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Salzburg. (PM EC RBS) Der EC Red Bull Salzburg gewann das siebente und entscheidende Playoff-Halbfinalspiel der win2day ICE Hockey League gegen den HCB Südtirol... Finale! Red Bulls gewinnen dramatisches siebtes Spiel gegen Bozen in Overtime

© GEPA pictures/ Gintare Karpaviciute

Salzburg. (PM EC RBS) Der EC Red Bull Salzburg gewann das siebente und entscheidende Playoff-Halbfinalspiel der win2day ICE Hockey League gegen den HCB Südtirol Alperia in der ausverkauften Salzburger Eisarena mit 3:2 nach Verlängerung und steht damit wieder im Finale.

Nach einer 1:0-Führung gerieten die Red Bulls in einen 1:2-Rückstand, glichen die Partie im Schlussdrittel wieder aus und setzten sich schließlich in der Overtime durch, wo Nicolai Meyer den entscheidenden Treffer erzielte. Die Red Bulls haben sich mit dem Finaleinzug auch wieder für die Champions Hockey League 2024/25 qualifiziert. Die Finalserie gegen den EC-KAC beginnt am Freitag in Klagenfurt.

Spielverlauf
Nach einer kurzen Findungsphase mit noch unproduktivem Hin und Her kam es in der 4. Minute erstmals vorm Gästetor von Sam Harvey zu einem kurzen Gestocher. Die Red Bulls übernahmen dann immer mehr die Initiative in der Offensive, die Schüsse wurden gefährlicher. In Abständen kamen auch die Gäste gefährlich vors Tor von Atte Tolvanen, aber die Red Bulls erzeugten zunehmend Stress in der Bozener Verteidigungszone. Die Südtiroler verteidigten dennoch gut und ließen auch bei viel Verkehr vorm Tor nur selten echte Chancen zu. Zum Ende des Drittels ging es wieder auf und ab, Atte Tolvanen musste nun bei einigen dieser ansatzlosen italienischen Schüsse höllisch aufpassen. In der 18. Minute setzte Nicolai Meyer die Scheibe nach Querpass von Ryan Murphy noch an die Stange, aber 14 Sekunden vor der Pausensirene zog Lucas Thaler aus dem halbhohen Slot ab und netzte zur verdienten Salzburger Führung ein.

Die Red Bulls starteten druckvoll ins zweite Drittel und spielten früh eine fünfminütige Überzahl nach Spieldauerstrafe gegen Bozens Mike Halmo, konnten aber trotz einiger guter Möglichkeiten nicht anschreiben. Salzburg machte weiter mehr fürs Spiel, hatte Chancen mit Florian Baltram allein im halbhohen Slot (30.) und Nicolai Meyer per Direktabnahme vorm Tor (33.). Die Gäste setzten weiter höchst gefährliche Nadelstiche, etwa mit Brad McClure aus dem Slot (31.). Und dann trafen sie glatt zum Ausgleich, die Scheibe sprang von hinterm Tor direkt zu Christiano Digiacinto, der frei einschoss (34.). Die Schlussphase war dann ein offener Schlagabtausch, in dem beide Teams im Wechsel mit Chancen ohne Rücksicht auf Verluste nach vorn spielten. Nach 40 Minuten blieb es beim 1:1.

Im Schlussdrittel gingen anfangs die Gäste in die Offensive, die Red Bulls brauchten zwei, drei Minuten, wieder in den Angriffsmodus zu schalten. Nach einem etwas hektischen Powerplay (ab 44.) verteidigten auch die Red Bulls einmal in Unterzahl. Weiter ging es auf und ab, längst wurde mit offenem Visier gespielt, vor beiden Toren kam es im Wechsel zu brenzligen Situationen. Und dann legten die Gäste vor, Luca Frigo traf aus spitzem Winkel unter die Querstange zur 2:1-Führung (52.). Die Red Bulls hatten die Antwort. Troy Bourke verwertete am linken Pfosten den Pass von Tyler Lewington (54.) zum Ausgleich. Ab diesem Moment gehörte die Offensive klar den Salzburgern, die die Entscheidung suchten und fast durchgängig im Angriffsdrittel spielten. Es blieb aber nach 60 Minuten beim 2:2 und damit ging es erstmals in dieser Serie in die Overtime.

Die sollte aber nur 1:59 Minute dauern, da hämmerte Nicolai Meyer die Scheibe aus Halbdistanz in Richtung Tor, wo sie noch von einem Bozener Spieler abgefälscht wurde und hinter Sam Harvey einschlug; der Däne hatte auch letzte Saison in Bozen im siebenten Spiel das entscheidende Tor zum Salzburger Meistertitel geschossen. Die Red Bulls gewannen damit die hochspannende Partie in der Verlängerung mit 3:2 und qualifizierten sich für die Finalserie gegen Klagenfurt.

Statement Nicolai Meyer „Das war eine harte Serie. Alle haben wieder ihren Beitrag zum Sieg als Mannschaft geleistet. Wir haben heute unser Spiel gespielt, haben uns smart mit der Scheibe bewegt und waren das bessere Team. Somit war der Sieg auch verdient.“

win2day ICE Hockey League | Playoff-Halbfinale | 7. Spiel
EC Red Bull Salzburg – HCB Südtirol Alperia 3:2 (1:0, 0:1, 1:1) OT

Tore:
1:0 | 19:46 | Lucas Thaler
1:1 | 33:43 | Christiano Digiacinto
1:2 | 51:42 | Luca Frigo
2:2 | 53:05 | Troy Bourke
3:2 | 61:59 | Nicolai Meyer

Zuschauer: 3.400

Davis Vandane (Bozen), Drake Ko Rymscha (EC RBS) and Sam Harvey (Bozen). – © GEPA pictures/ Gintare Karpaviciute


Salzburg folgt KAC ins Finale – Bozen mit 3:2 nach Verlängerung besiegt

Bozen. (PM HCB) Im heutigen alles entscheidenden Halbfinalspiel 7 zwischen dem EC Red Bull Salzburg und HCB Südtirol Alperia in der Eisarena von Salzburg reichten spannende sechzig Minuten nicht, um einen Sieger zu ermitteln.

