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Köln (HHK) Das erste Aufeinandertreffen der Haie und der Adler in dieser Spielzeit sorgte für einen Zuschauerrekord der Saison 2012/13.  16.415  Besucher wollten das...

Köln (HHK) Das erste Aufeinandertreffen der Haie und der Adler in dieser Spielzeit sorgte für einen Zuschauerrekord der Saison 2012/13.  16.415  Besucher wollten das Spiel zwischen dem Tabellenführer und dem Tabellenzweiten in der Lanxess-Arena sehen und die natürlich überwiegend auf Seiten der Haie stehenden Besucher honorierten damit auch die bisher exzellenten Leistungen des Kölner Teams. Enttäuschend wurden Fans nicht. Sie sahen ein über 60 Minuten packendes und hochklassiges Spiel der beiden Teams, das am Ende die Haie nicht unverdient mir 3:1 gewannen. Haie-Coach Uwe Krupp hatte mit seinem Tipp ziemlich richtig gelegen: „Wir gewinnen 4:2 mit einem empty-net-goal“.

Beide Mannschaften spielten von der ersten Sekunde mit enorm hohen Tempo und Einsatz. Vor allem die Gäste legten richtig los und kamen in den ersten Minuten zu etlichen guten Chancen. Die erste gute Torchance der Haie vergab der starke Philip Gogulla in der vierten Minute. Viel Druck übten die Adler aus, als Charlie Stephens auf die Strafbank musste, doch nachdem die Haie die Unterzahl schadlos überstanden hatten, wurde die Begegnung allmählich ausgeglichener und in ihrem ersten Powerplay gab es einige gute Möglichkeiten für die Kölner. Noch gefährlicher und dann auch erfolgreicher wurde es beim zweiten Überzahlspiel. Nathan Robinson stocherte schließlich die Scheibe aus einem Gedränge vor Dennis Endras‘ Gehäuse über die Linie. Die Schiedsrichter zeigten sofort „Tor“ an, überzeugten sich aber sicherheitshalber am Videogerät von der Gültigkeit des Treffers.

War die Führung der Haie nach dem ersten Drittel noch etwas glücklich, verdienten sich die Gastgeber den Ausbau des Vorsprungs redlich. Zunächst scheiterte Philip Gogulla nach einem tollen Zuspiel von Felix Schütz an Dennis Endras, dann traf Rok Ticar aus spitzem Winkel zum 2:0. Der Slowene staubte ab, nachdem Endras gegen den aufgerückten Torsten Ankert pariert hatte.

Philip Gogulla wurde für seinen 400. DEL Einsatz geehrt – (C) by ISPFD (sportfotocenter.de)

Die nächste Großchance hatte dann Brett Breitkreuz, nachdem er von Greg Claaßen glänzend bedient worden war, und dann war es erneut Gogulla, der ein Zuspiel von Schütz nicht zu einem Tor verwerten konnte. In der 15. Minute stand erneut Brett Breitkreuz im Blickpunkt. Tief in der Mannheimer Abwehrzone führte die Scheibe, und checkte Verteidiger Nikolai Goc. Die Schiedsrichter urteilten „Check gegen Kopf und Nacken“ und schickten den Kölner zum Duschen, eine vertretbare Entscheidung. Die Adler entfachten einen beachtlichen Angriffswirbel, Youri Ziffzer und seine Vorderleute standen mächtig unter Druck – aber sie überstanden die 5minütige Unterzahl ohne Gegentor. In dieser Phase waren nicht alle Entscheidungen der Schiedsrichter nachvollziehbar, vor allem nach einigen Angriffen gegen Youri Ziffzer. Das Ende der Strafzeit quittierten die Kölner Zuschauer mit einer stehenden Ovation.

