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Umfrage Teil 2: Das sagen Andreas Ortwein, Christof Kreutzer und Patrick Klöpper zum Thema Erhöhung der U 23-Stellen auf dem Spielbericht / Anzahl der... „Es ist Zeit, dass endlich etwas passiert und nicht nur darüber gesprochen wird“

Umfrage Teil 2: Das sagen Andreas Ortwein, Christof Kreutzer und Patrick Klöpper zum Thema Erhöhung der U 23-Stellen auf dem Spielbericht / Anzahl der Kontingentstellen in der DEL

© Sportfoto-Sale (JB)

Neuss. (JR) In der DEL werden zur Saison 2021/2022 die Stellen für U 23-Spieler auf dem Spielbericht von zwei auf drei je Team erhöht.

Junge Spieler bekommen dadurch bessere Chancen in die DEL zu gelangen. Die Anzahl der Kontingentstellen wurde nicht verändert und ist weiterhin bei höchstens neun je Mannschaft auf dem Spielbericht. 21 Spieler darf jede Mannschaft bei einem Spiel einsetzen. Es bleiben somit noch neun freie Plätze für Deutsche Spieler über 23 Jahren, eine weniger als bisher. Eine Folge davon ist, dass viele Deutsche Ü 23-Spieler aus der DEL in die DEL2 oder Oberliga wechseln. Ebenso wurde dadurch eine Möglichkeit eines Wechsels für deutsche Spieler über 23 Jahren aus der DEL2 in die DEL erschwert. Eine Reduzierung der Kontingentstellen, hätte dies zumindest ausgleichen können. Wie ist Ihre Meinung dazu?

EC Bad Nauheim

Andreas Ortwein – © by A. Chuc

Andreas Ortwein(Geschäftsführer EC Bad Nauheim): Wenn wir nachhaltig das deutsche Eishockey stärken, Profi-Plätze für unseren Nachwuchs schaffen wollen, dann müssen wir in der DEL die Kontingentstellen reduzieren. Ich bin überzeugt, dass wenn man dort ein langfristiges Konzept erstellt, bei dem man alle zwei Jahre einen Ausländer reduziert, dann kann man auf sechs oder sieben Ausländer reduzieren. Andere Top Ligen wie die Schweiz oder die skandinavischen Länder zeigen, dass das möglich ist. Die DEL2 hat schon von sechs auf vier reduziert und hat gezeigt, dass es geht – die Qualität der Liga ist trotzdem stark angestiegen in den letzten Jahren. Da wo Deutsche Eishockey-Liga drauf steht, sollte auch Deutsche Eishockey-Liga drinstecken. Ich bin 100% davon überzeugt, dass Fans und Sponsoren das positiv aufnehmen würden. Es ist Zeit, dass endlich etwas passiert und nicht nur darüber gesprochen wird.

Christof Kreutzer(Sportlicher Leiter Schwenninger Wild Wings): Es ist mit der U23 Regelung vieles für junge deutsche Spieler in die richtige Richtung gelaufen. Doch man sieht, dass diese Regelung nicht für alle Spieler optimal ist. Ich denke, es wird in den kommenden zwei bis drei Jahren wichtig sein, diese Regelung von Jahr zu Jahr zu optimieren und es ist nicht immer damit getan, einfach eine Kontingentstelle zu streichen. Wir dürfen uns gerade bei den deutschen Spielern nicht zu viele Regeln auferlegen, damit schränken wir uns auch selbst ein. Wir müssen für alle Teams einen gesunden und gerechten Mix finden. Dafür brauchen wir eine gute Zusammenarbeit von DEL, DEL2 und DEB.

Patrick Klöpper – © Sportfoto-Sale (SD)

Patrick Klöpper(Stürmer, Krefeld Pinguine, zur Saison 2021/2022 Hannover Scorpions): Ich finde, man muss da immer aufpassen. Sicherlich hat der DEB sich in den letzten Jahren sehr gut entwickelt, bezüglich der U18-und U20-Nationalmannschaft und auch der A-Nationalmannschaft. Wir hatten so viele First Round Picks wie nie zuvor. Das sind Fakten und die werden dadurch gestützt, dass die U18, U20 oder die A-Nationalmannschaften sich in der Weltspitze immer mehr etabliert haben Allerdings haben wir nicht die Breite an Supertalenten, wie es in Kanada der Fall ist. Gute Deutsche Spieler, die nicht mehr unter die U23-Regel fallen, landen im besten Eishockeyalter in der DEl2 oder Oberliga. Da sollte man sich schon hinterfragen, ob das so richtig ist? Auf der anderen Seite ist es eine große Chance, im Alter von 18-23 Jahren in der DEL Fuß zu fassen. Trotzdem darf man nicht vergessen, dass Seider, Stützle, Peterka, Reichel und Schütz (die fast alle aus dem gleichen Jahrgang sind) Ausnahmetalente sind. Sowas hat man vielleicht mal alle 50 Jahre. Es ist aktuell fast unmöglich, sich als guter deutscher Ü23-Spieler langfristig in der DEL zu halten. Wie viele Stellen bleiben noch für deutsche Ü23 in der DEL? Man darf 11 Ausländer lizensieren, neun davon dürfen spielen. Dann hat man drei U23 Spieler und die Ausländer mit deutschem Pass. Da kann man schon erkennen, wie wenige Plätze für deutsche Spieler übrig bleiben. Die U23-Regel wird auf Lasten der deutschen Spieler ausgetragen, anstatt die Ausländerstellen zu reduzieren.

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Sollten die Kontingentstellen in der DEL, wie in "Powerplay26" vorgesehen, nun schrittweise bis 2026 auf sechs Stellen reduziert werden?

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