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Regensburg. (PM) Eine 4:0- und eine 6:3-Führung reicht am Ende nicht, um gegen die Bayreuth Tigers im ersten Spiel zu siegen. Am Ende unterliegen... EVR gibt sicher geglaubten Sieg aus der Hand

EV RegensburgRegensburg. (PM) Eine 4:0- und eine 6:3-Führung reicht am Ende nicht, um gegen die Bayreuth Tigers im ersten Spiel zu siegen. Am Ende unterliegen die Irwin-Schützlinge mit 6:7 nach Verlängerung vor heimischer Kulisse

 

Ausverkauft war die Donau-Arena und 4.863 Zuschauer fanden den Weg an die Walhalla Allee, um das erste Halbfinale zwischen den beiden Süd-Teams aus Regensburg und Bayreuth zu sehen. Eines sei gesagt: Bereut hat es wohl keiner der Besucher, aber für die Fans aus der Domstadt endete der Abend nicht wie geplant. Personell mussten die Domstädter etwas umbauen. Andreas Pielmeier fehlte erkrankt, Barry Noe verletzt und Xaver Tippmann gesperrt. Somit standen nur fünf Verteidiger im EVR-Aufgebot. Genauso viel Defender hatte Bayreuth mit an Bord, dort konnten die verletzten Akteure Michal Bartosch und Sebastian Mayer nicht mit ins Geschehen eingreifen.

 

Gepusht von der großen Kulisse erlebte der EV Regensburg einen wahren Sahnestart. Kapitän Billy Trew traf mit dem ersten Torschuss nach 23 Sekunden sofort ins Tor und sorgte für jubelnde Gesichter. Danach war es aber eng und ging munter hin und her. Trotz alledem bewiesen die Gastgeber, dass sie nach der gewonnen Viertelfinalserie gegen Leipzig Kraft und Selbstvertrauen getankt haben. Umso erfreulicher war es, als erneut Billy Trew in der 10. Spielminute Julian Bädermann im Tigers-Tor überwinden konnten. Beim 2:0 der Routiniers war der Keeper der Mainfranken ohne Abwehrchance. Ganze 53 Sekunden später war das Ding schon wieder drin, als Jeff Smith einen Schuss von Mark Dunlop zum 3:0 abfälschen konnte. Mit diesem Ergebnis ging Regensburg zufrieden in die ersten Pause und auch die eigenen Fans waren zufrieden.

 

Auch Drittel zwei begann ähnlich wie das Erste. Erneut gab es einen schnellen EVR-Treffer und wieder war es US-Boy Jeff Smith, der mit einer Einzelleistung auf 4:0 erhöhen konnte (22.). Keiner dachte, dass die Gäste aus Bayreuth sich davon schnell erholten, doch ein Doppelschlag brachte den EHC schnell auf Schlagdistanz. Kasten (24.) und Kolozvary (25.) verkürzten auf 4:2 und sorgten für erste aufkeimende Hoffnung im Gästeblock. Diese wurde aber 15 Sekunden vor der zweiten Pausensirene noch mal gedämpft, denn Billy Trew besorgte etwas glücklich mit seinem Treffer zum 5:2 seinen persönlichen Dreierpack und den neuen Pausenstand (40.). Bitter war für die Oberpfälzer, dass sich wohl Peter Flache nach einem Check schwerer verletzt hat und die Partie schon im zweiten Abschnitt beenden musste.

 

Vor dem letzten Drittel hielt sich die Spannung eigentlich in Grenzen. Bei drei Treffern Vorsprung sollte nicht mehr allzu viel für Regensburg anbrennen. Auch wenn Jozef Potac schnell nach schönem Querpass von Kolozvary auf 5:3 verkürzen konnte (42.). Die größte Gefahr schien nicht mehr vorhanden zu sein. Nachdem dann erneut Trew per Abstauber einen Drei-Tore-Abstand herstellen konnte, schien mit dem 6:3 die Messe gelesen zu sein (44.). Es dauerte auch lang, ja wirklich lang, bis nochmal Zählbares zu vermelden war. In Spielminute 58 traf Youngster Stefan Reiter für die Bayreuth Tigers zum 6:4-Anschluss. Richtig eng und spannend wurde es dann nochmal in den letzten beiden Spielminuten. EVR-Importstürmer Nikola Gajovsky kassierte eine Spieldauerstrafe nach einem unglücklichen Check an Christopher Kasten, der ebenfalls verletzungsbedingt ausscheiden musste. Nun nahmen die Gäste den Torsteher raus und wurden prompt dafür belohnt. In der 60. Spielminute, genauer gesagt 58 Sekunden vor Ende fälschte zunächst Ivan Kolozvary die Scheibe zum 6:5 ab und brachte nochmal Feuer ins Geschehen. Regensburgs Trainer Doug Irwin reagierte sofort und nahm eine Auszeit. Sein Gegenüber Sergej Waßmiller hatte die seine schon nach dem 3:0 verbraucht. Es kam dann auch, wie es kommen musste. Erneut „warfen“ die Bayreuther die Scheibe von der blauen Linie aufs Tor und erneut zappelte das Ding im Netz. Sebastian Busch besorgte den 6:6-Ausgleich 19 Sekunden vor Ende und besiegelte den Gang in die Overtime.

 

In der Verlängerung starteten die Gäste noch mit 03:16 Minuten Unterzahl und diese hatte es in sich. In der 63. Spielminute brach Daniel Stiefenhofer dort durch, wurde gefoult und es gab einen Penalty für die Hausherren. Da sich der Verteidiger bei dieser Aktion aber verletzte, trat Angreifer Vitali Stähle an, dieser scheiterte aber mit einem klar vergebenen Versuch. Es ging auf und ab mit riesigen Gelegenheiten auf beiden Seiten. Es entschied am Ende dann erneut eine abgefälschte Scheibe, diesmal hielt Fedor Kolupaylo den Schläger für die Bayreuth Tigers hin. Das Entsetzen beim EVR war danach groß, denn es war fast nicht in Worte zu fassen.

 

Somit geht der EHC Bayreuth in der Halbfinalserie mit 1:0 in Führung und klaut dem EVR zunächst einmal das Heimrecht. Am kommenden Sonntag geht es im Tigerkäfig des EHC um 18.00 Uhr weiter und dort wird es ein schwerer Gang für das Team von Doug Irwin. Bei den Franken rechnen alle mit einem ausverkauften Haus und bester Stimmung. Das EVR-Team muss nach den Verlusten von Peter Flache und Nikola Gajovsky noch enger zusammenrücken, um den Serienausgleich zu erzielen. Die am Ende positive Nachricht am Freitagabend war: Es steht nur 1:0, es war das erste Spiel und die Oberpfälzer Kufencracks haben sofort am Sonntag die Gelegenheit, die passende Antwort zu geben. Keiner muss den Kopf in den Sand stecken, denn gemeinsam mit den besten Fans der Liga wird am Sonntag bei 0:0 erneut los gefightet.

 

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