Erding. (PM Gladiators) Nach dem furiosen 5:4-Heimsieg gegen Heilbronn erlebten die Erding Gladiators beim EV Füssen einen herben Rückschlag.
Vor 2.098 Zuschauern in der Bundesstützpunkt-Arena setzte es eine klare 0:5-Niederlage, bei der die Daffner-Truppe in vielen Bereichen zu wenig zeigte. Zwar erspielte sich Erding in den Anfangsminuten einige gute Chancen, doch diese blieben ungenutzt, während der EVF seine Gelegenheiten eiskalt verwertete und die Partie früh auf seine Seite zog.
Besonders im ersten Drittel stellte Füssens Offensivkraft den Unterschied dar: Die Gladiators ließen in den entscheidenden Szenen den nötigen Körpereinsatz und die Konsequenz vermissen. Im weiteren Spielverlauf verhinderten Unkonzentriertheiten und Scheibenverluste immer wieder den eigenen Spielfluss, während die Allgäuer abgeklärt auftraten und ihre Chancen effizient nutzten.
Im letzten Heimspiel des Jahres zeigten die Gladiators vor knapp 1.100 Zuschauer die gewünschte Antwort und rangen die Onesto Tigers Bayreuth in einem Offensivspektakel mit 6:5 nach Verlängerung nieder. Die Mannschaft kämpfte über 60 Minuten mit großem Einsatzwillen, belohnte sich mit zwei wichtigen Punkten und hätte bei konstanterer Defensivleistung auch drei Zähler holen können.
Schon im ersten Drittel entwickelte sich ein offener Schlagabtausch: Erding hatte dank mehrerer Überzahlsituationen mehr Spielanteile und Abschlüsse, Bayreuth agierte jedoch äußerst effizient und traf aus wenigen Chancen. Mark Waldhausen sorgte für das 1:1, Grady Hobbs glich im Powerplay mit einem satten Handgelenksschuss zum 2:2 aus.
Im zweiten Abschnitt drehten die Gladiators auf: Markus Eberhardt erzielte in Überzahl die erste Führung, Hobbs legte in Unterzahl das 4:2 nach. Bayreuth verkürzte zwar, doch Pfenninger stellte den 5:3-Zwischenstand her, bevor den Gästen im Schlussdrittel mit zunehmender Überlegenheit noch der 5:5-Ausgleich gelang. In der Overtime war es schließlich Cheyne Matheson, der aus kurzer Distanz zum vielumjubelten 6:5 einnetzte und den Gladiators einen emotional wichtigen Erfolg bescherte.
Zum Abschluss des Jahres steht für die Gladiators am Dienstag, 30.12.2025, 19:30 Uhr nun noch ein schweres Auswärtsspiel bei den EHF Black Hawks Passau auf dem Programm. Die Donaustädter zählen zu den positiven Überraschungen der Saison, haben sich trotz personeller Ausfälle im gesicherten Mittelfeld etabliert und peilen die sichere Qualifikation für die Pre-Playoffs an.
Angeführt von erfahrenen Kräften wie René Röthke und Andrew Schembri sowie punktstarken Importspielern punkten die Black Hawks regelmäßig und treten vor heimischer Kulisse sehr stabil auf. Für Erding wird es in Passau darauf ankommen, defensiv kompakt zu stehen, einfache Fehler zu vermeiden und an Einsatz und Moral aus dem Bayreuth-Spiel anzuknüpfen, um das Eishockeyjahr 2025 mit einem Ausrufezeichen zu beenden.
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