Zu Beginn des letzten Drittels musste Charlie Stephens nach einem Foul gegen Christoph Ullmann auf die Strafbank und diesmal nutzten die Adler ihre numerische Überlegenheit. Einen Schuss von Mike Glumac wehrte Ziffzer noch ab, doch dann kam er nicht schnell genug wieder auf die Beine und Marcel Goc fand genügend Platz, den Nachschuss ins Kölner Tor zu setzen. Die Haie zeigten sich davon unbeeindruckt. Charlie Stephens scheiterte zweimal binnen weniger Sekunden an Dennis Endras, dann wehrte der Adler-Goalie einen mächtigen Schlagschuss von Kevin Lavallee ab. Auf der Gegenseite hielt Youri Ziffzer gegen Yanick Lehoux. Es folgt eine kurze Phase, in der sich die Gastgeber mit einigen Befreiungsschlägen helfen mussten, doch dann befreiten sie sich wieder und kreierten weitere Chancen.

Zwei Minuten vor dem Ende der regulären Spielzeit ging Dennis Endras zugunsten eines sechsten Feldspielers von Eis. Es wurde nochmals brenzlig für den KEC, doch Youri Ziffzer schien tausend Hände zu haben und hielt seine Mannschaft u.a. bei einer starken Aktion von Frank Mauer im Spiel. 40  Sekunden vor der Schlusssirene fiel die Entscheidung, als Felix Schütz seine großartige Leistung mit einem Schuss aus dem eigenen Drittel ins leere Mannheimer Tor krönte.

Haiekeeper Youri Ziffzer ist vor Yannic Seidenberg am Puck – (C) by ISPFD (sportfotocenter.de)

Im 99. Heimspiel gegen die Mannheimer Adler bzw. den Mannheimer ERC war dies der 70. Sieg für die Haie und mit diesem Erfolg bauten die Krupp-Schützlinge ihren Vorsprung an der Tabellenspitze auf sechs Punkte aus. Entsprechend war die Stimmung auch nach dem Spiel; die Fans schafften es mit anhaltenden Ovationen, dass ihre Mannschaft zu einer weiteren Ehrenrunde nochmals aus der Kabine kam.

 

Trainerstimmen:

Harold Kreis: Gratulation an Köln für diesen Sieg und die gesamte Saisonleistung. Heute haben die Haie wohl einen Tick zugelegt. Es war ein hochkarätiges Spiel von zwei Mannschaften, die Eishockey spielen wollten.  Es waren nur kleine Unterschiede, die das Spiel entschieden. Mit entscheidend war auch, dass wir die 5 Minuten Überzahl nicht zu einem Tor genutzt haben.

Uwe Krupp: Ich sehe das ähnlich. Wir sind viel Schlittschuh gelaufen. Youri Ziffzer und die gesamte Abwehr haben in der langen Unterzahl Großartiges geleistet. Dass wir die 5 Minuten überstanden haben, hat uns viel Schwung gegeben.

Sonstiges: Bei den Haien fehlten Danny aus den Birken, Mirko Lüdemann und Marcel Ohmann, Mannheim ohne Dennis Reul, Ronny Arendt und Ken Magowan.

 

Kölner Haie – Adler Mannheim  3:1 (1:0/1:0/1:1)

Tore: 1:0 (16:43) Robinson (Minard, Holmquist) 5:4 PP; 2:0 (21:26) Tikar (Ankert, Tripp); 2:1 (52:56) M Goc (Glumac, Wagner) 5:4 PP; 3:1 (59:20) Schütz (Gogulla, Weiß) eng

Strafen: Köln  15 + 20 (Breitkreuz) – Mannheim 10

Torschüsse: Köln  30 – Mannheim 32

Schiedsrichter: Schimm, Sicorschi

Zuschauer: 16.415

Aufstellungen:

Köln: Ziffzer – Tjärnqvist, Homqvist; Kranjc, Müller; Ankert; Krupp; Lavallee – Falk, Robinson, Minard; Schütz, Gogulla, Weiß; Stephens, Ticar, Tripp; Breitkreuz, Breitkreuz, Riefers

München: Endras – Sifers, D. Seidenberg; Wagner, Janik; N. Goc; Bittner – M. Goc, Lehoux, Mauer Höfflin, MacDonald, Glumac; Y. Seidenberg, Ullmann, Mitchell;; Kink, El-Sayed, Plachta

 

Three Stars:

*** Schütz

**  Ziffzer

*   Marcel Goc

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