
Krefeld.(RS) Im DEL2-Spiel zwischen den Krefeld Pinguinen und den Eispiraten Crimmitschau, kam es zu einer spannenden Partie, in der die Gäste überraschend, aber verdient, den Zusatzpunkt entführten.
Die Pinguine, als Tabellenführer und klarer Favorit, trafen auf das Team von Jussi Tuores, das aktuell am Tabellenende steht. Das letzte Duell dieser beiden Mannschaften in den Playoffs der vergangenen Saison endete in einem dramatischen Sieg der Westsachsen in der 2. Verlängerung von Spiel 7.
Trainer Thomas Popiesch konnte auf vier volle Sturmreihen zurückgreifen, lediglich Lucas Lessio fehlte. Crimmitschau dagegen trat mit der schwächsten Offensive der Liga an, mit nur 18 erzielten Toren nach 9 Spieltagen. In der Verteidigung gab Neuzugang Mirko Sacher sein Debut.
Im ersten Abschnitt spielten die Eispiraten gefällig mit, hatten jedoch Schwierigkeiten, wenn die Pinguine das Tempo anzogen. Schon in der 4. Minute scheiterte Marcinew an Schneider, während Adams Nachschuss von einem Verteidiger geblockt wurde. Die Gäste hatten ihre erste Chance in der 9. Minute, als Zikmund nach einem Krefelder Abwehrfehler gefährlich abschloss. Vandane versuchte es aus der Distanz, und kurz vor Ende des Drittels spielte Ex-Pinguin Saponari einen klugen Querpass, aber seine Mitspieler waren nicht in Position. Nach dem ersten Drittel blieb es beim 0:0.
Im zweiten Drittel machten die Schwarz-Gelben weiter Druck. Adam versuchte es aus der Distanz, blieb jedoch erfolglos. Die größte Chance der Partie hatte Kreutzer, als er in der 25. Minute die Latte traf – großes Glück für die Schwarz-Gelben. Beide Teams kassierten jeweils eine kleine Bankstrafe, doch die Überzahlspiele blieben harmlos. In der Schlussminute des Drittels setzte Newton zu einem Solo an, aber sein Schuss flog übers Tor. Auch nach 40 Minuten stand es 0:0.
Die Pinguine gingen im letzten Abschnitt in Führung. Raabe startete in der 46. Minute einen schönen Sololauf, spielte sich hinter das gegnerische Tor und legte präzise zurück auf Marcinew, der zur 1:0-Führung traf. Crimmitschau zeigte sich jedoch unbeeindruckt. In der 53. Minute kamen die Westsachsen zu einer großen Chance in Überzahl, als Lindberg knapp scheiterte und den Puck nicht an Bick vorbeibrachte.
Kurz nachdem Krefeld in der 56. Minute nach einer Strafe gegen Adam wieder vollzählig war, schlugen die Gäste zu. Mit einer schönen Passstafette erzielten sie den hochverdienten Ausgleich zum 1:1. Wenig später verpasste Lindberg mit einem Schuss an die Latte den möglichen Siegtreffer.
In der Verlängerung sicherten sich die Eispiraten schließlich den Zusatzpunkt. In der 63. Minute erzielte der Topscorer Lindberg das entscheidende Tor und bescherte Crimmitschau einen unerwarteten, aber verdienten Sieg gegen den bisherigen Tabellenführer.
Damit holten sich der ETC zwei wichtige Punkte und bewiesen, dass sie trotz ihrer Tabellenposition gegen die großen Teams bestehen können. Die Pinguine werden sich fragen müssen, wieso sie die Kontrolle über die Partie in der Schlussphase aus der Hand gaben.
Am Sonntag geht es für das Team von der Westparkstraße zum Aufsteiger, den Blue Devils aus Weiden. Das nächste Heimspiel der Pinguine findet am Freitagabend gegen die Starbulls Rosenheim statt.
Die Eispiraten erwarten in 2 Tagen die Eisbären aus Regensburg und am kommenden Freitag die Selber Wölfe.
Endergebnis:
Krefeld Pinguine – Eispiraten Crimmitschau 1:2 n.V. (0:0, 0:0, 1:1, 0:1)
Aufstellungen:
Krefeld Pinguine: Bick (Bittner) – Raabe, Vandane; Adam, Buschmann; Trinkberger, Söll; Konze – Cerny, Newton, Marcinew; Weiß, Matsumoto, Hops; Niederberger, Fischer, Riefers; Kuhnekath, Kretschmann, Schütz.
Trainer: Thomas Popiesch.
Eispiraten Crimmitschau: Schneider (Werner) – Kreutzer, Sacher; Olleff, Scalzo; Shevyrin, Vladelchtchikov; Schmidt – Spitzner, Lindberg, Smith; Feser, Wagner, Marenis; Zikmund, Reichel, Saponari; Böttcher, Michel, Zap.
Trainer: Jussi Tuores.
Statistik:
Tore: 1:0 (45:40) Marcinew (Raabe/Cerny), 1:1 (55:16) Saponari (Zikmund/Sacher), 1:2 (62:59) Lindberg (Smith)
Strafminuten: Krefeld 4, Crimmitschau 2
Schiedsrichter: Laudan/Ratz.
Zuschauer: 4.842
Stimme zum Spiel
Thomas Popiesch, Cheftrainer „Crimmitschau hat ein kluges Auswärtsspiel gezeigt. Sie haben zudem ihre Qualität gezeigt. Es wundert mich ein wenig, dass sie einen so schlechten Saisonstart hatten. Wir wollten kontrolliert spielen und in der Offensivzone Chancen kreieren. Das ist uns teilweise gelungen. Wir haben unsere Chancen im ersten und im zweiten Drittel nicht genutzt und so kippt ein Spiel dann schon einmal. Wir haben im letzten Drittel durch Matt Marcinew die Führung erzielt und eigentlich sollte so eine Führung einer Mannschaft Sicherheit geben. Wir wirkten heute dadurch ein wenig gehemmt. Wir hatten unnötige Scheibenverluste im Aufbauspiel und einen davon hat Crimmitschau dann genutzt. In der Phase hätten meine Spieler weniger ängstlich weiterspielen und unsere Struktur behalten müssen. In der Verlängerung waren wir ebenfalls zu zögerlich, hatten dann noch eine gute Chance und verlieren dann im Gegenzug in der eigenen Zone die Scheibe, weil wir den Spieler hinter dem Tor nicht richtig helfen. Das müssen wir also noch lernen, uns gegenseitig zu unterstützen, damit wir als Team weiterkommen.“



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