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Frankfurt. (StA) Spannung und Dramatik pur erlebten die Zuschauer am Freitag in der Eissporthalle in Frankfurt. Sah es zu Beginn der Partie noch nach...
Kassels Kreuzer stoppt Frankfurts Domogalla unsanft an der BAnde - © by Jens Strüfing

Kassels Kreuzer stoppt Frankfurts Domogalla unsanft an der BAnde – © by Jens Strüfing

Frankfurt. (StA) Spannung und Dramatik pur erlebten die Zuschauer am Freitag in der Eissporthalle in Frankfurt. Sah es zu Beginn der Partie noch nach einem klaren Sieg für die Löwen aus, mussten sie im Laufe des Spiels bis zum Ende zittern, ehe Gare mit dem Empty Netter seinem Team den Sieg sicherte. Bis dahin hatten die Huskies beinahe einen drei Tore Rückstand gedreht, doch der Glücklichere kam heute aus der Mainmetropole.

Ausgangslage: Kassel führte in der Best-of-Five Serie mit 2:1 und hatte am heutigen Freitag einen Matchball. Sollte sie dieses Spiel gewinnen, würden sie im Finale um die Oberliga Meisterschaft stehen. Frankfurt musste dieses Game für sich entscheiden, um die Chance auf den Titel zu waren.

Personalien: Bei den Löwen gab es nur ein Fragezeichen. Wer würde als Starting-Goalie im Tor stehen. Boris Ackers hatte seine Aufgabe in Kassel souverän erledigt und war, bis auf vielleicht den ersten Treffer der Huskies, vollkommen unschuldig an den Gegentoren. Somit fiel auf ihn auch die Wahl von Martin Jiranek. Für Sven Breiter stand Michael Schmerda wieder im Kader, der eine Auszeit bekommen hatte.

Die Huskies mussten auf Danny Albrecht verzichten, der sich am Ostermontag einen Muskelfaserriss zugezogen hatte und somit den Rest der Saison ausfällt. Für ihn wurde Jakub Wiecki von Uli Egen nominiert. Der Trainer der Kassler veränderte deswegen auch die Reihen. Kostyrev rückte als Center in die Reihe um Wiecki und Schwab und an seiner Stelle spielte Kreuzer in der Reihe mit Snetsinger und Doyle.

Spielverlauf & Analyse:

Die Löwen mussten dieses Spiel gewinnen und legten gleich los wie dir Feuerwehr. Nicht einmal 100 Sekunden waren gespielt und schon waren die Löwen durch die Treffer von Gare und Schmerda mit 2:0 in Führung gegangen. Der Start gefiel dem Husky-Trainer natürlich überhaupt nicht, woraufhin er im Anschluss die für ihn früheste Auszeit in seiner Karriere nahm. Die Ansprache hatte Wirkung bei seiner Mannschaft gezeigt, denn von nun an drängten sie auf den Anschlusstreffer. So ergab sich nach fünf Minuten eine erste richtig gute Chance für die Gäste, doch Schwab traf den Puck nicht richtig. In der Folge ergaben sich weitere gute Torgelegenheiten für die Huskies, ehe sich das Blatt in der Mitte des ersten Drittels wieder wendete. Gare und Rumpel hätten mit ihren Alleingängen das dritte Tor für die Löwen erzielen müssen. Bemerkenswert war, dass es die erste Strafzeit nach 19 Minuten gab. In dieser wurde es auf beiden Seiten noch einmal brenzlig. Erst tanzte der Puck auf der Linie von Husky-Goalie Finkenrath und dann ergab sich für die Gäste ein 3 auf 1 Break, doch ein Tor wollte in diesem Drittel nicht mehr fallen und so ging es mit 2:0 in die erste Drittelpause.

Das zweite Drittel begann für die Löwen 48 Sekunden lang in Überzahl. Doch das Powerplay verlief ohne Tore. In der 25. Minuten gab es die erste gute Gelegenheit für die Löwen, doch Gare scheiterte am Außennetz. Nur wenige Sekunden später fiel dann aber der dritte Treffer. Michael Schmerda verwertete einen Pass von Roland Mayr zum 3:0. Gleich in der nächsten Spielszene gab es die nächste Gelegenheit für die Frankfurter, doch Mayr schob den Puck am Tor vorbei. Die Löwen kämpften trotz der drei Tore Führung weiter, hatten sie doch schon so einen Vorsprung gegen Kassel in Spiel 1 aus der Hand gegeben. Beispielhaft war dafür Thomas Schenkel, der sich mit allem was er hatte in einen Schuss der der Huskies warf und diesen so kurz vor dem Tor ablenkte. Die Spielweise der Löwen am heutigen Tage machte den Kasselern sehr zu schaffen. Sie wirken Mitte des zweiten Drittels sehr müde. Doch die Löwen nutzen ihre Chancen nicht. Mayr agierte in der 33. Minute zu eigensinnig und scheiterte so an Finkenrath. Ein Querpass wäre an dieser Stelle die bessere Variante gewesen. Einmal passten die Löwen nicht auf gegen Klinge, der sich gegen drei Spieler durchsetzte und nur durch eine unkorrekte Aktion von Kreuzmann gestoppt werden konnte. Doch die Überzahl verpuffte nach nur 35 Sekunden, denn Engel ging Pohanka nach einem Konter nicht regelgerecht an und musste ebenfalls auf die Strafbank. Kurz vor dem Ende des 2. Drittels gab es für Rumpel zwei Minuten wegen Behinderung. Die Huskies ließen sich die Gelegenheit nicht entgehen und erzielten durch Kreuzer den Anschlusstreffer zum 3:1. Mit Ende des 2. Drittels gab es noch eine Strafzeit gegen den Sikora, so dass die Löwen erneut in Überzahl das Drittel begannen.

