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Regensburg. (PM) Nicht viel zu bestellen gab es für den VER Selb beim EV Regensburg. Die Domstädter schossen die Franken mit einem 7:1 aus... EVR erteilt den Selber Wölfen eine deutliche Abfuhr
Doug Irwin - © by Eishockey-Magazin

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Regensburg. (PM) Nicht viel zu bestellen gab es für den VER Selb beim EV Regensburg. Die Domstädter schossen die Franken mit einem 7:1 aus der Halle und feierten vor 2.709 Zuschauern den 14. Sieg in Serie. 

 

Einige schwerwiegende Ausfälle waren auf Seiten der Gäste zu verzeichnen. So fehlten Top-Stürmer Jared Mudryk, Herbert Geisberger, Tom Pauker, Tim Schneider, und Michal Galvez entweder verletzungsbedingt oder gesperrt. Beim EVR war nur Yannick Drews nicht mit von der Partie, da er noch bei der U20-Nationalmannschaft im B-WM Turnier weilt.

 

Von Beginn sahen die Zuschauer, dass der EV Regensburg das Zepter in die Hand nahm. Neu-Coach Henry Thom auf Seiten der Selber Wölfe wollte bei seinem Debüt erst einmal gut ins Geschehen finden. Ziemlich früh musste er aber mit ansehen, wie seine Schützlinge zunächst in Rückstand gerieten. Vitali Stähle schoss Marko Suvelo intelligent am Schoner an, als nach einem Gajovsky-Break viel Verkehr vor dem Selber Tor war und brachte somit die Scheibe zum 1:0 über die Linie (4.). Die Wölfe des VER Selb fanden aber sehr fix die passende Antwort, denn nur 33 Sekunden später zappelte der Puck schon wieder im Netz. Wölfe-Kapitän Christopher Schadewaldt traf per Direktschuss zum 1:1-Ausgleich (4.). Es folgte ein ziemlich ausgeglichen gestalteter erster Abschnitt, in dem der EVR aber nochmal den Weg fand, um erneut in Führung zu gehen. Nach tollem Pass von Jeff Smith zeigte Nikola Gajovsky technisch elegant, wie man auch aus unmöglichem Winkel einen tollen Treffer produzieren kann (13.). Mit dem Spielstand von 2:1 für die Domstädter verabschiedeten sich auch beide Teams zum ersten Pausentee.

 

Drittel zwei war lange ereignisarm, denn die Kontrahenten versuchten sich weitestgehend zu neutralisieren. Beim EVR machten manche Zuschauer aus, dass die Mannschaft vielleicht noch ein paar Prozent mehr hätte geben können, aber die Gäste aus Selb fanden trotz alledem einfach kein Rezept gegen den souveränen Tabellenführer der Oberliga Süd. Einen Bärendienst erwies Nikolaus Meier seinem Team in der 32. Spielminute, denn dort musste der VER-Verteidiger mit einer Matchstrafe vorzeitig zum duschen. Meier bekam eine normale Strafzeit für Beinstellen und ärgerte sich so dermaßen darüber, dass er die vor ihm liegende Scheibe auf Hauptschiedsrichter Vogl schoss. Dieser reagierte prompt und verwies die Nummer 14 der Gäste sofort des Spieles. Gäste-Coach Thom kündigte auch nach dem Spiel auf der Pressekonferenz Konsequenzen für seinen Schützling an, denn dieser brachte die Hausherren endgültig auf die Siegerstraße. Erster Nutznießer war Daniel Stiefenhofer in einer siebenminütigen Überzahl, als er in Minute 33 den Schläger in einen Stähle-Schuss hielt. Auf 4:1 konnte nur wenig später Peter Flache erhöhen. Der Deutsch-Kanadier verwertete einen Abpraller unhaltbar für Wölfe-Goalie Suvelo (35.). Den letzten Treffer – dagegen half auch eine Auszeit durch Thom nach EVR-Tor Nummer vier nichts – und den damit verbundenen Pausenstand besorgte Tomas Gulda in Minute 39. Der Deutsch-Tscheche traf gekonnt mit einem Schlenzer aus dem Handgelenk zum 5:1.

 

Den Selber Wölfen war die angespannte Personalsituation anzumerken und so war der Kräfteverschleiß auch deutlich erkennbar. Die Franken wirkten von Minute zu Minute platter und mussten weitere unglückliche Strafzeiten ziehen. Vitali Stähle konnte dadurch – wieder mal im Powerplay – seinen persönlichen Doppelpack schnüren und erhöhte in der 47. Spielminute auf 6:1. Als dann nur kurz darauf wieder ein Wölfe-Spieler die Strafbank hütete, durfte auch mal US-Boy Jeff Smith die Scheibe über die Linie drücken. Der Regensburger Importspieler scheint ein Näschen für Rebounds zu haben, denn er steht immer wieder richtig vor dem Tor und schlägt daraus Kapital. Sein Erfolgserlebnis zum 7:1 bedeutete auch den Endstand dieser Partie (50.). Danach ging nur noch Marko Suvelo entnervt aus seinem Kasten und machte Platz für Ersatzmann Manuel Kümpel, der dem VER Selb weitere Gegentore vermied, Platz.

 

Durch diesen Sieg bleibt die sensationelle EVR-Siegesserie natürlich weiter bestehen und der Vorsprung auf Tabellenplatz zwei wurde sogar noch weiter ausgebaut. Mittlerweile hat der EC Peiting die Rolle des direkten Verfolgers inne, aber direkt ist eigentlich das falsche Wort, denn 21 Punkte Differenz sind schon eine Menge Holz. Eine Pause vor Weihnachten gibt es aber für die Regensburger Kufencracks nicht. Am Sonntag steigt in Weiden das ultimative Oberpfalzderby, bei dem zahlreiche EVR-Fans in der nördlichen Oberpfalz als Schlachtenbummler erwartet werden. Anpfiff ist um 18.30 Uhr und die Mannschaft wird alles daran setzen, um mit einem weiteren Sieg unter den Christbaum zu legen.

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