
Dresden. (PM) Die Dresdner Eislöwen haben die Partie gegen die Ravensburg Towerstars vor 3280 Zuschauern mit 2:7 (1:3; 0:1; 1:3) verloren. Da die Konkurrenten im Kampf um den achten Platz ihre Spiele jeweils gewinnen konnten, ist die Saison für die Mannschaft von Trainer Thomas Popiesch beendet.
Die Partie begann alles andere als positiv für die Gastgeber: Frederic Cabana (1.) konnte nach 16 Sekunden an der blauen Linie einen langen Pass von Christopher Oravec annehmen und blieb im direkten Duell mit dem Torhüter Sieger. Die Gäste setzten die Dresdner mit schnellen Aktionen nach vorn unter Druck, aber auch die Hausherren konnten sich immer wieder gute Chancen erarbeiten, die allerdings nichts Zählbares einbrachten. In der zehnten Minute kam der Puck wieder durch einen langen Pass ins Eislöwen-Drittel, die Hausherren konnten jedoch die Scheibe nicht kontrollieren. Radek Krestan nutzte die Gunst der Stunde und stocherte die Scheibe ins kurze Eck, als Torhüter Alec Richards bereits geschlagen am Boden lag. Doch die Jungs von Trainer Thomas Popiesch gaben die direkte Antwort: Jari Pietsch (11.) erzielte fast aus Höhe der Torlinie den Anschlusstreffer für seine Farben. Marko Friedrich (19.) stellte allerdings noch vor der ersten Pause den alten Abstand wieder her. An diesem Spielstand änderte sich auch nichts, da der HSR einen Überzahltreffer von Sami Kaartinen nicht hinter der Linie gesehen hatte.
Im Mittelabschnitt präsentierten sich die Eislöwen zunächst deutlich bissiger. Allerdings machten sie sich durch Abspielfehler und Puckverluste das Leben selbst schwer. Die Gäste nutzten dies zu zahlreichen Kontern, die vorerst entschärft werden konnten. Zumindest bis zur 33. Minute: Dann war Frederic Cabana in Unterzahl erfolgreich. Dieser Treffer machte den Dresdnern zu schaffen. Das Team verlor danach seine Ordnung. Erst in den Schlussminuten fingen sich die Eislöwen wieder, nur fehlte die Präzision im Abschluss.
Zu Beginn des Schlussdrittels versuchten die Hausherren den Spielstand zu ihren Gunsten zu korrigieren. Eine Spieldauerdisziplinarstrafe gegen Hugo Boisvert wegen hohen Stocks verhinderte jedoch eine mögliche Aufholjagd. In der darauffolgenden fünfminütigen Überzahl zogen die Gäste durch einen Doppelschlag von Radek Krestan (45./48) auf 6:1 davon. Davon erholten sich die Eislöwen nicht mehr. Zwar kämpfte die Mannschaft verbissen und wurde auch auf den Rängen unentwegt angefeuert, aber viel Aufwand brachte trotzdem keinen Nutzen.
Im Gegenteil, Frederic Cabana (50.) erhöhte nochmals für die Towerstars. Auch eine fünfminütige Überzahl (davon zwei Minuten im doppelten Powerplay) brachte erst in den letzten Sekunden Erfolg. Florian Lüsch (59.) konnte mit seinem ersten Saisontor noch einmal verkürzen, dieser Treffer hatte aber nur moralischen Wert.
Jari Pietsch wurde mit Verdacht auf eine Kieferverletzung ins Krankenhaus gebracht.
„Für uns ist es heute deprimierend“, sagte Eislöwen-Trainer Thomas Popiesch und fügte hinzu: „Wir haben uns immer wieder rangekämpft und waren nach dem schlechten Start und auch nach dem 1:2 wieder im Spiel. Aber wir haben es dem Gegner zu einfach gemacht, den Moment wieder auf seine Seite zu ziehen. Es fällt mir aktuell schwer über dieses Spiel zu reden, aber ich war enttäuscht, dass es Minuten gab, in denen die Mannschaft Köpfe und Schultern hängen gelassen hat.“
Fotostrecke zum Spiel
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