Erding. (PM Gladiators) Die Erding Gladiators haben aus den beiden Partien gegen die Stuttgart Rebels und bei den Lindau Islanders lediglich einen Punkt mitgenommen – und erneut zeigte sich deutlich, warum: Trotz ordentlicher Leistungen und teils klarer Spielüberlegenheit fehlte es an der nötigen Effektivität vor dem gegnerischen Tor.
Chancen waren reichlich vorhanden, die Ausbeute jedoch weiterhin zu gering, um sich in der Oberliga Süd regelmäßig zu belohnen.
5:6 nach Overtime gegen Stuttgart
Beim Heimspiel gegen die Stuttgart Rebels bekamen die 931 Zuschauer in der Stadtwerke Erding Arena ein äußerst unterhaltsames Eishockeyspiel zu sehen. Die Gladiators erspielten sich über 60 Minuten ein deutliches Chancenplus und feuerten insgesamt 57 Schüsse ab – mehr als doppelt so viele wie die Gäste.
Nach dem 1:1-Ausgleich durch Cheyne Matheson regnete es zudem hunderte Stofftiere aufs Eis – der Teddy Bear Toss zugunsten des AWO Kinderhauses Zum Sonnenschein sorgte für einen emotionalen Moment.
Sportlich jedoch blieb es wie so oft in dieser Saison: Erding war spielerisch überlegen, vergab aber reihenweise beste Möglichkeiten, darunter mehrere Alleingänge und völlig freie Abschlüsse. Stuttgart zeigte dagegen maximale Effizienz und nutzte nahezu jede gefährliche Szene.
Obwohl die Gladiators durch Treffer von Matheson, Hobbs, Forster und Ostwald immer wieder zurück ins Spiel fanden und sich in der Schlussphase sogar in die Overtime retteten, setzte sich am Ende die Kaltschnäuzigkeit der Rebels durch. Pronin entschied das Spiel in der 64. Minute und besiegelte eine schmerzhafte 5:6-Niederlage aus Erdinger Sicht.
1:4 in Lindau
Auch zwei Tage später am Bodensee bot sich ein ähnliches Bild: Die Gladiators starteten stark, hätten bereits in der ersten Minute durch Pascal Steck in Führung gehen können und erspielten sich im ersten Drittel mehrere Großchancen. Doch wieder blieb die Belohnung aus.
Lindau zeigte sich im Abschluss gnadenlos und traf noch vor der ersten Pause doppelt. Im zweiten Drittel dominierte Erding über weite Strecken, verkürzte durch Marc Schmidpeter auf 1:2 und drückte vehement auf den Ausgleich. Doch wie schon am Freitag scheiterte die Quinlan-Truppe immer wieder am eigenen Abschluss – oder an einem starken Filimonov im Islanders-Tor.
Der entscheidende Rückschlag folgte 41 Sekunden nach Beginn des Schlussdrittels, als Eetu Elo einen Alleingang zum 3:1 verwertete. Danach verwalteten die Islanders die Partie routiniert und machten mit dem 4:1 alles klar. Trotz 36 Torschüssen reichte es für die Gladiators erneut nicht zu Punkten.
In beiden Spielen war Erding keineswegs das schlechtere Team. Einsatz, Spielstruktur und Laufbereitschaft stimmen – einzig die Chancenverwertung bleibt eine eklatante Schwachstelle und verhindert derzeit bessere Ergebnisse.
! NEU ! Immer mehr Nutzerinnen und Nutzer haben den WhatsApp-Kanal von Eishockey-Magazin.de abonniert. Melde dich jetzt an und erhalte regelmäßig aktuelle Nachrichten!


Leave a comment