Schönheide. (PM EHV) Am Samstagabend stand für die Schönheider Wölfe das bisher wohl schwerste Auswärtsspiel der Saison an. Als ungeschlagener Tabellenführer reiste das Team von Trainer Sven Schröder zum Topduell der Regionalliga Ost zu FASS Berlin – dem hartnäckigsten Verfolger im Kampf um die Spitzenposition.
Vor 331 Zuschauern, darunter rund 40 lautstarke Wölfefans, sollte die beeindruckende Siegesserie der Erzgebirger jedoch ein Ende finden. In einer intensiven und temporeichen Partie unterlagen die Wölfe den Hauptstädtern knapp mit 3:4 (2:2, 0:2, 1:0).
Obwohl die ungewohnten NHL-Maße der temporären Eisfläche im Erika-Heß-Eisstadion zumindest in den Anfangsminuten eine Umstellung bedeuteten, fanden die Wölfe schnell ihren Rhythmus. Beide Mannschaften konnten nahezu in Bestbesetzung antreten, bei Schönheide fehlten aus privaten Gründen Florian Heinz sowie Robert Horst und Emil Fromberger. Im Tor startete erneut Kevin Kopp.
Schönheide legte los wie die Feuerwehr. Bereits in der 6. Spielminute brachte Kevin Piehler die Gäste mit 1:0 in Front. Die Wölfe blieben am Drücker und erhöhten nach rund 13 Minuten durch Yannek Seidel sogar auf 2:0. FASS wirkte zu diesem Zeitpunkt überrascht vom energischen Auftreten der Erzgebirger. Doch eine Strafzeit in der 14. Minute leitete die Wende im ersten Drittel ein. Das starke Powerplay des Gastgebers nutzte Dennis Thielsch zum Anschlusstreffer (1:2). Kurz darauf glichen die Akademiker durch Bryan Heinicke zum 2:2 aus.
Der Mittelabschnitt sollte zum entscheidenden Abschnitt des Spiels werden – allerdings nicht im Sinne der Wölfe. Schönheide musste gleich zu Beginn eine Strafe überstehen, blieb aber erfolgreich im Penalty Killing. Dennoch gewann FASS anschließend die Oberhand und erhöhte den Druck spürbar. In der 27. Minute traf erneut Dennis Thielsch zur 3:2-Führung für die Berliner. Die Partie wurde zunehmend körperlicher und intensiver. In der 29. Minute bot sich den Wölfen die große Chance zum Ausgleich im ersten Powerplay der Begegnung, doch diese Gelegenheit blieb ungenutzt. Kurz vor der zweiten Pause schlug FASS erneut zu. Benjamin Hüfner stellte in Minute 37 auf 4:2.
Mit einem Zwei-Tore-Rückstand ging es in die letzten 20 Minuten – eine schwere Aufgabe, der sich die Wölfe allerdings mutig stellten. Das Team von Sven Schröder zeigte große Moral, agierte offensiver und kam in der 49. Minute durch Lukas Lenk zum umjubelten 4:3-Anschlusstreffer. Das Spiel stand fortan auf Messers Schneide. Beide Teams warfen sich in jeden Zweikampf, kein Zentimeter Eis wurde verschenkt. Die Wölfe drängten auf den Ausgleich, während FASS defensiv alles in die Waagschale warf. 96 Sekunden vor Schluss ging Schönheide volles Risiko. Goalie Kevin Kopp verließ zugunsten eines sechsten Feldspielers das Eis. Trotz dessen gelang jedoch kein weiterer Treffer mehr. Damit mussten die Wölfe ihre erste Niederlage der Saison hinnehmen.
Jede Serie reißt einmal – und wenn, dann eben in einem Spitzenspiel auf hohem Niveau. Trotz der Niederlage zeigten die Schönheider Wölfe erneut Moral, Leidenschaft und Qualität. Entscheidend waren an diesem Abend vor allem das schwächere zweite Drittel sowie die ungenutzten Powerplays.
Doch lange Zeit zum Grübeln bleibt nicht. Bereits morgen um 16:00 Uhr wartet mit den Eisbären Juniors Berlin die nächste Aufgabe. Ein Gegner, der heute mit einem überraschenden 4:0-Auswärtserfolg in Niesky bewiesen hat, dass man ihn keinesfalls unterschätzen darf. Jetzt heißt es, gut regenerieren, Mund abputzen – und morgen zurück in die Erfolgsspur finden.
Wölfe finden gegen Eisbären Juniors zurück in die Erfolgsspur
Keine 24 Stunden nach der knappen ersten Saisonniederlage gegen FASS Berlin stand für die Schönheider Wölfe am Sonntag bereits das zweite Hauptstadt-Duell an. Gegen die Eisbären Juniors wollten die Wölfe im „Welli“ unbedingt wieder in die Erfolgsspur zurückfinden und genau das gelang. Vor 110 Zuschauern, darunter wieder rund 40 lautstarke Wölfefans, feierte der Tabellenführer der Regionalliga Ost einen auch in der Höhe verdienten 8:1 (2:1, 4:0, 2:0)-Auswärtssieg.
Im ersten Drittel war den Wölfen die Belastung des Vortags noch anzumerken. Die Eisbären Juniors hielten gut dagegen und es entwickelte sich zunächst ein offener Schlagabtausch mit Chancen auf beiden Seiten. Erst ein Powerplay brachte die nötige Sicherheit ins Wölfe-Spiel. Tomas Rubes traf in der 9. Minute zur Führung und legte nur sechs Minuten später den zweiten Treffer nach. Mit einem völlig unnötiger Gegentreffer eine Sekunde vor der Pause verkürzten die Hausherren jedoch auf 1:2.
Im zweiten Drittel drehten die Erzgebirger dann aber auf. Die Tore zum 3:1 durch Yannek Seidel und 4:1 durch Kenneth Hirsch fielen innerhalb von nur 21 Sekunden in der 26. Minute. Ein klarer Wirkungstreffer für die Gastgeber. Im Fünf-Minuten-Takt legten die Wölfe nach. Tomas Rubes machte mit seinem dritten Tor des Abends das 5:1 perfekt und Lukas Lenk stellte kurz vor der zweiten Pause auf 6:1.
Beide Teams wechselten zum letzten Abschnitt die Torhüter. Bei Schönheide übernahm Patrick Wandeler für Kevin Kopp. Trotz sichtbarer Strapazen des Wochenendes ließen die Wölfe nichts mehr anbrennen. Das Spiel plätscherte phasenweise dahin, doch Schönheide setzte noch zwei Treffer drauf. Zunächst traf David Novotny in der 50. Minute zum 7:1, ehe Ricco Warkus in der 55. Minute den Schlusspunkt zum 8:1 setzte.
Die Schönheider Wölfe zeigten nach der engen Niederlage vom Samstag eine starke Reaktion und bestätigten eindrucksvoll ihre Tabellenführung. Mit konsequenter Chancenverwertung und einer geschlossenen Mannschaftsleistung gelang ein souveräner Auswärtserfolg. Am kommenden Wochenende ist dann wieder Eishockeyzeit im Wolfsbau.
Samstag, den 29.11.25, 17:00 Uhr empfängt das Team von Coach Sven Schröder die Tornados vom ELV Niesky. Tickets für diese Begegnung gibt es ab sofort online unter: https://events.vereinsticket.de/schoenheider-woelfe/eisho-schoenheiderwoelfe
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