Frei nach dem Motto nach dem Spiel ist vor dem Spiel gab es nach Spielende noch ein kleines Handgemenge - © by Jens Strüfing

Frei nach dem Motto nach dem Spiel ist vor dem Spiel gab es nach Spielende noch ein kleines Handgemenge – © by Jens Strüfing

Doch auch dieses Powerplay blieb ohne Tor für die Heimmannschaft. Im Anschluss an die Strafe hatten die Huskies ein, zwei guten Chancen, doch richtig zwingende Aktionen waren nicht dabei. Einen weiteren Konter der Löwen konnten Valenti nur durch Halten stoppen, so dass er für zwei Minuten auf die Bank musste. Als das Powerplay gerade vorbei war, leistete sich Willaschek einen Stockcheck und musste auch für zwei Minuten auf die Bank. So waren die Löwen vier Minuten am Stück in Überzahl, doch die beste Chance hatten die Huskies, allerdings ließ sich Ackers bis hierhin nicht noch einmal überwinden. Doch nur knapp eine Minute später war es geschehen. Gegen die Löwen wurde eine Strafe angezeigt und die Huskies nutzen den einen Mann mehr zum 3:2 Anschlusstreffer durch Christ. Von da an hatten die Gäste Oberwasser und auch ihre Fans glaubten wieder an den Sieg. Martin Jiranek erkannte den Ernst der Lage und nahm seinerseits eine Auszeit, um sein Team noch einmal einzustellen. Für die Löwen sollten es lange neun Minuten werden. Beide Fan-Lager gaben nun noch einmal alles, um ihr Team nach vorne zu pushen. In Unterzahl hätte die Löwen beinahe die Entscheidung erzielt. Liesegang hatte den Puck schön gehalten, Schmid mustergültig bedient, doch der scheiterte an Finkenrath. Es wurde nun ein richtiger Krimi. Die Huskies erwachten nach dem Anschlusstreffer und folgerichtig ging es auf und ab. Die Stimmung war bombastisch. 52 Sekunden vor dem Ende schickte der Schiedsrichter Kreuzmann wegen Behinderung auf die Strafbank und acht Sekunden später nahm Egen Finkenrath vom Eis und brachten einen sechsten Feldspieler. Doch diese Aktion ging bereits sechs Sekunden später nach hinten los, als Lanny Gare mit einem Befreiungsschlag den Puck im leeren Tor versenkte. So gewannen die Löwen Spiel 4 mit 4:2.

Nach dem Spiel kassierte der Kassler Pantowski noch eine 10 Minute Strafe, wegen unsportlichem Verhalten.

 

Ausblick: Am Sonntag um 18:30 Uhr fällt in Kassel die Entscheidung, wer in das Finale einziehen wird. Auf Grund der bisherigen Ergebnisse sind die Huskies leichter Favorit, doch in diesem entscheidenden Spiel kann alles passieren.

 

Pressekonferenz

Ulrich Egen: Gratulation an Frankfurt. Der Knackpunkt war das dritte Tor, nicht die ersten beiden Tore. Wir sind in einen Konter gelaufen und haben das dritte Tor bekommen. Ich freue mich auf das fünfte Spiel. Zu Hause sind wir eine Macht. Wir wollen daheim gewinnen und ins Endspiel einziehen.

Martin Jiranek: Wir hatten einen sehr guten Start. Nach dem 3:1 hatten wir 2, 3 gute Chancen und hätten das Ding zu machen müssen. Wir müssen lernen die Buden zu machen. Ich erwarte am Sonntag auch ein ganz enges Spiel.

 

Löwen Frankfurt – Kassel Huskies 4:2 (2:0,1:1,1:1)

Torfolge:

1:0 (00:46) Lanny Gare

2:0 (01:33) Norman Martens; Michael Schmerda

3:0 (25:11) Michael Schmerda; Roland Mayr, Norman Martens

3:1 (39:12) Ales Kreuzer; Brad Snetsinger PP1

3:2 (50:08) Michael Christ; (Strafe angezeigt)

4:2 (59:26) Lanny Gare; Nils Liesegang ENG

Schiedsrichter: Daniels; Janßen, Neutzer

Strafminuten: Frankfurt 8 – Kassel 12 + 10 Pantowski

Zuschauer: 6946 (ausverkauft)

Löwen Frankfurt: Kovacic (Ackers); Schoofs – Schenkel, Neumann – Kirschbauer, Baumgartner – Kreuzmann, Stokowski; Fiedler – Pohanka – Rumpel, Schmid – Liesegang – Gare, Martens – Mayr – Schmerda, Bär – Ziolkowski – Domogalla

Kassel Huskies: Finkenrath (Ondrascheck); A. Heinrich – Valenti, Engel – Willaschek, Glusanok – Reiß, Pantowski; Klinge – Sikora – Christ, Snetsinger – Doyle – Kreuzer, Wiecki – Kostyrev – Schwab, Böhm, Berendt

 

Fotostrecke zum Spiel

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