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Wien. (PM ÖEHV) Das beinahe abgelaufene Jahr brachte viele Erfolge und Neuerungen innerhalb des Österreichischen Eishockeyverbandes. Sowohl auf sportlicher als auch auf operativer Ebene... Größer, besser, stärker – der ÖEHV blickt auf ein erfolgreiches Jahr 2022 zurück

Friedrich Nikolaus, Klaus Hartmann und Bernhard Friedrich – © ÖEHV Media/PR

Wien. (PM ÖEHV) Das beinahe abgelaufene Jahr brachte viele Erfolge und Neuerungen innerhalb des Österreichischen Eishockeyverbandes. Sowohl auf sportlicher als auch auf operativer Ebene blickt man zufrieden auf das Jahr 2022 zurück.

Wenige Wochen nach Neujahr, exakt am 1. Februar 2022, trat Bernhard Friedrich das Amt des Geschäftsführer des ÖEHV an. Der Marketing Experte, der selbst jahrelang Eishockey gespielt hat und Teil des Nachwuchs-Nationalteams Jahrgang 1976 war, zeichnet für die wirtschaftlichen, finanziellen und organisatorischen Belange des Verbandes verantwortlich.

Wieder einige Wochen später entschied der IIHF nach dem Ausschluss von Russland und Belarus aus sämtliche IIHF-Bewerben aufgrund des Angriffskrieges gegen die Ukraine, Österreich in die Top Division hochzuziehen.

Die gegebene Chance ergriff man im Mai, holte im zweiten Spiel gegen die USA den ersten Punkt und feierte am 17. Mai 2022 den ersten Sieg über Tschechien in der österreichischen Eishockey-Geschichte. Nach einem weiteren Punktgewinn gegen Lettland, lief dennoch alles auf das Entscheidungsspiel gegen Großbritannien hinaus. Nach 0:2 und 1:3-Rückstand, drehten Thomas Raffl & Co. im letzten Spielabschnitt auf, setzten sich 5:3 durch und fixierten den hoch verdienten Klassenerhalt!

Am Ende belegte man Rang 11, Peter Schneider durfte sich über Position 4 in der Scorerwertung nach der Vorrunde freuen.

Head Coach Roger Bader gelang damit nach 2018 in Dänemark zum zweiten Mal das Kunststück Klassenerhalt. Im Juni wurde dann auch der Vertrag mit dem seit 2016 im Amt befindlichen Teamchef um weitere zwei Jahre verlängert, der auch weiterhin die Doppelfunktion als Head Coach und Sportdirektor Herren ausübt.

Vergangenen November absolvierte man eine erfolgreiche Premiere beim Deutschland-Cup, besiegte zum Auftakt die Slowakei 3:2 nach Verlängerung, musste sich Deutschland 0:3 geschlagen und belegte schließlich nach dem 3:1-Erfolg über Dänemark Rang 2.

U20 neuerlich in Kanada
Im Sommer ging es für das U20 Nationalteam nach dem Abbruch der U20 WM 2022 Ende Dezember 2021 erneut nach Kanada. Bei der Neuaustragung des Turniers war man im letzten Gruppenspiel gegen die Schweiz ganz nah an einem Punktgewinn dran, musste sich am Ende nur knapp 2:3 geschlagen geben. Im Herbst übernahm Kirk Furey das Team als U20 Head Coach. Heute Abend kämpft man bei der U20 WM 2023 gegen Deutschland um den ersten Sieg bei einer U20 WM und dem damit verbundenen Einzug ins Viertelfinale, womit auch der Klassenerhalt fixiert wäre.

Skandinavier übernimmt Damen-Nationalteam / Para-Nationalteam zurück im WM-Zirkus
Einen neuen Head Coach hat seit kurzem auch das Damen- wie auch das Para-Nationalteam. Der Schwede Alexander Bröms steht gerade erstmals in seiner neuen Funktion als Damen-Head Coach am Eis, Lucas Herrnegger führte das Para-Nationalteam bei der WM Gruppe C an. Bangkok verließ man nach zunächst drei Niederlagen gegen Frankreich, Großbritannien und Kasachstan am Ende mit einem guten Gefühl, dank des 5:0 über Gastgeber Thailand.

