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Grefrath. (PM GEG) Spannung, Leidenschaft, Emotionen und Dramatik – das ist es, was beim Eishockey besonders die Derbys und Playoff-Spiele ausmacht. Reichlich davon gab... Grefrath Phoenix unterliegt nach Overtime vor Rekord-Kulisse

© GEG Media/PR

Grefrath. (PM GEG) Spannung, Leidenschaft, Emotionen und Dramatik – das ist es, was beim Eishockey besonders die Derbys und Playoff-Spiele ausmacht.

Reichlich davon gab es am Freitagabend zur ersten Halbfinal-Begegnung zwischen dem Grefrath Phoenix und dem GSC Moers Black Tigers. Am Ende einer spannenden und hochdramatischen Begegnung unterlagen die Blau-Gelben cleveren und effektiven Gästen vor einer Rekord-Kulisse im Grefrather EisSport & EventPark mit 2:3 in der Overtime. Damit liegt die GEG in der Best-of-three-Serie mit 0-1 zurück und muss am Sonntagabend unbedingt in Moers gewinnen, um ein entscheidendes drittes Spiel auf heimischem Eis zu erzwingen.

1283 Eishockeyfans waren am Freitagabend in den Grefrather EisSport & EventPark gekommen um das Playoff-Derby der beiden niederrheinischen Dauer-Rivalen mitzuerleben. Die enorme Zuschauerzahl stellte nicht nur den Saison- und Vereinsrekord dar, sondern bedeutete zudem auch die in dieser Saison bundesweit größte Zuschauerkulisse bei einem Landesliga-Spiel. Auch hatten sich knapp 100 Zuschauer aus Moers auf den Weg an die Niers gemacht. Entsprechend knisternd war die Derby-Atmosphäre.

Von Beginn an entwickelte sich eine sehr umkämpfte und körperbetonte Begegnung in der sich der Phoenix schwer tat, sein schnelles und sonst so effektives Angriffsspiel aufzuziehen. Zwar gelang es den Blau-Gelben sich im ersten Drittel die Mehrzahl an Chancen zu erspielen, die gefährlicheren Möglichkeiten hatten jedoch die Gäste, die meist aus einer kompakten Defensive heraus auf den günstigen Umschaltmoment lauerten. Einen solchen fanden sie in der 5. Minute, als GSC-Verteidiger Philipp Hoth mit einem wahren Sonntagsschuss exakt in den Winkel Mathis Kaiser im Phoenix-Tor keine Chance ließ. Grefrath „arbeitete“ sich in die Begegnung, lief dem 0:1-Rückstand aber noch bis zur 16. Minute hinterher. Schließlich war es Marlon Alves de Lima, der eine unübersichtliche Situation vor dem Moerser Tor zu nutzen wusste und die Scheibe irgendwie über die Torlinie beförderte. Die Gäste reklamierten auf Schlittschuh-Tor, mussten letztendlich aber die Schiedsrichterentscheidung zum viel umjubelten 1:1-Ausgleich akzeptieren (16.). Mit der Pausensirene gerieten auf Grefrather Seite Michal Cychowski und Dorian Kielbasa mit den Moersern Sören Lindackers und dem etwas übermotiviert auftretenden Philipp Hoth aneinander, so dass beide Grefrather sowie Lindackers vom Schiedsrichtergespann mit jeweils 2 Minuten, Hoth mit 2 plus 2 Minuten belegt wurden. Es waren die ersten Strafen in einem bis dahin ruppig, jedoch keineswegs unfair geführtem Derby.

Die Überzahl zu Beginn des zweiten Drittels brachte der GEG nichts ein. Stattdessen klingelte es wenig später erneut im eigenen Kasten, nachdem die Black Tigers einen Grefrather Fehlpass vor dem eigenen Tor abfangen konnten und umgehend durch Sebastian Pfeifer zum 1:2 verwandeln konnten (23.). Wieder hatte Mathis Kaiser keine Chance zu parieren.
Der erneute Rückstand hinterließ Spuren, denn das junge Team von der Niers wirkte in der Folge beeindruckt und verunsichert. Zwar suchte der Phoenix weiter den Vorwärtsgang, agierte dabei aber oft zu umständlich und überhastet im Abschluss. Die Moerser verstanden es gleichermaßen, den Phoenix nicht zur Entfaltung kommen zu lassen, auch indem sie hartnäckig mit grenzwertigem Körpereinsatz dagegen hielten. Die Grenze des Erlaubten war schließlich deutlich überschritten, als abermals Philipp Hoth Brian Westerkamp per gefährlichen Ellbogencheck in die Bande fuhr und dieser zunächst benommen auf dem Eis liegen blieb (36.). Der Unmut des Grefrather Publikums kochte nun regelrecht hoch, auch weil das Schiedsrichter-Trio die Situation offenbar nicht genau gesehen und untereinander mehrminütigen Beratungsbedarf hatte. Mit 5 Minuten plus Spieldauer war für den uneinsichtigen Hoth schließlich das Spiel beendet und die aufgebrachte Stimmung im Grefrather Eis-Oval auf dem vorläufigen Siedepunkt.

