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Kassel. (SC) Von Beginn an versprach das Hessenderby im Play-Off Halbfinale Spannung pur. Die Huskies zeigten sich von der ersten Minute an kämpferisch und...
Torjubel bei Brad Snetsinger (links) und Kyle Doyle  - © by Eishockey-Magazin (JMD)

Torjubel bei Brad Snetsinger (links) und Kyle Doyle – © by Eishockey-Magazin (JMD)

Kassel. (SC) Von Beginn an versprach das Hessenderby im Play-Off Halbfinale Spannung pur. Die Huskies zeigten sich von der ersten Minute an kämpferisch und bestimmten das Spielgeschehen im ersten Drittel.
Trotzdem gerieten sie in Rückstand – als Schmid in der 10. min nach einem Pass Martens nahezu unbedrängt die Scheibe per Weitschuss abziehen konnte, wurde Huskies Kepper Finkenrath eiskalt erwischt und die Gastgeber lagen 0:1 zurück.
Der Spielstand konnte zu diesem Zeitpunkt nur überraschen, denn die Huskies hatten bis dahin viel in das Spiel investiert. So dauerte es auch nur eine Minute bis die Huskies den Spielstand wieder ausgleichen konnten.
Kapitän Manuel Klinge war es, der das 1:1 erzielte und die Huskies Fans in der ausverkauften Kassler Eissporthalle jubeln ließ (11.).
Die Huskies dominierten weiter das Spielgeschehen, doch es sprang zunächst nichts mehr Zählbares für die Schlittenhunde dabei heraus.
In der 13. Spielminute forderte die hitzige Derbystimmung ihr erstes Tribut als auf Seiten der Kassel Huskies Pantkowski und auf Seiten der Frankfurter Stokowski nach einer handfesten Auseinandersetzung mit einer Spieldauer das Eis verlassen mussten. Gleichzeitig musste Kirschbauer nach einer Auseinandersetzung mit Snetsinger für 2+2 Strafminuten das Eis verlasse.

Die Huskies standen nun mit einem Mann mehr auf dem Eis, doch wie auch schon während der ersten Überzahlsituation (4.), machten die Gäste aus Frankfurt mit gutem Penaltykilling alle Bemühungen der Huskies auf den Führungstreffer zunichte.
Kaum waren die Löwen wieder vollzählig aus dem Eis, hatte Valenti nach einem Alleingang die große Chance, den zweiten Treffer für die Huskies zu erzielen (16.). Er schlenzte die Scheibe links am Torhüter der Gäste vorbei, doch sie landete nicht im Gehäuse sondern nur am Pfosten. Da hatten wirklich nur Millimeter gefehlt, der Torjubel lag den Spielern der Huskies und ihren Anhängern schon auf den Lippen.
So ging es also trotz vieler guter Torchancen der Huskies mit einem 1:1 in die erste Drittelpause.
Nach der Pause kamen die Gäste deutlich verbessert aus der Kabine und erspielten sich in der 21. Minute durch Rumpel und zwei Minuten später durch Fiedler aussichtsreiche Torchancen, die Huskies Torhüter Finkenrath jedoch vereiteln konnte. Auf der Gegenseite verpasste Reiß es nur knapp, die Scheibe im Gewühl vor Kovacic über die Torlinie zu bugsieren (25.).
Dann konnten sich die Zuschauer in der Kassler Eissporthalle nur verwundert die Augen reiben, denn die Huskies schienen plötzlich völlig von der Rolle. Innerhalb von vier Minuten gelang es den Gästen den Spielstand zu ihren Gunsten auf 4:1 zu erhöhen.
Zunächst traf Pohanka für die Löwen (27.), dann ließ Domogalla die zahlreich mitgereisten Löwenfans das zweite Mal innerhalb weniger Sekunden jubeln (28.), bevor schließlich Gare die Gäste in der 29. Minute mit 4:1 in Front brachte und den bisherigen Spielverlauf auf den Kopf stellte.
Man hätte nun meinen können, dass das Spiel gelaufen sei, doch was sich den Zuschauern nun bot, war bestes Play-Off Eishockey.
Noch im Mitteldrittel fiel der Anschlusstreffer für die Huskies. Doyle brachte die Huskies auf 2:4 heran (38.) und ließ die Gastgeber optimistisch in die letzten zwanzig Spielminuten gehen.
Da passte dann bei den Huskies wieder alles zusammen. Zwar erzielten sie auch jetzt keinen Treffer in eigener Überzahl (42.), doch als Schmid dann aus der Kühlbox kam, sich die Scheibe schnappte und allein auf Finkenrath zulief, parierte dieser den Schuss und hielt seinen Kasten sauber (44.).
Auch als die Gäste für 1:24 Minuten mit zwei Mann mehr auf dem Eis standen, konnten sie kein Kapital daraus schlagen (49.).