Gold für U18 Damen
Anfang September lieferte das U18 Damen-Nationalteam eine beinahe perfekte Heim-WM ab. In Radenthein unterlag das Team von Head Coach Mario Bellina zum Auftakt Südkorea nach Verlängerung 2:3, holte sich nach Siegen über Polen (4:0), Chinesisch Taipeh (10:1) und Dänemark (2:1) noch Gold und den Aufstieg in die Division IA.

Zoey Hobitsch wurde zur besten Spielerin des Turniers gekürt, Karolina Hengelmüller zur besten Verteidigerin.

Sponsoring, Mobilität und Digitalisierung
Sämtliche Spiele der U18 WM in Radenthein wurden auf LIVE.eishockey.at live gestreamt. Es war die Feuertaufe für die neue OTT-Plattform des ÖEHV, die in Kooperation mit Morawa Digital aufgesetzt und in Rekordzeit umgesetzt wurde. Seither werden sämtliche Spiele aus den vom ÖEHV veranstalteten Ligen, der Nationalteams die nicht im Free TV zu sehen sind, sowie Turnier live gestreamt. Für ausgewählte Spiele wie bspw. aktuell die Auftritte der U20 bei der WM in Kanada, konnte man den ehemaligen ORF-Kommentator Michael Berger gewinnen.

Den Vereinen eröffnen sich dank der Kooperation zwischen ÖEHV und Morawa Digital nicht nur neue Einnahmequellen, sondern auch ungeahnte Möglichkeiten in Sachen Trainingssteuerung und -optimierung, Spielanalysen, Statistiken, sowie Möglichkeiten zur Content-Generierung für die eigenen Digitalen Kanäle und vieles mehr. Um dieses Projekt umzusetzen, wurden und werden bis zu 100 Eishallen, bzw. Eisflächen mit KI-Kameras ausgestattet.

Die Spieleseite der Österreichischen Lotterien, win2day, weitete sein Sportsponsoring im vergangenen Frühjahr massiv aus. Im Zuge dessen wurde eine Partnerschaft über mehrere Jahre geschlossen. win2day ist seither auf den Dressen des Para-, Damen- und Herren-Nationalteams präsent, sowie in Form von Bandenwerbung und natürlich auf den Online-Kanälen des ÖEHV sichtbar.

Mit 01.01.2023 ist der ÖEHV auch Mitglied des Play Fair Code. Die Athletinnen und Athleten des ÖEHV werden in Zukunft mittels Schulungen und Vorträgen zum Thema Spielmanipulation und Wettbetrug sensibilisiert.

Mit der Übernahme von Auto Eisner durch Opel Beyschlag übernahm man auch die offizielle Mobilitätspartnerschaft des Österreichischen Eishockeyverbandes. Die erfolgreiche Zusammenarbeit wurde Anfang Juli 2022 neu begründet und vergangenen Sommer um ein weiteres Jahr verlängert. Opel Beyschlag stellt damit weiterhin die Fahrzeugflotte des ÖEHV und ist mit dem Logo auf den Trikots des Herren-Nationalteams vertreten.

Mit neuen potenziellen Sponsoren befindet man sich in weit fortgeschrittenen Gesprächen. Auch das Feld der Non-Fungible Token, kurz NFT´s, soll im kommenden Jahr beschritten werden.

Neuer Ligavertrag, Reformen und die Rückholung sämtlicher Nachwuchsligen
Mit der Kaderregelung neu, dem Ausbildungskosten-Entschädigungssystem, der Rückholung der Nachwuchsligen und vielen weiteren Themen führt das ÖEHV Präsidium das österreichische Eishockey in die Zukunft.

2022 stand ganz im Zeichen von Veränderung und Reform. Das ÖEHV Präsidium war im abgelaufenen Jahr mehr als umtriebig und arbeitete unzählige Themen ab. Zunächst wurden die Nachwuchsligen wieder in den ÖEHV rückgeführt und werden seit Beginn der neuen Saison wieder von der „Zentrale“ aus organisiert und gesteuert.

Mit der „Kaderregelung neu“ kam das Präsidium einem Versprechen nach, das man bei Amtsantritt abgegeben hat. Damit wird die Anzahl heimischer Spieler, die am Game Sheet seit dieser Saison stehen müssen, neu geregelt. Dabei gilt, dass zwölf für das Österreichische Nationalteam rekrutier bare Spieler aufscheinen müssen, wovon zumindest zwei in die Altersklasse U24 fallen müssen. Die Regelung soll im Zweijahresrhythmus evaluiert werden, mit dem Ziel die Anzahl heimischer Spieler weiter zu steigern.

