Selb- (ÜM Wölfe) Die schönste Zeit des Jahres im Eishockey, beginnt für die Selber Wölfe erfolgreich.
Gegen den fünftplatzierten der Nordstaffel, die Saale Bulls Halle, feierten die Wölfe einen verdienten 4:2 Heimsieg. Die Begegnung hielt, was man sich von Playoff Eishockey erhoffen kann. Intensiv geführte Zweikämpfe und eine sehr robuste Spielweise. Vor allem die ersten beiden Drittel hatten es in sich. Die Wölfe zeigten sich im ersten Drittel eiskalt bei ihrer Chancenauswertung, während bei den Wölfen Weidekamp über die gesamte Spielzeit hinweg eine starke Leistung zeigte. Die Vorentscheidung gegen giftige Gäste war dann wohl der dritte Treffer von Christopher Schutz. Im Schlussabschnitt schienen sich beide Teams mit dem Ergebnis angefreundet zu haben, doch als die Gäste gut sieben Minuten vor Ende bei einem Powerplay bereits den Torhüter zogen, wurde es beinahe nochmal spannend. Dennoch geht der Sieg der Wölfe über die gesamte Spielzeit hinweg vollkommen in Ordnung und so führen die Wölfe in der Serie nun mit 1:0, ehe es am Dienstag in Halle weitergeht.
Intensives erstes Drittel
Es entwickelte sich von Beginn an ein sehr intensiv geführtes Spiel von beiden Mannschaften. Auch körperlich schenkten sich die beiden Teams nichts. Den ersten Abschluss verzeichneten die Bulls, den Weidekamp parierte. Kurz darauf brandete zum ersten Mal Jubel in der NETZSCH Arena auf. Nach gut 90 Sekunden Spielzeit, war es Klöpper, der von außen den Puck vors Tor brachte, wo Kuqi den Schläger reinhielt und über die Fanghand von Kristian hinweg zur Führung traf. Mitsamt dem Tore für Selb, wurde die Partie von Minute zu Minute härter. Erst gerieten Nemec und Domogalla nach einem Tumult am Eis aneinander, kurz darauf musste Tabert wegen Haltens auf die Strafbank. Das Powerplay der Gäste dauerte allerdings nur wenige Sekunden, ehe Biezias ebenfalls auf die Strafbank musste. Die Wölfe waren im vier gegen vier die bessere Mannschaft, verpassten es aber vorerst die Führung zu erhöhen. Gerade als die Strafen abgelaufen waren, hatten die Gäste die große Chance auf den Ausgleich. Schmid wurde im Slot völlig freistehend bedient, scheiterte aber aus nächster Distanz am stark reagierenden Weidekamp. Beide Teams schenkten sich weiterhin gar nichts, allen voran die Gäste fielen immer wieder durch ihre harte Gangart auf. Als die Bulls dem Ausgleich immer näherkamen, gelang den Wölfen das nächste Tor. Pauker zog vors Tor und spielte dann einen überlegten Querpass auf Valasek, der sich die Chance nicht nehmen ließ und Kristian zum 2:0 überwinden konnte. In den letzten beiden Minuten hatten die Saale Bulls nochmals die dicke Chance auf den Anschlusstreffer, doch wieder war Weidekamp im Slot zur Stelle und parierte diesmal stark gegen Palka, wodurch die Wölfe den zwei Tore Vorsprung mit in die erste Pause nehmen konnten.
