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Kassel. (SC) Nach der deutlichen Niederlage der Kassel Huskies bei den Füchsen aus Duisburg, mussten die Schlittenhunde sich nun erneut einer  großen Aufgabe stellen,...

Kassel. (SC) Nach der deutlichen Niederlage der Kassel Huskies bei den Füchsen aus Duisburg, mussten die Schlittenhunde sich nun erneut einer Logo der Kassel Huskies großen Aufgabe stellen, denn niemand anders als die Rivalen aus Frankfurt waren der zweite Gegner des Wochenendes der Huskies.
Nachdem Manuel Klinge nach einer Spieldauerstrafe am Freitag automatisch gesperrt war, kam für ihn Neuzugang Wycisk in der ersten Reihe mit Christ und Pohanka zum Einsatz. Zudem fehlte den Huskies mit Willaschek (Adduktorenprobleme) ein eingespielter Verteidiger.

Das Derby begann mit einem katastrophalen Torwartfehler auf Seiten der Huskies. Ackers ließ praktisch den ersten Schuss auf seinen Kasten passieren. Der Kassler Torhüter wehrte die Scheibe von der roten Linie kommend zunächst hoch ab, bevor sie hinter ihm langsam über die Torlinie rutschte und zum 0:1 ins Tor ging. 23 Sekunden waren da gespielt und der Schreck saß den Huskies zunächst deutlich in den Gliedern.
Die Löwen machten weiter Dampf, doch nachdem die Huskies sich gefangen hatten, gab es auch Torschüsse in Richtung des von Linda gehüteten Frankfurter Kastens zu sehen. Doch allesamt blieben zu harmlos, um das Gästetor wirklich in Gefahr zu bringen.
Obwohl die Gäste im Verlauf des ersten Spielabschnitts dann insgesamt fünfmal mit einem Mann weniger ran mussten, gelang es den Huskies nicht ihre numerische Überlegenheit auf dem Eis zu nutzen und den Spielstand zu egalisieren. Auch nicht mit zwei Mann mehr auf dem Eis.
Die beste Chance auf den Ausgleich hatte in der sechsten Spielminute Engel, doch sein Schuss prallte nur an den Pfosten des Frankfurter Gehäuses und sprang nicht hinter die Torlinie.
Viele Torchancen sahen die 5322 Zuschauer in der Kassler Eissporthalle im weiteren Spielverlauf nicht auf Seiten der Huskies.
In der 14. Minute wurde Kassels Heinrich in Überzahl durch einen Zusammenprall mit einem gegnerischen Spieler niedergestreckt und blieb verletzt auf dem Eis liegen. Dieses Foul wurde jedoch nicht geahndet. Glück für die Huskies, dass Heinrich später weiter machen konnte.
Damit hatten die Huskies ihr Glück für diesen Abend aber auch schon aufgebraucht. Denn im mittleren Spielabschnitt ging es mit der Fehlerkette auf Kassler Seite weiter.

Torjubel bei Brad Snetsinger (links) und Kyle Doyle  - © by Eishockey-Magazin (JMD)

Torjubel bei Brad Snetsinger (links) und Kyle Doyle – © by Eishockey-Magazin (JMD)

In der 27. Minute hätten die nun sehr diszipliniert auftretenden Löwen bereits das zweite Mal an diesem Abend einen Fehler Ackers zum 0:2 ausnutzen können, als die Scheibe unbeachtet vom Kassler Torhüter frei vor dem Tor liegen blieb und in letzte Sekunde weg geschlagen wurde.
Rund eine Minute später schlugen die Löwen dann aber erneut zu und machten das, was bei den Huskies im ersten Drittel überhaupt nicht geklappt hatte. Sie erzielten einen Treffer in Überzahl. Liesegangs Schuss schlitterte am Schlittschuh Ackers in das Tor und der zweite Treffer der Gästemannschaft war da (28.).
Doch für die enttäuschten Anhänger der Huskies kam es noch schlimmer, denn der Ligakonkurrent schlug bereits vor der zweiten Pausensirene noch einmal zu. In doppelter Überzahl fiel der dritte Treffer der Südhessen. Ackers bekam die Scheibe an die Brust, sie blieb vor dem Tor liegen und der Nachschuss war dann drin (33.).
Für Doyle war auf der Gegenseite nach einem Unterzahlkonter wenige Sekunden später bei Linda Endstation (34.)
Nach dem dritten Gegentreffer schien bei den Huskies nun endgültig die Luft raus zu sein. Die Löwen waren das spiel bestimmende Team und bei den Gastgebern lief wenig zusammen.

Im letzten Spielabschnitt schien es erst, als würde es für die Huskies besser laufen. Zwar vergaben sie wieder ihre erste Gelegenheit in Überzahl zum Anschlusstreffer zu kommen, doch in der 43. Minute war dann Snetsinger da und erzielte nach einem Zuspiel von Billich das erste Tor der Schlittenhunde.
Doch wer nun auf die endgültige Wende zugunsten der Gastgeber wartete, wurde enttäuscht. Fast postwendend stellten die Löwen den drei Tore Vorsprung wieder her, denn nur 24 Sekunden nach Snetsingers Treffer war Liesegang für die Löwen erfolgreich (43.).
Die Löwen hatten damit noch nicht genug und eine weitere Gelegenheit in Überzahl nutzten die Südhessen um durch Stanley zu ihrem fünften Treffer zu kommen (49.).
In den Schlussminuten machten die Huskies dann noch einmal Druck auf den gegnerischen Kasten, doch da war das Spiel längst entschieden. Die aussichtsreichste Chance auf einen weiteren Treffer der Huskies hatte Engel, der aber wie schon in der 6. Spielminute nur das Aluminium traf (58.).
So entschieden die Gäste aus Frankfurt das Spiel für sich und holten seit langer Zeit den ersten Dreier im Hessenderby auf Kassler Eis gegen heute harmlose Schlittenhunde.

Kassel Huskies – Löwen Frankfurt 1:5 (0:1/0:2/1:2)

Tore: 0:1 (0:23) Cespiva, 0:2 (28:35)/PP1 Liesegang, 0:3 (32:44) Stanley/PP2, 1:3 (42:03) Snetsinger (Billich, Doyle), 1:4 (42:27) Liesegang (Breitkreuz), 1:5 (48:50) Stanley (Ansink, Cespiva)/PP1

Schiedsrichter: Hoppe

Strafminuten: Kassel Huskies 12+10 Gulda, Löwen Frankfurt 14

Zuschauer: 5322

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