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Selb. (PM Wölfe) Was war das für ein packendes Playdown-Spiel zwischen den Selber Wölfen und den Dresdner Eislöwen? Erbitterter Kampf um jeden Zentimeter Eis,... Großer Kampf der Selber Wölfe wird nicht belohnt! – Eislöwen-Coach Sundblad: „Jetzt ist es eine Best-of-Three Serie“

© Mario Wiedel

Selb. (PM Wölfe) Was war das für ein packendes Playdown-Spiel zwischen den Selber Wölfen und den Dresdner Eislöwen? Erbitterter Kampf um jeden Zentimeter Eis, Härte, Spannung pur, zwei ebenbürtige Mannschaften und toller Support beider Fanlager.

Das 0:1 für die Dresdner kam im ersten Drittel etwas unglücklich zustande. Selb nahm dann viele Strafen, die man zwar schadlos überstehen konnte, doch das Penalty-Killing kostete viel Kraft und nahm den Gastgebern die Möglichkeit, selbst offensiv in Erscheinung zu treten. Zudem verloren die Wölfe mit Hanusch und Gläßl während des Spiels zwei Verteidiger. Nach dem Ausgleichstreffer durch Knackstedt witterte das Wolfsrudel noch einmal seine Chance, doch Dresden schlug in Person von Rundqvist ein weiteres Mal zu und holte sich den Auswärtssieg.

Knackstedt trifft nur das Gestänge

Beide Mannschaften gingen mit Vollgas in die Partie. In der 3. Minute setzten Krymskiy auf der einen und Karlsson auf der anderen Seite die ersten Duftmarken Richtung Tor. Es ging weiter hin und her. Trskas Hammer zischte über das Tor und Hendreschke scheiterte an Bitzer. In der 6. Minute jubelten dann – nach einer unfreiwilligen Vorlage der Linesperson – die Gäste. Während eines Selber Angriffs fälschte der Unparteiische die Scheibe unglücklich in Richtung Sykora ab und leitete so einen Konter ein, den der Dresdner Stürmer zum 0:1 abschloss. Auch im weiteren Verlauf kamen die Zuschauer auf ihre Kosten:
Torszenen, Härte und Spannung prägten den ersten Spielabschnitt. Auf Selber Seite hatten Trska, Gelke in Überzahl, Schwamberger, Kruminsch und allen voran Knackstedt, dessen Gewaltschuss leider nur das Torgestänge traf, den Ausgleichstreffer auf dem Schläger.

Hektik, Härte, Strafen

Der 2. Spielabschnitt war sehr zerfahren, von viel Hektik und Strafen geprägt: Die Zuschauer erlebten Abstiegskampf pur. Die Porzellanstädter zeigten wieder ein ausgezeichnetes Penalty-Killing, auch eine 5-minütige Unterzahl nach einer Hinausstellung gegen Gläßl killten die Selber Wölfe bravourös. Tore fielen im Mittelabschnitt nicht, dafür hagelte es insgesamt 19 Strafminuten plus den Spielausschluss gegen Gläßl. Die Unparteiischen hatten alle Hände voll zu tun, den Zugriff zum Spiel nicht zu verlieren. Chancen gab es freilich auch. Bitzer ließ aber genauso wie auf der anderen Seite aus den Birken erst einmal nichts Zählbares mehr zu. Auf Selber Seite hatten zweimal Hördler als auch Knackstedt (alles in Überzahl) die größten Möglichkeiten auf den Ausgleich.

Erster Powerplay-Treffer der Serie

Im Schlussabschnitt warfen die Gastgeber nochmal alles in die Waagschale. Nach einem geblockten Schuss von Miglio wurde der Selber Sturmlauf aber nochmal durch eine Strafe gegen Bassen gebremst. Als dann jedoch kurz darauf die Wölfe in Überzahl agieren durften, war es Knackstedt, der mit seinem Ausgleichstreffer die NETZSCH-Arena zum Beben brachte. Im weiteren Verlauf hatten Hördler und McNeill noch einmal gute Torchancen, brachten den Puck aber nicht im Gehäuse unter. Die kalte Dusche fürs Wolfsrudel gab es dann in der 52. Minute durch den Treffer von Rundqvist zum 1:2. Selb rannte zwar weiter an, zog den Torhüter, brachte aber trotz mehrerer Möglichkeiten die Scheibe nicht mehr über die Torlinie.