Wölfe spielbestimmend
Die Wölfe direkt zu Beginn mit der ersten Möglichkeit. Klöpper schickte Kuqi auf die Reise, der von außen vors Tor zog und auf den mitgelaufenen Nemec wartete, der Querpass wurde jedoch von einem Verteidiger der Bulls entscheidend abgefälscht. Als Müller nach einem Bandencheck auf die Strafbank musste, hatte Selb die Chance auf den Shorthander, doch Rubin scheiterte an Kristian. Selb verteidigte das Powerplay der Saale Bulls erneut gut und ließ hier nahezu nichts zu. Nun setzten sich die Wölfe erstmals in der Zone der Gäste fest und konnten sich direkt belohnen. Lahtinen setzte mehrmals stark nach und bediente dann von außen mit einem schönen Querpass den lauernden Schutz. Gegen den Onetimer des Angreifers war Kristian machtlos. Das Tor von Schutz war den Gästen nun spürbar anzumerken. Die Wölfe waren nun klar am Drücker und tauchten immer wieder gefährlich vor dem Gehäuse der Saale Bulls auf. Pauker hatte nach einer schönen Drehung die Chance auf das vierte Tor, doch hier war Kristian auf dem Posten. Auf der Gegenseite war Weidekamp, wenn er gefordert war, stets zur Stelle. Einen glücklichen Konter der Gäste, machte Weidekamp dann im eins gegen eins gegen Domogalla erneut stark zunichte. Als Müller wegen Hakens eine Strafe erhielt, fanden die Gäste erneut keinen Weg das Tor von Weidekamp wirklich zu gefährden und so ging es in die nächste Pause.
Hektische Schlussminuten
Der Schlussabschnitt war im Vergleich zu den anderen beiden Dritteln, in den Anfangsminuten deutlich ruhiger. Vor beiden Toren war wenig los, erst nach gute sieben Minuten hatten die Wölfe die erste große Möglichkeit. Tramm wollte auf Nemec abspielen, der frei im Torraum stand, jedoch am Abschluss gehindert wurde. Wenig später waren es dann die Gäste, die in Person von Jentsch wieder im Alleingang die Chance auf den Anschlusstreffer hatten, doch auch hier behielt Weidekamp die Oberhand und vereitelte dessen Abschluss stark. Im direkten Gegenzug scheiterte Schutz mit seinem Versuch an Kristian. Nach einem heftigen Check gegen Schutz in der neutralen Zone kochten die Gemüter nochmals hoch. Nach Sichtung des Videomaterials wurde Schmid zur Überraschung vieler allerdings nur mit einer zwei Minuten Strafzeit belegt. Nach Bullygewinn von Nemec schweißte Gauch den Puck von der blauen Linie dann aber direkt zum 4:0 in die Maschen. Und auch von Torjäger Schutz gab es positive Nachrichten, da dieser direkt im Anschluss auf das Eis zurückkehren konnte. Nach Strafe gegen Kuqi nahmen die Saale Bulls die Auszeit und zogen gut sieben Minute vor dem Ende erstmals den Torhüter zu Gunsten des sechsten Feldspielers. Erstmals in dieser Begegnung gelang es den Gästen im Powerplay deutlich mehr Druck auf das Tor der Wölfe auszuüben. Letztlich gelang hier dann durch Christmann der erste Treffer für Halle. Die Gäste spielten trotz des Treffers weiter ohne Torhüter und den Wölfen gelang es kaum noch, den Puck aus dem eigenen Drittel zu befördern. Einmal war es Klöpper gelungen sich ins Drittel der Gäste vorzuarbeiten, der Stürmer verpasste hier aber den Abschluss und so gelang den Bulls beim Gegenzug tatsächlich der nächste Treffer. Es blieb auch weiter hektisch, da die Gäste am dritten Treffer schnupperten und als Pauker noch eine Strafe erhielt, bot sich den Saale Bulls nochmals gut 90 Sekunden die Chance im sechs gegen vier. Nun verteidigten die Wölfe aber konsequent ihr Tor und so blieb es beim 4:2 für die Wölfe.
