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Berlin. (TWL) Jetzt geht die Eishockey-Saison so richtig los. Jeden Tag zwei Spiele in der DEL. Langsam bekommt die Tabelle Aussagekraft. Die Eisbären waren... Eisbären entscheiden das Wiedersehen mit Pogge, Sheppard und Ferraro mit 4:2 für sich

Wiedersehen: Justin Pogge von den Haien und Leo Pföderl (Eisbären) – © Marco Leipold/City-Press

Berlin. (TWL) Jetzt geht die Eishockey-Saison so richtig los. Jeden Tag zwei Spiele in der DEL. Langsam bekommt die Tabelle Aussagekraft. Die Eisbären waren vor dem Spiel Zweiter in der Nord-Gruppe. Dieser Platz würde für die Play-Offs reichen. Die Kölner Haie wären auf Platz fünf raus.

Nach dem ersten Auswärtserfolg in Krefeld am Sonntag wollten die Hauptstädter sich an der Spitze in der Gruppe Nord festsetzen. Im letzten Spiel gegen Köln – auch in Berlin – vor 11 Tagen gab es einen klaren Sieg. „Wir hoffen, dass es wieder ein 5:0 gibt. Es wird ein Sieg, wenn wir 60 Minuten unser Spiel durchbekommen.“ Das sagte der erst 17-jährige Haakon Hänelt vor dem Spiel im Interview bei Magenta-Sport

Bei den seit vier Spielen sieglosen Kölner fehlten viele Spieler: Unter anderem Uvira, Sill, Ugbekile, Edwards und Oblinger. Dafür gab es ein Wiedersehen mit vielen Ex-Eisbären: Uwe Krupp, Justin Pogge, James Sheppard, der neu gekommene Landon Ferraro und Marcel Müller (2005-2007 bei den Eisbären). Für Sheppard war es „schade, dass die Fans nicht hier sind.“ Das fanden wir auch.

Im ersten Drittel ging es temporeich los. Nach einem kurzen Abtasten das 1:0 für die Haie (06:41). Marcel Mülller spielte Ping Pong mit Matt White und schoss die Scheibe nach Videobeweis irgendwie ins Berliner Tor. Man merkte, dass die Kölner nicht wieder so eine Pleite erleben wollten, wie bei dem letzten Spiel in Berlin. Nützte dann aber nichts. Noebels hinter dem Tor, Pass auf den ungedeckten Pföderl 1:1 (11:53). Die Berliner mit ungewohnt vielen Unkonzentriertheiten und Fehlern im Passspiel. Fiore mit einem Scheibenverlust an der blauen Linie. Marcel Müller ließ Niederberger beim 1:2 keine Chance (15:42). Die Berliner checkten jetzt mit ihrem Power-2-1-2 in der Kölner Hälfte. Das hatte Erfolg. Kurz vor Drittelende wehrte Pogge einen Schuss zu kurz ab. Pföderl glich zum 2:2 aus (17:14).

In der Drittelpause sagte Leo Pföderl zu Magentasport zum ersten Drittel: „Es geht nett auf und ab. Unsere Scheibenverluste müssen abgestellt werden. Wir haben vier Reihen und hoffen, dass alle spielen werden. Dann klappt das schon.“

Im zweiten Drittel starteten die Berliner wie die Feuerwehr. Sie spielten jetzt schneller, hatten einen Gang hochgeschaltet. Es sah aus wie Powerplay, war aber 5 gegen 5. Leo Pföderl weiter on fire. Aus kurzer Distanz rettete Pogge mit einer „Top Ten“-Parade. Zudem landete ein Schuss des 27-jährigen Nationalspielers der Eisbären am Pfosten.
Mitte des Drittels kamen dann aber wieder die Kölner. Matsumoto, Ma. Müller, Sheppard und F. Tiffels prüften mehrfach vergebens die „Bank“ Mathias Niederberger im Berliner Tor. Tuomie vergab dann noch in Unterzahl den Führungstreffer und scheiterte erneut an Pogge, der es anscheinend allen in Berlin zeigen wollte. Im zweiten Drittel war es ein Spiel der Torhüter. Beide parierten mehrfach glänzend.

Die Geschichte des dritten Drittels ist schnell erzählt. Die Eisbären wollten, die Haie konnten nicht mehr so. Je mehr Punkrock in den Spielpausen gespielt wurde (Blur, Offspring Green Day, usw.), desto mehr Druck machten die Hauptstädter. Foucault mit einem Alleingang an allen vorbei, aber Pogge hielt. Die Kölner wurden immer müder. Dann auch der Führungstreffer für die Eisbären. Der Kölner Gnyp schoss im eigenen Drittel auf einen liegengebliebenen Schläger. Reichel passte den Puck blitzschnell zu Marcel Noebels, der zum 3:2 einnetzte. Die Kölner versuchten noch einmal alles, nahmen in den letzten Sekunden Goalie Pogge raus. Umsonst. Reichel machte das Empty-net-goal: 4:2!

Die Eisbären bleiben nach dem Spiel Zweiter, die Kölner rutschen auf den siebten Platz. Am Donnerstag kommt es zum Spitzenspiel in der Gruppe Nord zwischen den Eisbären Berlin gegen die Pinguins Bremerhaven. Die Kölner spielen am Donnerstag das Derby gegen Düsseldorf.

