückstand am Dienstag nach Hamm.
Ab Sekunde Null gaben beide Mannschaften Vollgas, beinahe sekündlich wurden Checks verteilt. Hamm erwischte das bessere erste Drittel und scheiterte zunächst an Enrico Salvarani und der Querlatte. Das erste Powerplay gehörte den Löwen, trotz guter Ideen kam der finale Pass nie formschlüssig zustande. Nach Ablauf der Strafe gelang den Gästen etwas glücklich der Ausgleich: Jona Dannöhl stocherte erfolgreich nach und brachte den Puck über die Linie (14.). Auf der anderen Seite rettete Kyle Hagen sein Team mit starken Saves mehrfach vor dem Ausgleich. Das Spiel lief flüssig durch, die Unterbrechungen konnte man praktisch an einer Hand abzählen. Die Eisbären waren immer wieder durch ihre konterstarken Spieler gefährlich. Die letzten 90 Sekunden hatten die Buam erneut einen Mann mehr auf dem Eis, doch die Hammer stellten sich entschlossen entgegen.
Im zweiten Abschnitt hatten die Buam auch dank eines weiteren Powerplay den klar besseren Start. Viel war den Löwen nicht vorzuwerfen, der Einsatz war tadellos. Einzig in der Defensive agierte man hin und wieder etwas leichtsinnig. Kyle Hagen zeigte sich zudem mit spektakulären Aktionen in fantastischer Form. Ein Knackpunkt des Matches war sicherlich die Spieldauer-Strafe gegen Ludwig Nirschl, der Pontus Wernerson-Libäck hart zu Boden beförderte. So schlimm kann es nicht gewesen sein, schon im nächsten Shift war der Schwede wieder am Puck. Die Unterzahl überstanden die Löwen, angetrieben von 2500 stimmgewaltigen Fans, tadellos. Wenig später gelang Topi Piipponen der verdiente Ausgleich (32.). Doch die Antwort der NRWler ließ nicht lange auf sich warten: Jona Dannöhl kam frei zum Schuss und brachte sein Team aus dem Bullykreis in Führung (35.). Wenig später gelang dem angesprochenen schwedischen Goldhelm auf Zuspiel seines Zwillings sogar der Shorthander zum 1:3 (38.).
Das dritte Drittel verlief für die Buam zunächst nach Maß. Zuerst erzielte Christoph Fischhaber, der für Nirschl in die erste Reihe gerückt war, nach einem Abpraller den Anschlusstreffer (43.). Nur kurze Zeit später leisteten sich die Gäste eine weitere Strafzeit, die Michael Keränen zum frenetisch umjubelten Ausgleich nutzen konnte (47.). Eine riesige Portion Glück hatten die Löwen bei einem Lattentreffer aus spitzem Winkel von Pontus Wernerson-Libäck. Das nächste Powerplay zog Hamm strukturiert auf, das Team von Tobias Stolikowski brachte jedoch kaum Schüsse durch. Wenige Sekunden vor dem Ende brannte es nochmal lichterloh vor Kyle Hagen. Um Haaresbreite wäre Nico Sauer noch der Führungstreffer gelungen, doch Fortuna war heute nicht auf Seite der Buam. Stattdessen erwischte Toms Prokopovics Linus Wernerson-Libäck übereifrig im Torraum mit dem Ellenbogen. Der Schwede musste mit der Trage abtransportiert werden – wir wünschen gute Besserung!
In der Folge gab es fünf Minuten Überzahl für die Eisbären, die sie nutzen konnten. Den ersten Schuss konnte Enrico Salvarani mit einem unglaublichen Reflex nach einem Querpass abwehren, die zweite Welle beendeten die Gäste dann erfolgreich. Daniel Reichert holte seinem Team im Nachsetzen die Serienführung (62.).
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