Nun schien das Momentum auf Grefrather Seite, doch auch die fünfminütige Überzahlsituation brachte dem Team von der Niers nicht die nötige Sicherheit, erst recht nicht den erhofften Ausgleichstreffer.

So ruhten die Hoffnungen auf dem Schlussabschnitt, aber auch hier fand der Phoenix lange Zeit kein Mittel gegen die clever verteidigenden und stets gefährlich auf Konter lauernden Grafschafter. Mit fortlaufender Zeit war das Team von Joschua Schmitz gezwungen, mehr Risiko einzugehen, doch was auch immer seine Jungs versuchten, es schien einfach nicht zu gelingen. Tilo Schwitteks Schlenzer an die Latte (53.) sowie die Versuche von Dorian Kielbasa (56.) und unmittelbar darauf Kapitän Andreas Bergmann (56.) auf das von Philipp Nikolic gehütete Moerser Tor waren noch die vielversprechendsten der zahlreichen Grefrather Möglichkeiten.

Auch wenn es ganz offensichtlich nicht der beste Grefrather Abend war, der Phoenix zeigte Moral und glaubte mit dem lautstarken Publikum im Rücken weiter an den Ausgleich. Joschua Schmitz nahm eine Auszeit, setzte alles auf eine Karte und nahm zwei Minuten vor dem Ende Mathis Kaiser zugunsten eines sechsten Feldspielers vom Eis.

Und tatsächlich sollten die gut 1200 Phoenix-Anhänger noch einmal jubeln. Auf Zuspiel von Max Parschill und Benedikt Pricken fand Justin Scholz schließlich doch noch die Lücke und brachte mit seinem Ausgleich 55 Sekunden vor dem Ende die Halle zum toben. Was für ein Playoff-Drama auf dem Eis und was für ein Wechselbad der Gefühle auf den gut gefüllten Rängen.

So ging es bei 3 gegen 3 Feldspieler in die fünfminütige Overtime. Waren jetzt die Hoffnungen auf den ersten Halbfinal-Sieg groß, so fanden diese nach 32 gespielten Sekunden ein jähes Ende. Marc Schaub traf zum 2:3 für die Gäste und den Phoenix ins Mark. Wenngleich etwas glücklich aber nicht unverdient können die Black Tigers in der Halbfinal-Serie mit 0-1 vorlegen. „Do or die“ – Der Phoenix benötigt also unbedingt einen Sieg im zweiten Aufeinandertreffen am heutigen Sonntag, 18.02. (18:00 Uhr) in der ENNI.Eiswelt Moers. Gelingt dieser, kommt es am kommenden Freitag, 23.02. um 20:00 Uhr zu einem dritten und alles entscheidenden Spiel im Grefrather EisSport & EventPark. Gelingt dieser nicht, geht es bereits ins vorzeitige Saisonende, aber damit mag sich an der Niers heute niemand beschäftigen. Vielmehr hoffen die Blau-Gelben auch für das heutige Spiel in Moers auf die lautstarke Unterstützung ihrer Fans. Dann scheint auch jetzt noch alles möglich.

Das Halbfinale – Spiel 1:
Grefrath Phoenix vs. GSC Moers Black Tigers 2:3 n.OT (1:1,0:1,1:0,0:1)
Die Tore:
0:1 (5.) Hoth (Cremer/Robens)
1:1 (16.) Alves de Lima (Cychowski/Bronischewski)
1:2 (23.) S. Pfeifer (T. Pfeifer/Fischer)
2:2 (60.) Scholz (Parschill/Pricken)
2:3 (61.) Schaub (Theuerkauf/Ehrich)
Strafminuten:
Grefrath 10 – Moers 8+5+20 (Hoth)
Zuschauer: 1283





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