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Köln. (EM) Schlag auf Schlag geht es im DEL-Spielplan aktuell weiter. Mit drei Spielen pro Woche steht für momentan alle Teams die stressigste Phase... Halbzeit in der DEL-Hauptrunde: München top, Frankfurt überrascht positiv, Eisbären enttäuschen

Matthias Plachta ist aktueller DEL-Topscorer – © Sportfoto-Sale (DR)

Köln. (EM) Schlag auf Schlag geht es im DEL-Spielplan aktuell weiter. Mit drei Spielen pro Woche steht für momentan alle Teams die stressigste Phase der Hauptrunde an. Bis zur nächsten Liga-Pause Anfang Februar werden alle Teams fünfzig Spieltage absolviert haben.

In diesen Tagen haben die meisten DEL-Team die Hälfte ihrer Spiele in der Hauptrunde absolviert. Zeit für eine kleine Zwischenbilanz.

Der EHC Red Bull München eilt derzeit als unangefochtener Tabellenführer von Sieg zu Sieg. Erst am Freitag wurde die Serie der Bayern von elf Siegen in Folge von den Fischtown Pinguins gestoppt. Der Vorsprung auf Verfolger Mannheim beträgt aktuell schon 13 Punkte.

Die Ansprüche in Mannheim sind traditionell immer hoch. Mit 54 Punkten sind die Kurpfälzer auf jeden Fall klar auf Top-4 Kurs. Um allerdings ein ernstes Wörtchen um den Titel mitzusprechen, fehlt es noch etwas an Kontinuität. Verletzungen haben die Mannheimer zuletzt immer wieder gebeutelt.

Die Panther aus Ingolstadt stehen derzeit auch mehr als im Soll. Der Übergang in der sportlichen Führung von Larry Mitchell zu Tim Regan scheint mühelos geklappt zu haben. Der Vertrag mit dem erst vor Saisonbeginn verpflichteten Trainer Mark French wurde vor wenigen Tagen um gleich zwei Jahre verlängert. Man darf gespannt sein, wie weit die Reise der Panther im Frühjahr gehen wird.

Den Spagat zwischen Champions League Teilnahme und Liga-Alltag haben die Straubing Tigers gut gemeistert. Mit 53 Punkten liegen die Pokel-Schützlinge auf Platz vier. Die Mischung scheint am Pulverturm einmal mehr wieder zu stimmen.

Ähnlich sieht es auch bei den Grizzlys Wolfsburg aus, die im zweiten Jahr unter Mike Stewart zwar einige qualitativ hochwertige Abgänge zu verzeichnen hatten, aber diese im Verlauf der Vorrunde gut aufgefangen haben.

Dominik Bokk – © Marco Leipold/City-Press


Die große positive Überraschung sind bislang die Löwen Frankfurt, die als Aufsteiger bislang aller Erwartungen übertroffen haben. 43 Punkte und Platz sechs lassen eher Playoff-Träume sprießen, als an den Abstieg zu denken. Bokk, Rowney, Vandane, Ranford & Co haben gezeigt, dass sie in der DEL mehr als nur mithalten können. Gleiches gilt für Keeper Hildebrand, der den Übergang von der DEL2 in die DEL mühelos vollzogen hat.

Die Teams aus Bremerhaven, Köln und Düsseldorf hatten zum Teil einen größeren Umbruch im Sommer, haben aber mit teilweise etwas Anlauf schon gezeigt, wozu sie im Stande sind. Die Haie hatten zudem mit dem Wintergame im Rhein-Energie-Stadion gegen Mannheim schon ein erstes Highlight.

Die Schwenninger Wild Wings haben sich in den letzten Spielen gemausert, Trainer Harold Kreis hat es geschafft eine kompakte Einheit zu formen, die aktuell berechtigt auf Platz neun von den Pre-Playoffs träumen darf, wenngleich der Blick nach unten immer wachsam sein sollte. Unruhe durch den Geschäftsführerwechsel von Sandner zu Wagner, ein drohender Abschied von Sportchef Kreutzer am Saisonende und der Flirt des DEB mit Harry Kreis als möglichen neuen Bundestrainer hat das Team scheinbar gut weggesteckt.