(L-R) Frank Hördler, Leo Pföderl, Ryan McKiernan und Marcel Noebels von den Eisbären Berlin – © Marco Leipold/City-Press

Stimmen und Statistiken

(by Thomas Wisniewski-Lüke, MagentaSport und EIsbären Media)

Eisbären-Coach Aubin sagte nach dem Spiel in der Pressekonferenz: „Wir sind schwer ins Spiel gekommen. Köln war sehr aggressiv. Wir haben viele Fehler gemacht. Im zweiten Drittel wurden wir besser. Wir konnten die Scheibe besser erobern. Wir hatten beim 3:2 etwas Glück mit den Schläger. Die Liga ist eng. Wir sind froh über den Sieg.“

Wir befragten ihn noch zum 17-jährigen Haakon Hänelt, der sogar in der zweiten Powerplay-Formation spielte. Aubin dazu: „Hänelt muss langsam wachsen. Wir müssen ihn langsam aufbauen. Er ist ein großes Talent, hat sehr gute Hände und macht einen tollen Job.“

Marcel Müller sagte nach dem Spiel bei Magentasport: „Die Eisbären haben uns zwei Drittel eingeschnürt“ Pogge hat uns im Spiel gehalten.Wir müssen die individuellen Fehler abstellen und Donnerstag den Derby-Sieg holen.“

Lukas Reichel (Stürmer Eisbären Berlin): „Unsere Reihe hat heute gut harmoniert. Wir haben uns Chancen erarbeitet, und heute gingen die Pucks auch rein. Ich hoffe, dass es so weitergeht. Im Großen und Ganzen war es ein gutes Spiel, welches wir verdient gewonnen haben. Im ersten Drittel waren wir nicht so ganz da und hatten Glück, dass es 2:2 stand. Im zweiten und dritten Abschnitt hatten wir das Spiel dann unter Kontrolle.“

Berlins Marcel Noebels, der das 3:2 erzielte: „Super Team-Leistung würde ich sagen. Ich habe noch zum Leo gesagt – nach dem 2. Drittel stand´s noch 2:2, obwohl wir wirklich sehr gut gespielt haben und gute Chancen liegen gelassen hatten: Normalerweise geht´s noch anders rum. Die anderen kommen noch vors Tor und machen den Treffer Aber Gott sei Dank haben wir noch das Tor erzielt und das Spiel entschieden. Für die Play-Offs wird die Heimstärke noch ganz wichtig sein. Jetzt müssen wir noch einen Weg finden, auch auswärts zu Punkten zu kommen.“

Kölns Frederik Tiffels: „Es passieren viele Fehler, weil es ein sehr, sehr schnelles Spiel ist. Die Verteidiger müssen sich schnell umschauen, spielen die Scheibe nicht richtig, dadurch passieren viele Turnovers, daraus auch Tore. Unser Ziel muss sein, weniger Fehler zu machen und ein Tor mehr zu schießen.“

Die Reihen der Berliner Eisbären:
Offensive:

98 Foucault – 9 Zengerle – 97 White
93 Pföderl – 44 Reichel – 92 Noebels
21 Fiore – 91 M.Olver – 10 Tuomie
23 Labrie – 8 Kinder – 63 Hänelt

Defensive:
58 McKiernan – 7 Hördler
55 Ramage – 18 Müller
6 Wissmann – 17 Espeland
12 Mik

Tor:
35 Niederberger

Die Reihen im Powerplay:
97 White, 21 Fiore, 9 Zengerle, 58 McKiernan, 98 Foucault
44 Reichel, 17 Espeland, 63 Hänelt, 93 Pföderl, 92 Noebels

Die Reihen in der Unterzahl:
7 Hördler, 58 McKiernan, 93 Pföderl, 92Noebels
91 M.Olver, 10 Tuomie, 55 Ramage, 6 Wissmann

Endergebnis:
Eisbären Berlin – Kölner Haie 4:2 (2:2, 0:0, 2:0)
Aufstellungen:
Eisbären Berlin:
Niederberger (Ancicka) – McKiernan, Hördler (C); Ramage (A), Müller; Wissmann (A), Espeland; Mik – Noebels, Reichel, Pföderl; White, Zengerle, Foucault; Tuomie, Olver, Fiore; Hänelt, Kinder, Labrie – Trainer: Serge Aubin
Kölner Haie: Pogge (Weitzmann) – D. Tiffels, Mo. Müller; Sennhenn, Zerressen; Gagné, Gnyp; Glötzl – Akeson, Matsumoto, Barinka; Ma. Müller, Sheppard, F. Tiffels; Ferraro, Zalewski, Dumont; Köhler, Chrobot – Trainer: Uwe Krupp
Tore:
0:1 – 06:41 – Ma. Müller (Sheppard, F. Tiffels) – EQ
1:1 – 11:53 – Pföderl (Noebels, Reichel) – EQ
1:2 – 15:42 – Ma. Müller (F. Tiffels, Sheppard) – EQ
2:2 – 17:11 – Pföderl (Reichel, Müller) – EQ
3:2 – 50:10 – Noebels (Reichel) – EQ
4:2 – 59:43 – Reichel (Wissmann) – EQ/EN
Strafen: Eisbären Berlin: 4 (2, 2, 0) Minuten – Kölner Haie: 4 (0, 2, 2) Minuten
Schiedsrichter: Benjamin Hoppe, Marian Rohatsch (Maksim Cepik, Wayne Gerth)

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