Karlstad. (MK) Am Karfreitag-Nachmittag stand Spiel sechs innerhalb der best of Seven Serie zwischen Färjestad und Rögle an.
Nach der sicherlich etwas überraschenden 3:0 Führung für Färjestad nach den ersten drei Spielen, konnte das Gästeteam aus Ängelholm die letzten beiden Begegnungen gewinnen. Zuletzt gewann Rögle am Mittwoch daheim deutlich mit 7:2.
Für Färjestad ging es nun darum den Heimvorteil in der heimischen Löfbergsarena zu nutzen, um die Serie für sich zu entscheiden. Rögles Zwischenziel konnte für heute nur das Erreichen des siebten Spiels sein, das dann 48 Stunden später am Ostersonntag vor heimischer Kulisse stattfinden würde.
Die Tickets waren am Donnerstagvormittag kurz nach Freischaltung in kürzester Zeit vergriffen, womit die Löfbergsarena erneut mit 8.250 Zuschauern restlos ausverkauft war.
Färjestad startet mit viel Tempo und Energie ins Spiel
Die Gastgeber aus Karlstad starteten nach der Pleite vom Mittwoch mit viel Tempo ins Spiel und fuhren jeden, aber auch wirklich jeden, Check hart und fair zu ende. Ollas Mattsson (4.) vergab die erste Großchance der Hausherren. Während der Strafe gegen Rögles Göransson hielt Rögles Goalie Holm sein Team im Spiel. Zur Mitte des Drittels wurde das Spiel offener. La Due (9.) hatte de erste echte Chance für Rögle. Nach dem Powerbreak parierte RBK-Goalie Holm in Unterzahl (14.) zwei starke Schlagschüsse von Tomasek. Starke Szene auch von RBK-Angreifer Zaar, der in der 17. Minute nur knapp vor dem Kasten von Larmi verzog. Mit dem torlosen Remis ging es in die erste Pause. Färjestad agierte insgesamt schneller und strukturierter.
Rögle schlägt im Drei-Minuten-Takt zu
Aslund (21.) verpasste direkt nach Wiederbeginn den Führungstreffer der Gastgeber nur um Zentimeter. Praktisch im Gegenzug war nach exakt einer Minute im zweiten Drittel Nilsson mit einem Konter der Gäste zum 0:1 erfolgreich. Ärgerlich für das Team aus Karlstad, dass Aslund (23.) frei vor Holm den raschen Ausgleich verpasste. Keine drei Minuten nach dem Führungstreffer (24.) erhöhte Sundsvik mit einem platzierten Schuss ins rechte Eck über die Fanghand von Larmi auf 0:2. Und es lief noch besser für die Gäste gegen das sichtlich völlig verunsicherte Heimteam aus Karlstad. Zaar fälschte vor Larmi den Schuss von Själin (27.) unhaltbar zum 0:3 ab.
Färjestads Coach Cam Abbott nahm direkt seine Auszeit. Steen (29.) scheiterte frei vor Holm, was einmal mehr die Abschlussschwäche von Färjestad unterstrich. Und wie eine Kopie zuvor schlug Rögle im Gegenzug erneut zu. Der Treffer (30.) fand aber keine Anerkennung, weil Olofsson Keeper Larmi in dessen Torraum behindert hatte. Färjestad spielte nach dem Powerbreak wieder etwas strukturierter, versprühte aber kaum Torgefahr. Besser dagegen Rögles Horky, der in der 34. Minute frei vor Larmi den vierten Treffer verfehlte.
Färjestad nimmt sein Herz in die Hand
Kann Färjestad noch einmal zurückkommen? Diese Frage wurde im Schlussdrittel nach 67 Sekunden mit Ja beantwortet. Zohorna verkürzte für das Team aus Karlstad zum 1:3. Die Kulisse war fortan wieder erwacht, sah aber auch die nächste Großchance der Gäste, die Horky (43.) vergab. Dann kippte das Momentum endgültig zurück zu Färjestad. Lodin tanzte frei vor dem RBK Kasten Keeper Holm aus und netzte zum 2:3 (44.) ein. Chancen und turbulente Szenen folgten nun hüben und drüben. FBK-Coach Abbott nahm Keeper Larmi in der Schlussphase frühzeitig für den sechsten Feldspieler vom Eis. Vor allem in den letzten dreißig Sekunden spielten sich dramatische Szenen vor dem Tor der Gäste ab. Mit Mann, Maus und einem viel Übersicht ausstrahlenden Torwart Holm überstand Rögle die Endphase ohne Gegentor und gewann aufgrund der besseren Chancenverwertung mit 2:3 in Karlstad.
Endgültiger Showdown der irren Playoff Serie findet am Sonntag statt
In der Playoff-Serie steht es nun 3:3 nach Siegen. Eine völlig verrückte Playoff-Serie, in der Färjestad drei Siege vorlegte und nun drei Niederlagen in Folge kassierte.
Am kommenden Sonntag kommt es nun in Ängelholm zum alles entscheidenden siebten Viertelfinalspiel. Wer gewinnt steht im Halbfinale, wer verliert darf die Urlaubskoffer packen.
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