Headcoach Kurt Kleinendorst musste bei den Roosters vorzeitig gehen – © Sportfoto-Sale (JB)


Ein Wechselbad der Gefühle war die bisherige Vorrunde für die Iserlohn Roosters. Unter Trainer Kurt Kleinendorst schwach gestartet, vollzogen die Sauerländer den Trainerwechsel und holten mit Greg Poss einen alten Bekannten an die Bande zurück. Unter ihm sind die Roosters erfolgreicher geworden, stehen aktuell mit 40 Punkten punktgleich mit Köln da. Den Roosters fehlt es an Kontinuität. Die offensive Durchschlagskraft fehlt oft und in Überzahl zeigen sich die Schwächen überdeutlich. Für die Roosters kann das erste Ziel nur Klassenerhalt heißen. Und das sollte möglichst so früh, wie nur möglich geschafft werden.

Etwas abgerutscht sind die Nürnberg Ice Tigers. Das junge Team aus dem Frankenland steckt mit aktuell 36 Punkten auf Platz 12 klar im Abstiegskampf. Oldie und Kapitän Patrick Reimer (40, Karriereende am Saisonende) führt die teaminterne Scorerliste an. Ihm folgt der 24- jährige Greg MacLeod. Gerade von den Importstürmern müsste insgesamt mehr Durchschlagskraft kommen. Trainer Tom Rowe scheint mit seiner Erfahrung gerade den jungen Spielern weiter gut zu tun.

Auch die Augsburger Panther stehen bislang sehr wackelig da. 30 Punkte und der etwas bessere Punktequotient lassen die Panther auf dem Nicht-Abstiegsplatz 13 stehen. Verletzungspech und Anlaufschwierigkeiten sorgten für eine handfeste Trainerdiskussion im Schwabenland. Man hielt allerdings an Trainer Peter Russell fest. Mit der Rückkehr des während seiner Verletzung schmerzlich vermissten Dennis Endras kehrt wieder etwas mehr Stabilität ins Team zurück. Allerdings: Machen die Panther einen Schritt nach vorne, folgt zu schnell wieder der nächste Schritt zurück. In der augenblicklichen Verfassung droht ein Kampf um den Klassenerhalt bis zum letzten Spieltag.

Serge Aubin benötigt dringend Siege – © Sportfoto-Sale (DR)


Eine krasse Enttäuschung sind bislang die Meister-Eisbären aus Berlin. Seit elf Spielen ohne „Dreie“ taumelt das Team von Serge Aubin auf dem vorletzten Platz in der Tabelle herum. Trainer und Team wirken verunsichert. Der Duck von außen nimmt von Woche zu Woche zu. Noch stehen die Verantwortlichen zu Aubin. Allerdings brauchen die Eisbären nun dringend Siege, um Selbstvertrauen zu sammeln und Ruhe ins Umfeld zu bekommen. Noch hoffen die Anhänger auf eine Playoff-teilnahme. Das Wort Titelverteidigung nimmt in Hohenschönhausen derzeit niemand in den Mund. Sollte es auch am heutigen Sonntag nicht zu einem Sieg reichen, dann – so hört man – soll auch beim Champion die Trainerfrage gestellt werden.

Die Bietigheim Steelers haben aktuell mit erst 22 Punkten schon einen ordentlichen Rückstand auf Platz 13. Der letztjährige Aufsteiger konnte mit seinen bescheidenen finanziellen Mitteln die namhaften Abgänge bislang nicht kompensieren. Alles andere als am Ende Platz 15 und damit der Abstieg wäre eine faustdicke Überraschung. Allerdings sollte niemand den Fehler begehen die Steelers vorzeitig abzuschreiben. Mit dem Sieg in Iserlohn konnten die Männer aus dem Ellental neues Selbstvertrauen schöpfen.

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