Die Erding Gladiators und Jesse Kauhanen gehen ab sofort getrennte Wege: Der 21-jährige Verteidiger wechselt mit sofortiger Wirkung zu den Steelers Bietigheim in die DEL2.
Der Deutsch-Finne nutzt damit die Chance, den nächsten Schritt in seiner Karriere zu gehen und sich auf Zweitliga-Niveau zu präsentieren. Damit werden die Erding Gladiators zum Sprungbrett in eine höhere Liga.
Kauhanen war in dieser Saison eine der positiven Überraschungen im Gladiators-Kader. Gekommen von den Red Bull Hockey Juniors aus Salzburg, fand er sich in Erding praktisch ohne Anlaufzeit zurecht, fasste sehr schnell Fuß in der Oberliga und entwickelte sich umgehend zu einem festen Bestandteil der Defensive. Mit dem Wechsel nach Bietigheim belohnt sich Kauhanen nun für seine Entwicklung in Erding.
Die Gladiators danken Jesse Kauhanen für seinen Einsatz und wünsche ihm für seine sportliche und private Zukunft alles Gute.
Gladiators verlieren Saisonfinale
Die Erding Gladiators haben ihr letztes Saisonspiel in der Oberliga Süd mit 2:4 gegen den EV Füssen verloren und damit den Allgäuern den verdienten Einzug in die Pre-Playoffs ermöglicht. Vor der starken Kulisse von 1.439 Zuschauern in der Stadtwerke Erding Arena zeigten die Gastgeber zunächst einen starken Auftritt, mussten sich am Ende aber der größeren Effizienz und Stabilität der Gäste beugen.
Emotional begann der Abend bereits vor dem ersten Bully: Routinier Elia Ostwald wurde für sein letztes Profispiel im Gladiators-Trikot gebührend verabschiedet. Auf der anderen Seite feierte mit dem 16-jährigen Eigengewächs Lorenz Teichert ein Young Gladiator sein Debüt im Seniorenbereich – ein sichtbares Zeichen dafür, dass der Sprung in den Oberliga-Kader in Erding mit Fleiß und Konsequenz machbar ist.
Auf dem Eis erwischten die Gladiators einen Traumstart. Bereits nach 56 Sekunden traf Maximilian Forster zum 1:0, vorbereitet von Kauhanen und Ostwald. Erding blieb am Drücker, setzte den sichtlich nervösen EVF früh unter Druck und gewann die meisten Zweikämpfe. Folgerichtig erhöhte erneut Forster in der 8. Minute auf 2:0, diesmal nach schöner Vorarbeit von Pfleger und Eberhardt. Mit 2:0 und einem Schussverhältnis von 13:12 ging es in die erste Pause – die Führung war verdient und spiegelte den guten Auftritt der Hausherren wider.
Auch zu Beginn des zweiten Drittels blieben die Gladiators am Drücker und erspielten sich mehrere gute Torchancen. Doch wie so oft in dieser Saison kippte die Partie, als sich Erding Fehler leistete, die auf diesem Niveau sofort bestraft werden. In der 30. Minute verkürzte Stransky zum 2:1, wenig später glich Jentsch zum 2:2 aus. Kurz vor der zweiten Pause drehte Füssen das Spiel komplett: Straub traf in der 39. Minute zum 2:3, womit die Allgäuer das Momentum endgültig auf ihre Seite zogen.
Im Schlussdrittel präsentierte sich der EVF wie eine Mannschaft, die unbedingt in die Pre-Playoffs wollte. Füssen agierte nun abgeklärt, gewann mehr Zweikämpfe und ließ die Gladiators offensiv kaum noch zur Entfaltung kommen. In Überzahl sorgte Slavik in der 48. Minute für das 2:4 und damit für die Vorentscheidung. Erding bemühte sich zwar um den Anschluss, fand aber gegen die kompakt verteidigenden Gäste keine Lösungen mehr.
Mit der Niederlage im Saisonfinale endet eine Oberliga-Spielzeit, in der die Gladiators ihr Ziel, die Pre-Playoffs zu erreichen, knapp verpasst haben. Die Mannschaft hat gezeigt, dass sie phasenweise mit jedem Gegner mithalten kann, in entscheidenden Momenten aber zu selten die nötige Konstanz und Fehlerfreiheit aufs Eis brachte. Gleichzeitig gab es begeisternde Spiele, hochklassigen Sport und wichtige Entwicklungsschritte.
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