Frankfurt. (MK) Am 49. DEL-Spieltag haben die Löwen Frankfurt ihr Heimspiel gegen den Tabellennachbarn Iserlohn Roosters mit 4:5 nach Verlängerung verloren.
Frankfurt konnte im Vergleich zum Punktgewinn am Mittwoch in Mannheim wieder nominell vier Reihen aufbieten. Iserlohn ging fast unverändert ins Spiel. Lediglich Hane rückte für Jenike zwischen die Pfosten.
Schweiger und Pfaffengut netzen eiskalt für die Löwen ein
Die ersten Strafen im Spiel gegen Frankfurts Fabio Kose nach 66 Sekunden und gegen Iserlohns Lassen (6.) ließen beide Teams liegen.
Nach dem Powerbreak hatte Boland (11.) die Doppelchance zur Gästeführung, scheiterte aber an Pantkowski. Ein Iserlohner Wechselfehler und die daraus resultierende Bankstrafe brachte Frankfurt erneut in Überzahl. Bei einem Konter legte Brace quer zu Schweiger, der eiskalt zum 1:0 vollstreckte. Hane im Iserlohner Tor war chancenlos. Während der nächsten Strafe gegen Löwe Pasanen verlor Iserlohns Wood im Powerplay die Scheibe an der bauen Linie. Pfaffengut zog davon und versenkte den Puck zum 2:0 für die Löwen. Cornel (17.) verpasste für die Gäste noch vor der Pause den Anschlusstreffer. Frankfurt präsentierte sich im Anfangsdrittel eiskalt im Ausnutzen der Torchancen. Iserlohn durchaus mit etwas mehr Spielanteilen, aber auch zu vielen individuellen Fehlern.
Vier Iserlohner Tore binnen fünf Minuten
Im zweiten Drittel meldeten die Iserlohner sich zurück im Spiel. Salsten (22.) scheiterte noch vor Pantkowski. Besser machten es dann Fischbuch und Neumann. Iserlohns Kapitän Fischbuch stocherte vor Pantkowski und Neumann drückte den Puck zum 2:1 Anschlusstreffer über die Linie. Nur 62 Sekunden später nahm Cornel von außen mal Maß und Pantkowski ließ die kleine Hartgummischeibe zum 2:2 passieren. Und es kam noch besser für die Gäste aus dem Sauerland. Zweieinhalb Minuten nach dem Ausgleich erhöhte Boland mit einem Schuss durch die Beine von Pantkowski zum 2:3. Löwen-Coach Pokel nahm seine Auszeit, um sein Team zu beruhigen und nachzujustieren. Wiederum nur 88 Sekunden später blieb ein Schuss von Ugbekile vor Pantkowski hängen. Neumann reagierte unter Begleitschutz am schnellsten und schob die Scheibe klug an Pantkowski vorbei zum 2:4 in den Löwenkäfig. Die Hessen gaben mit Matushkins Schuss (35.) auch in der Offensive endlich mal wieder ein Lebenszeichen von sich, aber Hane war noch dran und so klatschte der Puck ans Torgestänge. Treffsicherer war dann Schweiger (37.) mit seinem zweiten Treffer des Abends zum 3:4 für die Löwen. Pause!
Löwen kommen zurück und gleichen durch Wilkie aus
Im Schlussdrittel kamen die Löwen etwas druckvoller aus der Kabine. Iserlohns erste gute Chance verpasste Jentzsch (46.) aus spitzem Winkel. Ugbekiles Strafe (49.) brachte die Löwen wieder in Überzahl. Brace und Pfaffengut hatten hier die besten Löwen-Chancen, aber Hane hielt seinen Kasten sauber. Lobach (54.) vergab die nächste gute Chance aus der halbrechten Position. Einen unpräzisen Aufbaupasse der Roosters fingen die Löwen in der 55. Minute ab und am Ende war es Wilkie, der vor Hane zum 4:4 Ausgleich traf. Nach unterhaltsamen sechzig Minuten blieb das Remis bestehen, womit es in die Overtime ging.
Schnelle Entscheidung in der Overtime
In der Verlängerung war dann Kurzarbeit angesagt. 13 Sekunden nach Spieleröffnung vollendeten die Roosters einen Konter über Boland dessen Querpass Thomas zum 4:5 einnetzte. Zwei Punkte gehen somit mit ins Sauerland.
Tabelle
In der Tabelle haben die Roosters nun sechs Punkte Vorsprung als Zwölfter vor Frankfurt. Der Abstand zum Playoff-Platz zehn beträgt sieben Punkte. Rechnerisch ist also noch immer eine Teilnahme an der lukrativen Endrunde möglich.
Ausblick
Am Sonntag steht für beide Teams der 50. Spieltag auf dem Programm. Iserlohn empfängt ab 14 Uhr vor bereits ausverkauftem Haus die Fischtown Pinguins aus Bremerhaven. Frankfurt ist in München zu Gast.
Alle Tore zum Spiel
Löwen Frankfurt – Iserlohn Roosters
Tore: 1:0 (12:30) Schweiger (Brace) 5-4PP, 2:0 (14:36) Pfaffengut 4-5SHG, 2:1 (23:09) Erkamps (Fischbuch), 2:2 (24:11) Cornel (Wood), 2:3 (26:41) Boland (Norell), 2:4 (28:09) Neumann, 3:4 (36:20) Schweiger (Brace), 4:4 (54:49) Wilkie,
Strafen: 4 – 6
Schüsse aufs Tor: 18 – 25
Schüsse insgesamt: 34 – 42
Schiedsrichter: Zsombor, Gofman (Priebsch, Kontny)
Zuschauer: 6.990
Frankfurt: Pantkowski – Matushkin, Wirt; F. Kose, Joyaux; Pasanen, McKiernan – Schweiger, Rowney, Wilkie; Dunham, Fröberg, Uba; T. Kose, Pfaffengut, Brace; Bidoul, Burns, Lobach
Iserlohn: Hane – Ugbekile, Norell; Niehus, Erkamps; Lassen, Wood; Huß – Törnqvist, Cornel, Fischbuch; Napravnik, Salsten, Jentzsch; Borzecki, Boland, Thomas; Geiger, Neumann, Radionovs
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