Mannschaftsaufstellungen und Statistik

Selber Wölfe: Bitzer (Spiewok) – Hördler, Hanusch, Trska, Raab, Plauschin, Gläßl, Campbell –Knackstedt, Bassen, Kalns, Miglio, McNeill, Kolupaylo, Krymskiy, Kruminsch, Schwamberger, Melnikow, Gelke, Dalldush
Dresdner Eislöwen: aus den Birken (Seidel) – Karlsson, Riedl, Hessler, Mannes, Pruden, Rausch, Elten – Bindels, Porsberger, Andres, Florek, Postel, Turnbull, Mrazek, Rundqvist, Sykora, Hendreschke, Drews, Knobloch

Tore: 6. Min. 0:1 Sykora; 45. Min. 1:1 Knackstedt (McNeill, Kalns); 52. Min. 1:2 Rundqvist (Karlsson)
Strafzeiten: Selb 18 + 5 + Spieldauer gegen Gläßl, Dresden 16
Schiedsrichter: Hoppe, Engelmann (Spiegl, Jürgens)
Zuschauer: 3.331


Auswärtssieg in Selb

Dresden. (PM Eislöwen) Die Dresdner Eislöwen haben in der Playdown-Serie gegen die Selber Wölfe einen wichtigen Auswärtssieg eingefahren.

Spiel drei der Serie ging am Sonntagabend in Selb mit 2:1 an die Dresdner. Den Sieg Vorsprung der Wölfe mit eingerechnet steht es jetzt 2:2. Weiter geht es am Dienstagabend mit dem nächsten Spiel in der JOYNEXT Arena in Dresden 19:30 Uhr.

Im ersten Drittel gelang den Eislöwen früh der Führungstreffer. Tomas Sykora netzte in der sechsten Minute ein. In der Folge blieb es ein Spiel auf Augenhöhe mit leichten Vorteilen für die Eislöwen. Für Selb hatte Knackstedt die beste Gelegenheit, scheiterte aber am Pfosten. Beide Teams kämpften hart von der ersten Minute an, was sich zunehmend in Strafzeiten widerspiegelte.
Im zweiten Drittel durften die Dresdner Reihenweise in Überzahl ran, nach der Spieldauerstrafe gegen Maximilian Gläßl sogar fünf Minuten. Ein Treffer mit einem Mann mehr gelang aber nicht. Gläßl übertrieb es bei seinem Foul gegen Porsberger gewaltig, checkte den Schweden in die Bande. Porsberger konnte nicht aufs Eis zurückkehren.

Im Schlussabschnitt drückte Selb auf den Ausgleich, riskierte mehr. Den Eislöwen gelangen nur einige Entlastungsangriffe, aber zunächst hielt die Defensive um den starken Danny Aus den Birken. Als Matej Mrazek aufgrund einer Bankstrafe auf der Strafbank Platz nehmen musste, konnte Selb doch in Überzahl ausgleichen. Ex-Eislöwe Jordan Knackstedt war es, der mit einem Distanzschuss traf. Aber die Eislöwen steckten nicht auf und kamen noch in der regulären Spielzeit zum entscheidenden Treffer. David Rundqvist wurde von Simon Karlsson bedient und der Schwede vernaschte Michael Bitzer zum 2:1 (52.). In den Schlussminuten blockten die Eislöwen alles, was auf das Tor kam und sicherten den wichtigen Auswärtssieg.

Niklas Sundblad, Cheftrainer Dresdner Eislöwen: „Das war ein gutes Playoffspiel beider Mannschaften mit viel Kampf und Leidenschaft. Es wurde hart um jeden Zentimeter Eis gekämpft. Wir hatten einige Überzahlsituationen, sogar eine Fünfminütige, aber wir haben nicht so viel kreieren können, wie wir wollten. Daran müssen wir weiterarbeiten. Nach dem 2:1 haben wir sehr gut verteidigt und diesen wichtigen Auswärtssieg gesichert. Jetzt ist es eine Best-of-Three Serie und am Dienstag geht es zu Hause weiter. Auch heute möchte ich mich wieder bei unseren Fans bedanken. Das war ein großartiger Support!“




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