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Köln. (MK) Wenn sich zwei DEL-Teams in dieser Saison gut kennen, dann sind es die Kölner Haie und die Iserlohn Roosters. Bereits zum sechsten... Haie entscheiden ein umkämpftes Westderby gegen Iserlohn in der Overtime für sich

Hannibal Weitzmann – © Sportfoto-Sale (DR)

Köln. (MK) Wenn sich zwei DEL-Teams in dieser Saison gut kennen, dann sind es die Kölner Haie und die Iserlohn Roosters. Bereits zum sechsten Mal trafen die beiden Teams aufeinander. Nach zwei Testspielen stand am Dienstagabend die vierte Begegnung innerhalb der Nord-Division auf dem Plan. In einer jederzeit interessanten Partie setzten sich die Rheinländer am Ende in der Overtime mit 3:2 knapp durch.

Schon nach einer Minute hatten die tief agierenden Roosters die erste Chance durch Sutter, der Lowrys Zuspiel nicht verwerten konnte. Haie-Keeper Weitzmann war obendrein gut in der Position. Raymonds Strafe konnten die Gastgeber zunächst trotz einer guten Schussgelegenheit von Matsumoto nicht nutzen. Mo Müllers Schuss fälschte in der nächsten Szene dann aber Ferraro zur 1:0 Führung der Kölner ab. Keine Chance für Iserlohns Keeper Jenike. Und die Haie luden gleich nochmal nach. Barinka legte ab auf Zerressen, der zum 2:0 einschoss. Zwischen beiden Toren lagen lediglich 76 Sekunden. Iserlohn brauchte eine Weile, um den Doppelschlag zu verdauen. Zalewskis Strafe (13.) konnte das Team von „Neo-Coach“ Brad Tapper nicht nutzen, wenngleich seine Roosters bis zur Pause wieder besser ins Spiel fanden. Klare Torchancen waren auf beiden Seiten aber bis zur Pause kaum zu verzeichnen. Dafür wurden die Zweikämpfe verbissen geführt.

Der zweite Abschnitt war gerade 53 Sekunden alt, als Iserlohns Torjäger Whitney auf Grenier ablegte und der zum 2:1 Anschlusstreffer für Iserlohn humorlos einschlenzte. Dumonts Strafe spielten die Gäste im Powerplay zwar stark aus, aber Weitzmann & Co hielten konzentriert dagegen. Iserlohn hatte nach dem Anschlusstreffer wieder mehr Bezug zum Spiel, hatte aber auch während Raedekes Strafe (26.) das Glück des Tüchtigen, als Keeper Jenike einige Schüsse stark parierte. Im Spiel 5-5 waren die Roosters in diesem Abschnitt einen Tick stärker. Weidner (32.) verpasste aus der Drehung den Iserlohner Ausgleich. Greniers Strafe überstanden die Gäste schadlos. Bezeichnend für die bissig geführten Zweikämpfe eine Auseinandersetzung zwischen Kölns Ferraro und Iserlohns Reinhart (34.). Ohne Corona Reglement wären hier wohl ordentlich die Fäuste geflogen. So aber blieb es bei etwas Handgemenge und jeweils zwei Strafminuten für die Streithähne. Mit weiteren Strafen gegen abermals Raedeke und Riefers brachten sich die Gäste selbst ein wenig aus dem Takt. Ihr Unterzahlspiel funktionierte gegen die etwas ideenlosen Kölner allerdings vorzüglich.

Sennhenns Strafe konnten die Sauerländer zu Beginn des letzten Drittels nicht nutzen. Es blieb ein Spiel zweier verbissen kämpfender Teams. Während Whitneys Strafe (54.) verpasste Matsumoto für die Haie die Vorentscheidung. Gerade wieder vollzählig zog Dumont die nächste Kölner Strafe (2+2). Iserlohns Trainergespann setzte in Überzahl fast schon alles auf eine Karte, zog Keeper Jenike für einen sechsten Feldspieler vom Eis und wurde für diesen Mut belohnt. O´Connors Schuss fälschte Lowry vor Keeper Weitzmann zum 2:2 Ausgleich (57:23) ab. Köln aber wenig beeindruckt hatte durch Ferraro in der 59. Minute noch einen Lattentreffer zu verzeichnen. Jentztzsch´ Strafe 43 Sekunden vor dem Ende brachte Köln abermals in Überzahl, aber es blieb nach sechzig kurzweiligen Minuten beim letztlich leistungsgerechten 2:2.

In der anschließenden Overtime hatten Sheppard/Matsumoto noch in Überzahl schon den Torschrei für die Haie auf den Lippen. Sutter (64.) scheiterte im Slot auf der anderen Seite an Weitzmann. Für die Entscheidung sorgte dann Sheppard, der 67 Sekunden vor dem Ende die Scheibe mit der Rückhand zum 3:2 Siegtreffer ins Tor schaufelte.

Für die Kölner Haie geht es erst in der kommenden Woche am Mittwoch daheim gegen Berlin weiter. Iserlohn reist am nächsten Sonntag nach Berlin.

Tore: 1:0 (03:16) Ferraro (Mo. Müller/Zalewski) 5-4PP, 2:0 (04:32) Zerressen (Barinka/Matsumoto) 5-4PP, 2:1 (20:53) Grenier (Whitney/Ankert), 2:2 (57:23) Lowry (O´Connor/Whitney) 6-4PP, 3:2 (63:53) Sheppard (Gagne/F. Tiffels)
Strafen: 16 – 20
Roosters: Jenike, (Schwendener) – Ankert, Reinhart; O’Connor, Baxmann; Riefers, Raymond; Buschmann – Bailey, Grenier, Whitney; Weidner, Jentzsch, Raedeke; Proske, Fleischer, Lautenschlager; Aubin, Sutter, Lowry
Haie: Weitzmann, (Maurer); Gagne, Ugbekile; D. Tiffels, Mo. Müller; Sennhenn, Zerressen – Ferraro, Sill, Dumont; Ma. Müller, Matsumoto, Barinka; Akeson, Sheppard, F. Tiffels; Zalewski, Köhler

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