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Ratingen. (MR) Zum ersten Saisonspiel reisten die Duisburger Füchse nach Ratingen zu den Ice Aliens und brachten – anders als in den beiden Vorjahren...

Duisburgs Keussen und Ratingens Migas geraten hier aneinander – © by Eishockey-Magazin (DR)

Ratingen. (MR) Zum ersten Saisonspiel reisten die Duisburger Füchse nach Ratingen zu den Ice Aliens und brachten – anders als in den beiden Vorjahren – letztlich ungefährdet die volle Punktzahl mit zurück. Vor großer eigener Fankulisse (etwa die Hälfte der 700 Zuschauer waren Gästefans) kam der Fuchs gegen das junge Low-Cost-Team der Außerirdischen schwer in Tritt, und die Gastgeber konnten zu Spielbeginn ein paar Schüsse auf Duisburgs Goalie Renkewitz abgeben (Gries, Höveler, Musga). Auch die Strafzeit gegen Ratingens Gries zur Drittelmitte brachte dem Fuchs keine nennenswerte Chance, einzig Strodel prüfte die Beinschienen von Goalie Jakob. Dass Favorit Duisburg die beste Szene erst in der 15. Spielminute hatte (Schmölz legte wunderbar auf Riefers zurück, der an der hervorschnellenden Fanghand scheiterte), ist hier schon bezeichnend. Für Aufregung und Getümmel auf dem Eis sorgte ein unsauberer Check von Klingsporn an Ratingens Routinier Benjamin Musga, der mit verdrehtem Knie vom Eis gebracht werden musste; auch für Klingsporn war das Spiel vorzeitig beendet.

Im mittleren Abschnitt konnten die Gastgeber aus der noch andauernden Strafe nichts Zählbares verwerten, außer einem Gewaltschuss von Priebsch gab es nichts auf dieser Seite zu vermelden, im Gegenteil, Duisburg wurde mit einem Mann weniger auf dem Eis stärker, doch Strodel, Schmölz und Palka scheiterten. Man tastete sich weiter heran an das Erfolgserlebnis, in der 25. Minute heizten die Aliens mit Marvin Wintgen, Gries und Höveler Gästegoalie Renkewitz ein, auch Priebsch´s Gewaltschüsse sollte man nicht vergessen. Auf der anderen Seite scheiterte immer wieder Palka, der zwar schöne Szenen hatte, sich oftmals gut durchtankte, die Scheibe aber heute einfach nicht über die Linie bekam. Die erste Spielhälfte war bereits vorüber, als sich endlich etwas auf der Anzeigetafel änderte. Fischbuchs Schuss wurde geblockt, der junge Pfohl schnappte sich den Abpraller, zog um den Goalie und schob zu seinem ersten Oberliga-Tor ein (30.). Nach einer sehenswerten Boxeinlage durften die Kontrahenten Migas und Keussen für moderate 2+2+10 auf die Strafbank, d.h. Keussen musste „sich säubern“ gehen und kam erst nach der Pause im Ersatzjersey zurück. Während einer weiteren Strafe gegen die Gäste hatte Marvin Wintgen die große Chance auf den Ausgleich, prüfte jedoch nur das Metall – wenn der Treffer gesessen hätte, wer weiß, welche Energien das bei den Aliens hätte freisetzen können…

Manuel Strodel bejubelt seinen Treffer zum 0:3 – © by Eishockey-Magazin (DR)

Hatte aber nicht. Und so kamen die Montanstädter, die durchgehend mit 4 Reihen agieren konnten, frischer aus der Pause als die Aliens, denen bei 3 Reihen jetzt doch bald die Puste ausging. Und nachdem Pfohl mit viel Übersicht Oprée eingesetzt hatte, bedankte sich dieser mit dem erlösenden 2:0 für die Füchse. Jetzt war der Knoten geplatzt, und innerhalb der nächsten knapp drei Minuten erhöhten Strodel, Lewis und Fischbuch auf 5:0. Da hatte auch eine schnell einberufene kleine Konferenz auf der Ratinger Bank nichts geholfen. Es waren ein paar Leichtfertigkeiten von Nöten, dass Ratingen in Scheibenbesitz kam. Schüsse auf Renkewitz resultierten meist nur noch aus Einzelaktionen. Doch er blieb wach und Herr der Lage. Das Spiel ging bereits in die Schlussphase, Palka konnte noch immer keinen Treffer verbuchen (das sollte heute auch nichts mehr werden), da waren nochmals Lewis und Oprée erfolgreich. Und auch die letzten Minuten verstrichen, ohne dass Renkewitz hinter sich greifen musste, nicht einmal der Ehrentreffer sollte für Ratingen drin sein.

Am Ende lässt sich feststellen – in Ratingen stimmt die kämpferische Einstellung, doch bereits der Ausfall von Musga nach 19 Minuten fiel schwer ins Gewicht, und mit drei Reihen ist man einem hohen Tempo nicht gewachsen. Auch in Duisburg war längst nicht alles Licht, wie es das Endergebnis vermuten lässt. Doch wer nach einem zähen Beginn in der zweiten Spielhälfte 7 Tore schießt, ist auf jeden Fall auf dem rechten Weg, was auch die Momentaufnahme in der Tabelle zeigt, wo für Duisburg der 2. Platz angezeigt wird!

Das Spiel Ratinger Ice Aliens’97 – EV Duisburg 0:7 (0:0 / 0:1 / 0:6)

Tore: 0:1 (29:21) Pfohl (Neugebauer, Oprée); 0:2 (43:29) Oprée (Pfohl, Neugebauer); 0:3 (44:09) Strodel (Schmölz, Riefers); 0:4 (45:45) Lewis (Markus Schmidt, Riefers); 0:5 (46:10) De. Fischbuch (Hrstka, Oprée); 0:6 (56:17) Lewis (Mebus, Hrstka); 0:7 (57:26) Oprée (Palka)

Strafen: Aliens – 10 + Diszi Gries + Diszi Migas; Füchse – 13 + Diszi Keussen + Spieldauer Klingsporn

Schiedsrichter: Schelewski

Zuschauer: 701

Es spielten:

Ratingen – Bastian Jakob (Rene Dömges) – Jan Philipp Priebsch, Simon Migas; Andre Aichele, Dustin Schumacher; Frederik Dültgen, Matthias Hornig; Gabriel Hildebrandt – Thorsten Gries, Marc Höveler, Benjamin Musga; Pascal Behlau, Marvin Wintgen, Max Bleyer; Steffen Wintgen, Jonas Matzken, Maurice Musga; Andre Ehlert

Duisburg – Etienne Renkewitz (Felix Bick) – Oliver Mebus, Markus Schmidt; Nico Oprée, Michael Hrstka; Joel Keussen, Patrik Gogulla; Eric Stephan – Philip Riefers, Manuel Strodel, Daniel Schmölz; Fabio Pfohl, Dennis Fischbuch, Jari Neugebauer; Joe Lewis, Dennis Palka, Stephan Fröhlich; Maik Klingsporn, Marius Schmidt, Denis Fominych; Daniel Fischbuch (ohne Eiseinsatz)

Best Players:

Jan Philipp Priebsch / Aliens

Fabio Pfohl / Füchse

 

 

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