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Grefrath. (PM GEG) Die Spielzeit 2021/22 ist inzwischen Geschichte und das Eis im Grefrather EisSport & EventPark längst abgetaut. Es ist Sommerpause beim Team... Grefraths Trainer Joschua Schmitz: „Was war, ist uns mittlerweile egal“

Joschua Schmitz – © D. Krämer / GEG Media

Grefrath. (PM GEG) Die Spielzeit 2021/22 ist inzwischen Geschichte und das Eis im Grefrather EisSport & EventPark längst abgetaut.

Es ist Sommerpause beim Team von der Niers. Das GEG-Media-Team hat sich trotzdem an den neuen Phoenix-Coach Joschua Schmitz gewandt und ihn schon mal ein wenig zu sich, seinen Grefrather Jungs und die bevorstehende Saison befragt:

Am 24. Januar hast du bei der Grefrather EG zunächst als Interims-Coach die Trainingsleitung bis zum Saisonende übernommen. Vor Kurzem wurdest du nun auch für die kommende Saison offiziell als neuer Headcoach der 1. Mannschaft vorgestellt. Herzlichen Glückwunsch dazu.

Was war für dich ausschlaggebend, das Angebot für den Trainerposten anzunehmen und wie fühlt sich das für dich an?

Joschua Schmitz: Erstmal Dankeschön für die Glückwünsche.
Ausschlaggebend den Trainerposten anzunehmen war für mich in erster Linie die nächste sportliche als auch geistige Herausforderung zu suchen. Da war bei mir ist schon ein gewisser Anreiz da, als fast Jüngster in der Kabine diese Rolle zu übernehmen und zu versuchen, jeden einzelnen Spieler weiter zu entwickeln um das volle Potenzial der Mannschaft auszuschöpfen.

Mit 19 Jahren bist du ohne Zweifel einer der jüngsten, wenn nicht der jüngste Übungsleiter im deutschen Senioren-Eishockey. Im Team sind einige Spieler die etwa doppelt so alt sind wie du selbst. Wie gehst du mit dem Altersunterschied um?
Joschua Schmitz: Natürlich ist mir dies bewusst. Allerdings muss ich bei dem Gedanken daran schmunzeln, dass unser Kapitän Andreas Bergmann zum Beispiel wirklich genau doppelt so alt ist wie ich, zwei Kinder hat, voll berufstätig ist und mitten im Leben steht. Ich glaube aber, dass der Altersunterschied von Anfang an keine wirkliche Rolle gespielt hat. Dazu muss ich sagen, dass ich ein sehr kommunikativer und lauter Trainer bin und das sowohl beim Training als auch während des Spiels an der Bande. Ich glaube, einige Spieler die der älteren Generation angehören, waren zunächst über den Coaching-Stil verwundert und mussten sich lange zurück erinnern, wann das letzte Mal so mit ihnen kommuniziert wurde.

Und wie sehen das die Jungs?
Anmerkung der Redaktion: Schmunzelnd gibt der Coach die Frage an Kapitän Andreas Bergmann (40) weiter…
Andreas Bergmann: Die Frage ist nicht so einfach zu beantworten. Grundsätzlich kann man aber sagen, dass das mit dem Altersunterschied gar nicht so schwierig ist. Das Team verfolgt gemeinsame Ziele, die zusammen erreicht werden wollen. Da werden alle Spieler auch gleich behandelt bzw. beim Training gefordert, egal wie alt sie sind. Als junger Trainer musst du mit hoher Professionalität, guter Vorbereitung und mit viel Respekt den Spielern gegenüber auftreten, so wie Joschua es bislang getan hat. Das bedeutet, dass zunächst mehr Arbeit und Fleiß gefordert ist, als dies vielleicht bei einem erfahrenen Trainer der Fall sein würde. Dies spürt das Team und wird dann dem Trainer genau so den nötigen Respekt und die Anerkennung entgegen bringen. Wir haben eine tolle, harmonische Truppe, die von dem Altersunterschied beidseitig profitieren kann. Und wenn das klappt, kann unser Team tolle Leistungen zeigen.
Ich oder wir als ältere Spieler spüren bei Joschua das Feuer, die Leidenschaft und den Willen, was Gutes zu erreichen und das Beste aus jedem Einzelnen heraus zu holen, so dass wir dadurch auch als Team immer besser werden können. Ganz wichtig ist aber auch, sich als Coach mal von Älteren die Meinung einzuholen, wenn dies Sinn macht. Ich bin mir sicher, dass das Team dann auch einem jungen Coach folgt und gut mit der Situation klar kommt.

