Eishockey-Magazin

Eishockey News, Videos, Fotos, Stories – – – alles kostenlos

Lindau. (PM EVL) Wenig Zeit zur Regeneration bleibt den EV Lindau Islanders. Nicht einmal 48 Stunden liegen zwischen der siegreichen Partie beim EC Peiting... EV Lindau hat die Passau Black Hawks zu Gast beim letzten Heimspiel in diesem Jahr

Jubel bei den Islanders Linus Lundström (links), Nikolas Oppenberger und Raphael Grünholz (rechts) – © Betty Ockert

Lindau. (PM EVL) Wenig Zeit zur Regeneration bleibt den EV Lindau Islanders. Nicht einmal 48 Stunden liegen zwischen der siegreichen Partie beim EC Peiting am zweiten Weihnachtsfeiertag und dem letzten Heimspiel des Jahres 2020.

Am Montag (28. Dezember / 19:30 Uhr) erwarten die EV Lindau Islanders die Bayernligaaufsteiger der EHF Passau Black Hawks. Wie alle Heimspiele der EV Lindau Islanders, wird auch dieses Spiel wieder kostenpflichtig bei SpradeTV live übertragen.

Der Gegner am Montag ist für die EV Lindau Islanders ein unbeschriebenes Blatt, man kennt die Mannschaft aus der Drei-Flüsse-Stadt Passau nur von Videos. Die Niederbayern sind – wie die Landsberg Riverkings – ein Team, das nach der Insolvenz der Bulls aus Sonthofen in die Oberliga aufgestiegen ist, damit dort mindestens 13 Mannschaften mit in der Oberliga-Saison dabei sind. Nach schwerem Start in die Saison hat sich die Mannschaft von Headcoach Ales Kreuzer inzwischen mehr und mehr an die Geschwindigkeit und die Spielweise der Oberliga gewöhnt.
Den EHF Passau Black Hawks erging es zum Trainingsstart im Oktober ähnlich wie den EV Lindau Islanders. Nach einer kurzen Trainingsphase wurde bei einer Reihentestung der Mannschaft ein Spieler der Black Hawks positiv getestet, weshalb sich die komplette Mannschaft in Quarantäne begeben musste.

Zu Beginn der Saison musste der Aufsteiger viel Lehrgeld bezahlen, in dem man zahlreiche deftige Niederlagen einstecken musste. Man hatte mit den „Großen der Liga“ aus Garmisch, Rosenheim, Selb und Deggendorf auch ein Auftaktprogramm, das schwerer nicht hätte ausfallen können. Mittlerweile ist man in der Oberliga angekommen und die Ergebnisse werden deutlicher knapper und es konnten auch schon drei Siege eingefahren werden. Einer der Siege gelang gegen den SC Riessersee mit 2:1 nach Overtime, der zweite Sieg war ein Schützenfest gegen die Indians aus Memmingen, die mit einer deftigen 2:9-Niederlage ins Allgäu zurückgeschickt wurden. Den dritten Sieg holten sie am vergangen Spieltag zu Hause gegen die Alligators aus Höchstadt, welch mit einer 2:5 Niederlage zurück zum Aischgrund fuhren.

Der Kader der Black Hawks ist eine gute Mischung aus sehr erfahrenen Spielern und sehr jungen Spielern. Nach dem Aufstieg in die Oberliga wurde der Kader im Sommer in der Breite vergrößert. Mit Goalie Daniel Filimonow von den Blue Devils Weiden, konnte man einen erfahrenen Oberligatorwart in die Drei-Flüsse-Stadt holen. Mit den ersten geplanten Kontingentspielern Pavel Pisarik und Jakub Sramek war man in Passau nicht zufrieden, weshalb man Jonathan Phillips und Anthony DeLuca verpflichtete. Diese beiden sind mittlerweile aber auch nicht mehr im Kader. Manchmal passt es einfach nicht, die Islanders kennen dies aus der Vergangenheit nur zu gut.

Einer aus dem Mitte Dezember neuverpflichteten Kontingent-Duo der Black-Hawks hat auch eine Islanders-Vergangenheit. Den Passauern ist es gelungen Jeff Smith zu verpflichten, der für den EHC Neuwied unter Vertrag stand, aber durch den Amateursport-Lockdown gebremst wurde und nun so wieder in der Oberliga landete. Kurz vor Jeff Smith wurde zudem der Kanadier Liam Blackburn verpflichtet.

Dieses Duo schlug in Passau ausgesprochen gut ein. Blackburn erzielt in bisher 4 Spielen 12 Scorerpunkte und Jeff Smith schaffte in 3 Spielen auch schon 8 Punkte. Blackburn eroberte damit auch die sofort die Führung in der internen Scorerwertung. Im Spiel gegen Memmingen gelangen ihm allein 5 Tore und 3 Vorlagen, war somit an acht von neun Toren direkt beteiligt.

Die EV Lindau Islanders sind also gewarnt, den Aufsteiger nicht zu unterschätzen und dem Duo Blackburn/Smith keinen Raum zur Entfaltung zu geben. Was dann passieren kann, mussten die Indians aus Memmingen schmerzlich erfahren. „Für uns ist es sehr wichtig, dass wir über 60 Minuten im System bleiben, Eislaufen, uns unterstützen und auf die kleinen Sachen aufpassen. Wir wollen dem Gegner keine Geschenke machen und zum Beispiel den Puck einfach verlieren. Auf keinen Fall werden wir sie unterschätzen – wie es uns zu Beginn der Saison die Riverkings aus Landsberg passiert ist“, sagt Islanders-Headcoach Gerhard Puschnik über den kommenden Gegner. Einem spannenden Spiel steht somit zum Jahresabschluss im Lindauer Eichwald nichts im Wege.

Ein besonderes Highlight wird es erneut bei SpradeTV gegeben. David Volek, der einst sieben Spielzeiten im Trikot der Lindauer Islanders auflief und Vater von Justin Volek ist, wird im Spiel gegen die Black Hawks aus Passau als Co-Kommentator zusammen mit Sebastian Schwarzbart das Spiel kommentieren. Er kann einiges aus seiner Lindauer Vergangenheit und bestimmt auch Neuigkeiten über seinen Sohn Justin erzählen. Der Filius lernte in Lindau das Schlittschuhlaufen, spielte elf Jahr in den Junioren-Teams des EVL und weilt momentan mit der deutschen U20 Nationalmannschaft bei der Weltmeisterschaft im kanadischen Edmonton.

Bildquelle: Betty Ockert

884
Reglement-Anpassung während Corona in der DEL: Stehen einem Club mindestens ein Torhüter und zehn Feldspieler zur Verfügung, muss die Mannschaft antreten. Ist das eine richtige Anpassung?

Eishockey-Magazin

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.