Mannschaftsaufstellungen und Statistik
Selber Wölfe: Weidekamp (Wiens) – Gläßl, Tramm, Gauch, Raab, Kassay-Kezi, Müller, Hördler, Ulrich – Klöpper, Nemec, Kuqi, Lahtinen, Rubin, Schutz, Pauker, Valasek, Ziesche, Klughardt, Bauer, Tabert
Saale Bulls Halle: Kristian (Allavena, Kapteinat) – Akerman, Hoffmann, Schiller, Gollenbeck, Neher, Suchomer, Zernikel – Christmann, Schäfer, Cornett, Schmid, Domogalla, Biezais, Jentsch, Wilenius, Palka, Drothen, Stas, Hechtl
Tore: 2. Min. 1:0 Kuqi (Klöpper, Müller) 17. Min. 2:0 Valasek (Pauker, Gauch) 25. Min. 3:0 Schutz (Lahtinen, Gauch) 50. Min. 4:0 Rubin (Gauch, Valasek; 5/3) 55. Min. 4:1 Christmann (Wilenius, Biezais; 5/4) 56. Min. 4:2 Biezais (Akerman, Wilenius)
Strafzeiten: Selb 16, Halle 12
Schiedsrichter: Schütz, Kapzan (Reitz, Ullrich)
Zuschauer: 2.529
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Mit Biss nach Halle: Wölfe wollen zweiten Playoff-Sieg
Selb führt in der Serie – Halle unter Zugzwang
Nach einem intensiven ersten Aufeinandertreffen steht den Selber Wölfen in Halle eine schwierige Aufgabe bevor. Effizienz, Disziplin und ein starker Rückhalt im Tor sollen erneut den Ausschlag geben. Die Rückkehr von Kapitän Richard Gelke gibt zusätzlichen Schub.
Formkurve
Die Selber Wölfe spielten in der ersten Partie taktisch klug und gingen sehr effizient mit ihren Chancen um. In der Defensive standen die Porzellanstädter über weite Strecken des Spiels – auch aufgrund einer starken Leistung ihres Goalies Michel Weidekamp – sattelfest. Einzig im letzten Spielabschnitt sah Headcoach Josef Huber sein Team zu passiv agieren, gerade als sieben Minuten vor Spielende die Gäste im Powerplay ihren Torhüter zugunsten eines weiteren Feldspielers vom Eis genommen hatten. Die Saale Bulls belohnten sich für dieses Risiko zwar mit zwei Treffern, doch letztendlich brachte das Wolfsrudel die Führung souverän und verdient über die Zeit.
Statistik
Bislang gingen die Selber viel effizienter mit ihren Chancen um. Sollten die Statistiker richtig gezählt haben, zappelte bei 21,1 Prozent der von den Wölfen abgefeuerten Schüssen die Scheibe im Netz. Die Bulls kommen hier auf einen Wert von nur 5,9 Prozent.
Lineup
Eric Doronin und Jonas Körber werden weiterhin ausfallen. Kapitän Richard Gelke wird nach abgesessener Sperre wieder zurück im Lineup sein. Ein Einsatz von Daniel Weiß ist weiterhin fraglich.
Modus/Spielwertung
Die Serie zwischen den Selber Wölfen und Saale Bulls Halle wird im Best-of-Five-Modus ausgetragen. Das Team, das zuerst drei Siege eingefahren hat, entscheidet die Serie für sich und zieht ins Viertelfinale ein. Für den Verlierer ist die Saison zu Ende.
Steht es in einer Partie nach der regulären Spielzeit von 60 Minuten unentschieden, erfolgt eine Verlängerung von 20 Minuten. Jedoch nur so lange, bis ein Tor erzielt wird (Sudden Death). Die Pause mit Eisbereitung dauert 18 Minuten. Die 20-minütigen Verlängerungen werden so lange wiederholt, bis das entscheidende Tor gefallen ist. Es wird auch in der Verlängerung mit 5 gegen 5 Feldspieler gespielt.
Termine
Die Termine für die Serie wurden wie folgt festgelegt:
So, 08.03.2026 18:00 Uhr Selber Wölfe – Saale Bulls Halle 4:2
Di, 10.03.2026 19:00 Uhr Saale Bulls Halle – Selber Wölfe
Fr, 13.03.2026 20:00 Uhr Selber Wölfe – Saale Bulls Halle
So, 15.03.2026 16:00 Uhr Saale Bulls Halle – Selber Wölfe (sofern notwendig)
Di, 17.03.2026 20:00 Uhr Selber Wölfe – Saale Bulls Halle (sofern notwendig)





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