Die vergangene Saison war aus sportlicher Sicht sicher alles andere als optimal. Wie blickst du auf die vergangene Spielzeit zurück?
Joschua Schmitz: Es war sicherlich keine schöne Spielzeit. Nicht für die Zuschauer und auch nicht für uns. Die Reflexion der vergangenen Saison ist sowohl bei den Spielern als auch bei mir schon lange abgeschlossen. In der kommenden Saison fangen wir wieder bei null an… Was war, ist uns mittlerweile egal.

Was waren aus deiner Sicht die Knackpunkte? Woran hat es gelegen? Was hat der Mannschaft gefehlt?
Joschua Schmitz: Auf die vergangene Saison möchte ich hier nicht näher eingehen. Wir haben da inzwischen einen Haken dran gemacht. Es bringt meiner Meinung nach auch nichts, sich weiter darüber aufzuregen und die gemachten Fehler breitzutreten. Vielmehr wollen wir mit erhobenem Kopf in die Zukunft gucken.

Was sind die Punkte, die du als (neuer) Trainer verändern wirst, damit es sportlich 2022/23 für den Phoenix wieder aufwärts geht?
Joschua Schmitz: Die wichtigsten Punkte bestehen sicherlich dadrin, das Team zu formen, ein bisschen neuen Wind rein zu bringen und was mir besonders wichtig ist, das Spielsystem anzupassen. Wir wollen in Zukunft modernes Eishockey spielen.

Was sind deine Erwartungen an deine Spieler/das Vereinsumfeld/die Fans?
Joschua Schmitz: Die Spieler wissen, welche Erwartungen ich an sie habe. Wir dürfen natürlich nicht vergessen, was für uns die Bedingungen und Voraussetzungen sind. Keiner hier im Team spielt (neben)beruflich Eishockey. Alle Jungs gehen Vollzeit arbeiten, studieren oder sind Schüler. Ich erwarte von den Jungs aber unter ihren bzw. unseren Bedingungen 100 Prozent zu geben und die Bereitschaft, sich in jedem Training verbessern zu wollen. Ich bin dem Vorstand natürlich schon im Voraus unglaublich dankbar für das mir geschenkte Vertrauen. Ich arbeite eng und gut mit dem Vorstands-Team zusammen. Dies erhoffe ich mir auch für die Zukunft, egal was passieren wird. Von den Zuschauern erhoffen wir uns auch wie in der Vergangenheit Unterstützung. Wir konnten zum Ende der letzten Saison einen deutlichen Anstieg der Zuschauerzahlen verbuchen, was uns Spieler als auch die Vereinsführung gefreut hat. Auch in Zukunft erhoffen wir uns solche Zuschauerzahlen, auch wenn es sportlich mal nicht so gut läuft.

Kannst du schon absehen, mit welchen Spielern du in der kommenden Saison rechnen kannst? Gibt es schon fixe Zusagen und wer verlässt das Team?
Joschua Schmitz: Die zwei wichtigsten Personalentscheidungen sind bereits getroffen: Sowohl Marc Wefers als auch Achim Klein werden in der nächsten Saison das Betreuer-Team beim Phoenix bilden. Das ist aber erst der Anfang.

Wie sieht es mit Neuzugängen aus?
Joschua Schmitz: Wir arbeiten daran. Lasst euch überraschen. Mit der Zeit werden Informationen dazu kommen.

Neben deinem Posten an der Bande der 1. Mannschaft bist du ebenfalls noch im Junioren-Team als Verteidiger auf dem Eis aktiv. Welche Rolle spielt für dich als Trainer der Nachwuchsbereich?
Joschua Schmitz: Ich selber bin auch Trainer der U15-Mannschaft der GEG, deswegen ist mir der Nachwuchsbereich unglaublich wichtig. Der Nachwuchs ist die Zukunft jeder Senioren-Mannschaft, egal in welcher Liga. Wie auch schon bei den von mir gecoachten Spielen werden Nachwuchsspieler bei mir ihre Eiszeit bekommen und ich werde auch in wichtigen Positionen und Situationen auf Nachwuchsspieler setzen.

Wie sind eure Pläne für den Sommer und wann startet ihr mit den Saisonvorbereitungen für 2022/23?
Joschua Schmitz: Nach unserem letzen Saisonspiel Ende Februar haben wir noch bis Mitte März auf dem Eis trainiert. Am 16. Mai starten wir mit dem ersten gemeinsamen Training, indem wir am Anfang erstmal die Fitness der Spieler feststellen und gucken, wie fit die Jungs sich über die kleine Sommerpause gehalten haben. Dann bauen wir weiter auf.

Danke Joschua. Dir Gutes Gelingen als Phoenix-Coach und den Jungs eine gute Saisonvorbereitung.
Joschua Schmitz: Besten Dank.

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