Nach den Plänen des ÖEHV kommen somit pro Runde in der win2day ICE Hockey League mindestens 96 Österreicher zum Zug. Das sind 24 mehr als zuvor verpflichtend waren. In Richtung Nationalteam soll mit dieser Maßnahme mehr Breite geschaffen werden, der Konkurrenzkampf um einen Platz im Nationalteam erhöht werden und künftig Ausfälle besser kompensiert werden.

In Kraft getreten ist mit dieser Saison auch das „Ausbildungskosten-Entschädigungssystem“. Das neue, kurz AKES genannte System, wurde gemeinsam mit Vertretern des ÖEHV, einem Vertreter für die Landesverbände, sowie Vertretern der ICE- sowie ALPS-Hockey League erarbeitet. Langfristig soll damit die Nachwuchsarbeit weiter professionalisiert werden und mehr Kinder zum Eishockeysport gebracht werden.

AKES ist darauf ausgerichtet, dass jene Vereine, die junge Spieler qualitativ ausbilden und diese später einen Profivertrag erhalten, dafür entschädigt werden. Es ist ein wachsendes, kein starres System, das jederzeit erweitert und adaptiert werden kann.

In Ländern mit einem ähnlichen Modell, wie Deutschland oder der Schweiz, hat sich gezeigt, dass man die Anzahl der Kinder steigern konnte und generell die Nachwuchsarbeit professionalisiert wurde. Österreich zählt zu den ersten Nationen, die solch ein System einführen.

ÖEHV erweitert Team
Im Sommer stießen Peter Schweda und Carina Jakits zum Verband. Der 31-Jährige Peter Schweda war selbst Eishockeyprofi und machte sich bei den Vienna Capitals darüber hinaus auch als Trainer und als Nachwuchsleiter einen Namen. Seit 1. Juli ist er beim Österreichischen Eishockeyverband tätg, zeichnet dort verantwortlich für den Bereich Spielbetrieb. Dies betrifft sämtliche vom ÖEHV veranstaltete Ligen.

Ebenfalls von den Vienna Captials wechselte Carina Jakits zum Verband. Bis zu ihrer Karenz kümmerte sie sich um den gesamten Veranstaltungsbereich, war für die Abwicklung der Spieltage zuständig, wie auch für externe Veranstaltungen. Innerhalb des ÖEHV ist sie in diversen administrativen Bereichen tätig und in die Organisation und Umsetzung von Heimspielen der österreichischen Nationalteams eingebunden.

Innerhalb des ÖEHV wurde Florian Mühlstein im Herbst zum neuen Ausbildungs- & Entwicklungsleiter Nachwuchs bestellt. Mit dem 32-Jährigen konnte nicht nur ein ehemaliger Profi und Nationalteamspieler gewonnen werden, sondern eine bereits im Nachwuchs erfahrene Persönlichkeit. Mühlstein war bereits seit April 2019 als Regionalentwicklungsleiter in Kärnten tätig, kennt dadurch die Aufgaben und Zielsetzungen für den Unterbau im österreichischen Eishockey.

Der viermalige österreichische Meister unterstützt die regionalen Entwicklungsleiter in ihrer Tätigkeit, leitet monatliche Sitzungen mit ihnen, ist in Absprache und Koordination mit ÖEHV Sportdirektor Herren Roger Bader für die inhaltliche Umsetzung der A-, B- und C-Trainerlizenz verantwortlich, kümmert sich um die Themenbereiche Recruiting und Talenteerfassungspyramide und entwickelt Konzepte zur Förderung des österreichischen Nachwuchses. Neben dem fungiert Florian Mühlstein auch weiterhin als Head Coach des U16 Nationalteams.

Verlängert wurde im Sommer zudem der Vertrag mit Pressesprecher Markus Riedlmayer und seinem Team, Christoph Vetchy, Georg Deflorian und Florian Kott. Mit 1. Oktober 2021 übernahm der 40-Jährige die Medien-Agenden des Verbandes.

Für 2023 ist man auf sämtlichen Ebenen gerüstet, um das österreichische Eishockey weiter zu reformieren und fit für die Zukunft zu machen.

 

 



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