Immer wieder konnten sich die Huskies befreien, Klinge hatte sogar mittels eines Konters in Unterzahl eine gute Chance, den nächsten Treffer der Huskies zu erzielen und scheiterte nur knapp an Kovacic (49).
Es folgten ganz starke Minuten der Huskies. In der 53. Spielminute verfehlte Engel nur knapp den 3:4 Anschlusstreffer, als die Scheibe nach seinem Schuss vor der Torlinie liegen blieb.

Nur wenige Sekunden später aber brachte Christ den Huskies Anhängern mit seinem Treffer wieder Hoffnung das Unmögliche doch noch möglich zu machen und die Derbyniederlage in Spiel 1 des Play – off Halbfinales noch abzuwenden (54.).
Nur wenige Sekunden später schien der Puck wieder im Tor der Gäste, aber Löwen Keeper Kovacic hatte die Scheibe unter sich begraben und so den Ausgleichstreffer zum 4:4 in höchster Not verhindert.
Die Huskies zeigten nun eine kämpferisch ansehnliche Leistung, die am Ende auch belohnt wurde. Zwar verfehlte Doyles Schuss (54.) ebenso wie Snetsingers (56.) das gegnerische Gehäuse, doch wieder Christ war es der 4 (!) Sekunden vor der Schlusssirene die Stimmung auf den Rängen endgültig überkochen ließ und mit seinem Treffer zum 4:4 die Verlängerung erzwang.
In der Overtime ging es dann auf beiden Seiten hin und her. Ziolkowski verpasste in der 63. Minute den Siegtreffer für die Frankfurter, als er mit seinem Schuss nur die Maske Finkenraths traf. Auf der Gegenseite machte es Doyle nach genau vier gespielten Minuten mit seinem zweiten Treffer in diesem Derby besser und versetzte die Anhänger der Huskies mit seinem 5:4 Siegtreffer endgültig in einen Siegestaumel.
Mit 1:4 lagen die Huskies nach der Hälfte der Spielzeit zurück und kämpften sich doch wieder ins Spiel, um schließlich noch zu gewinnen. Damit bewahrheitete sich, was die Fans auf den Rängen schon längst wussten und lautstark kundtaten: Huskies geben niemals auf.

Kassel Huskies – Löwen Frankfurt 5:4 n.V. (1:1/1:3/2:0/1:0)

Tore: 0:1 (9:21 min) Schmid (Martens), 1:1 (10:21 min) Klinge (Christ, Heinrich), 1:2 (26:39 min) Pohanka (Ziolkowski, Kirschbauer),  1:3 (27:45 min) Domogalla (Schenkel), 1:4 (29:30 min) Gare (Schmid), 2:4 (37:59 min) Doyle (Klinge, Snetsinger), 3:4 (53:06 min) Christ (Albrecht, Sikora), 4:4 (59:56 min) Christ/6-5, 5:4 (64:00 min) Doyle (Glusanok)

Schiedsrichter: Daniels, Eric

Strafzeiten: Kassel Huskies 11+Spieldauer Pantkowski, Löwen Frankfurt 15+Spieldauer Stokowski

Zuschauer: 6100 (ausverkauft)

Play – Off Stand der Best of Five Serie: 1:0

 

Stimmen nach dem Spiel

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