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Augsburg. (MS) An einem tristen Herbstag gab es für die Augsburger Panther eine weitere empfindliche Heimniederlage. Individuelle Fehler und eine starke Leistung des Gegners...
TJ Forrest versucht Simon Danner (vorne) zu stoppen. - © by Eishockey-Magazin (RS)

TJ Forrest versucht Simon Danner (vorne) zu stoppen. – © by Eishockey-Magazin (RS)

Augsburg. (MS) An einem tristen Herbstag gab es für die Augsburger Panther eine weitere empfindliche Heimniederlage. Individuelle Fehler und eine starke Leistung des Gegners aus Wolfsburg resultierten in verdientes 2:5 (0:3/1:2/1:0) vor 5.098 Zuschauern.

Zwei Treffer innerhalb 7 Sekunden für Wolfsburg

Die Gastgeber servierten den Gästen aus Wolfsburg einen perfekten Start (Strafe nach zu vielen Spielern auf dem Eis). Es dauerte dann gerade mal 15 Sekunden der folgenden Überzahl, bis Furchner aus dem Halbfeld  zur Führung (3. Spielminute) in den Winkel vollstreckte.  Kurz darauf tanzte die Scheibe – erneut von Furchner abgefeuert –  über die Querstange. Glück für die Fuggerstädter – zumindest in dieser Situation. Der Besuch aus der Autostadt ging mit viel Esprit zu Werke und schien damit die Panther, die sich oft nur mühsam befreien konnten, zu überraschen. Connollys erfolgreicher Alleingang (10.) in Unterzahl hätte das Momentum sicher verlagert. Vogl wehrte diesen jedoch genauso ab, wie Baydas Nachschuss. In der Folge entwickelte sich eine kampfbetonte Partie, in der von beiden Teams in Defensive wie Offensive konsequent auf den Körper gespielt wurde. Die Aktionen der Grizzlies wirkten dabei  gefährlicher und sie wurden dann prompt gleich zweifach belohnt. Die Treffer zum 2:0 und 3:0 (16.) fielen innerhalb von unglaublichen sieben (!!) Sekunden. Zunächst war Rosa derjenige, der einen Schuss von Aubin final abfälschte. Ehelechner hatte keine Chance. Kurz darauf bestrafte Ex-Panther Likens einen katastrophalen Fehlpass von Brown, indem er den resultierenden Alleingang eiskalt verwertete. Effizienz, Dein Name ist Wolfsburg.
Um so einen Rückstand noch umzubiegen, muss man dann natürlich die „einfachen“ Tore machen – idealerweise noch im Startdrittel. MacArthur gelang es nicht, er schaufelte im Powerplay den Puck mit der Rückhand über das leere Tor.

Wolfsburg in Unterzahl mit der frühen Entscheidung?

Ein derartiger Spielstand musste natürlich eine Kabinenansprache zu Folge haben. Ob diese ruhig und sachlich oder laut und emotional ablief, ist nicht überliefert. Die Gelegenheiten von Werner (21.) und Zeiler (22.) bewiesen – bei den Männern von Mitchell ist etwas angekommen. Kurz darauf hatte jedoch Ehelechner wieder mehr Beschäftigung als im lieb sein konnte und musste dann selbst in Unterzahl den Puck erneut passieren lassen. Da dieser Gegentreffer eindeutig ihm anzulasten war, Rosas Schlagschuss von der blauen Linie rutschte ihm, bei freier Sicht auf den Schützen, durch, musster er sein Gehäuse wieder mal vorzeitig räumen. Ob dies als Kritik an seiner Leistung bzw. als Zeichen an die Mannschaft zu werten war, ließ Mitchell in der Pressekonferenz offen. Jedenfalls reagierten die Panther wieder zielstrebiger und der bisher meist unauffällige Ciernik hatte heute seinen Killerinstinkt wieder gefunden. In Überzahl zeichnete er sich für den ersten Treffer (29.)  der Gastgeber verantwortlich. Den Gästen gelang es nun immer wieder die Panther in deren Defensivzone zu drängen und Keller mit Schüssen einzudecken. Die aussichtsreichste Gelegenheit hatte jedoch der freistehende Connolly (33.) auf der Gegenseite. Vogl im Tor der Grizzly Adams warauf der Höhe. Keller stand ihm in nichts nach und  gegen Polaczek seinen Mann. Gegen Mayers Schlenzer kurz vor der Pausensirene war sein Abwehrversuch ohne Wirkung.  Resultat: Es ging es mit einem deutlichen Rückstand von 1:5 zur zweiten Kabinenpredigt.

Brian Roloff (links) behauptet den Puck gegen Brett Palin - © by Eishockey-Magazin (RS)

Brian Roloff (links) behauptet den Puck gegen Brett Palin – © by Eishockey-Magazin (RS)

Augsburg zu fahrlässig im Abschluss

Die Panther glaubten natürlich weiterhin an ihre Chance. In Überzahl scheiterten Forrest und Trevelyan (43.) aussichtsreich. Das wäre soooo wichtig gewesen. Spätestens als Breitkreuz bei einem Konter (45.) in Unterzahl und Zeiler mit dem Nachschuss am fast komplett neben dem Tor liegenden Vogl vergab, war die Hoffnung der rund 5.000 anwesenden Unterstützer gegen Null gesunken. Nachdem Roloff in ähnlicher Situation  (47.) scheiterte verließen dann die ersten Fans tatsächlich das Stadion. Sollten sie ihre Entscheidung noch bereuen müssen?  Ciernik wurde nämlich von Bayda wunderschön freigespielt und hatte keine Mühe seinen und somit Augsburgs zweiten Treffer (48.) zu erzielen.  Anschließend tröpfelte das Match vor sich hin, wobei die Gäste durch Milley (Alleingang) durchaus noch hätten erhöhen können.

Statistik

Augsburger Panther –  Grizzly Adams Wolfsburg 2:5 (0:3/1:2/1:0)
Tore: 0:1 (2:28) Furchner (Brocklehurst/Milley) 4-5 PP1; 0:2 (15:39) Rosa (Aubin/Brocklehurst); 0:3 (15:46) Likens; 0:4 (24:13) Rosa (Höhenleitner/Likens) 5:4 SH1, 1:4 (28:33) Ciernik (Connolly/Bayda) 5:4 PP1; 1:5 (39:04) Mayer (Danner/Kohl); 2:5 (47:31) Ciernik (Bayda/Kindl);

Strafen: Augsburg 12  + 10 Connolly –  Wolfsburg 12 + 10 Bassen
Torschüsse: Augsburg 36  –  Wolfsburg 37
Zuschauer: 5.092
Schiedsrichter:  Schimm/Schütz

Aufstellungen:
Augsburger Panther:  Ehelechner (Keller)  – Seifert, Brown; Forrest, Boyle; Reiß, Kindl – Trevelyan, Werner, MacArthur; Bayda, Connolly, Ciernik; Roloff, Zeiler, Breitkreuz; Morrisson, Schäffler;  (es fehlen: Bakos, Tölzer, Draxinger, Uvira)
Grizzly Adams Wolfsburg:  Vogl (Dschunussow) – Brocklehurst, Kohl; Bina, Likens; Wurm, Palin; Keller – Furchner, Haskins, Milley; Polaczek, Fauser, Danner; Bassen, Rosa, Aubin; Mayer, Pohl, Höhenleitner (es fehlen: Moore, Dzieduszycki, Grygiel)

Three Stars:
***  Mayer (Wolfsburg)
**  Vogl (Wolfsburg)
* Ciernik (Augsburg)

 

 

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