Nach je einem Treffer nach vierzig Minuten brachte Frigo Bozen sieben Minuten vor Spielende erstmals in Führung, eine Minute später brachte Bourke Salzburg wieder ins Spiel zurück. In der Verlängerung dauerte es gerade einmal zwei Minuten, bis Nicolai Meyer, immer wieder er, Red Bull ins Finale schoss.

Das Match. Coach Glen Hanlon konnte heute wieder auf Scott Valentine zurückgreifen, für ihn machte Söderberg als überzähliger Ausländer Platz.

Salzburg diktierte für fünfzehn Minuten das Geschehen auf dem Eis, ohne sich jedoch zwingende Torchancen zu erspielen. Paul Huber, Lewington, Bourke und Wukovits beschäftigten den Bozner Torhüter, ohne ihn jedoch ernsthaft zu fordern, das erste Powerplay der Red Bull wurde von den weißroten Special Teams ohne Probleme neutralisiert. Im Anschluss zeigten sich die Foxes erstmals im Salzburger Drittel: Mantenuto zielte aus guter Position daneben, Tolvanen schnappte sich einen Alberga Schuss und McClure scheiterte mit einem Wraparound. Zwei Minuten vor der ersten Pause waren die Talferstädter im Glück, da Murphy bei einem Konter nur die Stange traf. Es war das Vorzeichen zum Salzburger Führungstreffer: Ausgangspunkt war ein leichtsinniger Scheibenverlust im eigenen Drittel von Valentine an Baltram, dieser legte für Thaler auf, der im hohen Slot Maß nahm und die Scheibe in die hohe Ecke beförderte.

Gleich zu Beginn des zweiten Abschnittes brannten Halmo die Sicherungen durch: er streckte Genoway mit einem unnötigen Check hin, die Folge waren 5+ 20 Strafminuten. Seine Mannschaftskollegen überstanden die fünfminütige Unterzahl dank eines überragenden Penalty Killing und ließen nur einen Schuss von Raffl zu. Nach einem Konter von Frigo und einem scharfen Blueliner von Di Perna, hatte Salzburg durch Paul Huber (allein vor Harvey), Bourke (Direktabnahme), Baltram (nach weißrotem Turnover) und Meyer (nach Teves Ausrutscher) mehrere gute Chancen auf die Doppelführung. Fünf Minuten vor der zweiten Drittelpause scheiterte Gazley noch an Tolvanen, dann prallte ein Di Perna Weitschuss von der Bande zurück, DiGiacinto reagierte am schnellsten und staubte ab. Bozen versuchte das Momentum zu nutzen, Thomas knallte die Scheibe allein vor Tolvanen am Salzburger Tor vorbei.

Fulminanter Bozner Start im Schlussdrittel mit McClure und DiGiacinto , die den Führungstreffer auf dem Schläger hatten. Nach vier Minuten tankte sich Murphy bis zu Harvey durch und wurde durch ein Foul gestoppt, auch die folgende Überzahl überstanden die Weißroten schadlos. Auch Bozen konnte seinerseits im Powerplay keinen Zähler verbuchen, allerdings brachte DiGiacinto die Scheibe nicht im leeren Tor unter. Nach zwölf Minuten brachte eine schnelle Kombination zwischen Miceli, Mantenuto und Frigo, letzterer lupfte die Scheibe elegant in die Kreuzecke, die erstmalige Bozner Führung. Salzburg konterte nach knapp einer Minute, Bourke lenkte einen Blueliner von Lewington aus kürzester Distanz in die Maschen. Salzburg wollte das Match unbedingt noch innerhalb der regulären Spielzeit entscheiden, hatte aber nicht die Rechnung mit Sam Harvey gemacht, der gegen Murphy zuerst und dann gegen Raffl siegreich blieb.

So ging diese Serie erstmals in die Verlängerung, wo zuerst Raffl von Harvey geblockt wurde, im Gegenzug scheiterte DiGiacinto am Salzburger Goalie. Nach zwei Minuten der Verlängerung schnappte sich Meyer nach einem Fehler der weißroten Defensive die Scheibe und schoss Salzburg ins Finale und Bozen in den Urlaub. Allerdings hinterließ dieser Treffer einen bitteren Nachgeschmack, denn ihm war ein nichtgepfiffenes Icing vorangegangen.

EC Red Bull Salzburg – HCB Südtirol Alperia 3:2 OT (1:0 – 0:1 – 1:1 – 1:0) – Serie: 4-3
Die Tore: 19:46 Lucas Thaler (1:0) – 33:43 Cristiano DiGiacinto (1:1) – 51:42 Luca Frigo (1:2) – 53:05 Troy Bourke (2:2) – 61:59 Nicolai Meyer (3:2)
Schiedsrichter: Sternat/Zrnic – Nothegger/Riecken
PIM: 2:29
Torschüsse: 44:31
Zuschauer: 3400




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