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Berlin. (TWL/EBB) Das Ergebnis war eigentlich vorher klar. Der Tabellenerste Berlin gegen das Schlusslicht Krefeld in der Gruppe Nord. Da ging es eigentlich nur... Eisbären Berlin schießen Krefeld Pinguine mit 6:1 aus der Halle

Marcel Noebels – © Sportfoto-Sale (TWL)

Berlin. (TWL/EBB) Das Ergebnis war eigentlich vorher klar. Der Tabellenerste Berlin gegen das Schlusslicht Krefeld in der Gruppe Nord. Da ging es eigentlich nur noch um die Höhe des Sieges für die Hauptstädter. Die Berliner mit dem wieder genesenen Mark Olver, ohne Verteidiger Stefan Espeland, der die Woche nach Salzburg gewechselt war.

Die Berliner dominierten dann auch sofort das erste Drittel. Man hatte das Gefühl es spielte die erste Liga gegen die Regionalliga. Der erste Treffer ging dann auch auf das Konto der Berliner. Eisbären- „Knipser“ Kris Foucault nach 5 Minuten im Powerplay mit seinem 11. Saisontor. Die Eisbären spielten weiter volles Rohr. Berlins Verteidiger Jonas Müller wurde nicht angegriffen und zog zum 2:0 ab (13. Minute). Ex-Eisbär-Goalie Cüpper, der im Krefelder Tor viel zu tun bekam an diesem Abend, war ohne Chance. Die Krefelder nur mit halbherzigem Pressing, sie kamen mit ihren Befreiungen oft nur bis zur blauen Linie. War alles zu schnell für die Pinguine.

Im zweiten Drittel wurden die Krefelder dann etwas besser. Und mit dem Tor des Tages: Krefelds Stürmer Tianulin mit einem coolen Lacrosse-Trick hinter dem Tor, Vorlage auf Schymainski, der Eisbären-Goalie Niederberger keine Chance ließ. Sehenswert! Nur noch 2:1 (23. Minute). Die Berliner machten dann aber einfach weiter mit ihrer Qualität. Lukas Reichel schob Cüpper den Puck beim nächsten Powerplay durch die Schoner. 3:1 (33.Minute). Ein gutes Pferd springt halt nur so hoch, wie es muss. Tuomie und Hördler trafen dann noch den Pfosten.

Im dritten Drittel machte dann wieder der Tabellenführer das Spiel und belohnte sich noch mit drei Toren. Toller Pass von Eisbären-Verteidiger John Ramage auf Stürmer Matt White, 4:1 (46. Minuten). Dann nutzte Zach Boychuk mit einem One-Timer eine Strafzeit zum 5:1 (58.Minute). Und ein paar Sekunden vor Schluß netzte Eisbären-Kapitän Frank Hördler zum Endstand von 6:1 ein.
Es war der achte Heimspielsieg der Eisbären, sie bleiben damit Nummer 1 im Norden und bauen ihren Vorsprung weiter aus. Wir sind gespannt, wie weit die Hauptstädter in den Playoffs kommen werden. Nach den bisherigen guten Leistungen in der Saison müsste mindestens das Halbfinale drin sein. Auswärts muss es halt noch besser werden.

Bei den Krefeldern ist nach der Hauptrunde Schluss. Die Qualität reicht einfach nicht. Durch ihren neuen Trainer Donatelli gibt es aber anscheinend Besserungen. Schauen wir mal in der nächsten Saison.

Marcel Noebels wieder Topscorer!

Mann des Spiels, der Draisaitl der DEL, ist Eisbären-Stürmer Marcel Noebels. Mit seinen gestrigen drei Assists ist der „Spieler des Jahres“ wieder Nummer 1 bei den Topscorern. Er hat mittlerweile 24 Punkte bei Toren und Assists. In den letzten 14 Ligaspielen hat er immer gepunktet und damit bei den Eisbären einen neuen Rekord aufgestellt. Beeindruckend! Vielleicht wird er seinen Titel als „Spieler des Jahres“ wieder verteidigen.

Wir haben nach dem Spiel Eisbären-Trainer Serge Aubin, gefragt, wie wichtig er für die Mannschaft ist: „Er ist immer wichtig für uns. Sein Spiel wird immer noch besser. Was ihn ausmacht, ist sein hervorragendes Stellungsspiel. Er nutzt die Fläche und bringt sich dann in Situationen, wo er gute Spielzüge machen kann. Er arbeitet sehr, sehr hart.“
Für die Eisbären geht es am Freitag gegen die wiedererstarkten Kölner weiter. Die Krefelder spielen am Samstag gegen Bremerhaven.

Lukas Reichel (rechts) am Tor von Krefelds Keeper Marvin Cüpper – – © Sportfoto-Sale (TWL)

Stimmen und Statistik

Serge Aubin (Trainer Eisbären Berlin): „Ich bin sehr zufrieden, wie wir heute aufgetreten sind. Im ersten Drittel haben wir gut und kraftvoll gespielt. Im Mitteldrittel haben wir aber etwas nachgelassen, deutlich zu viele Strafen genommen und uns aus dem Rhythmus bringen lassen. Im Schlussdrittel haben wir das aber wieder besser gemacht, was auch mit den Anpassungen zusammenhing, die wir vorgenommen haben. Unser Powerplay war heute sehr gut. Wir haben solide gespielt und die Chancen genutzt, die wir bekommen haben.“

Marcel Noebels (Stürmer Eisbären Berlin): „Mit Blick aufs gesamte Spiel war es ein verdienter Sieg, wenn auch etwas zu hoch. Vierzig Minuten haben wir gutes Eishockey gespielt. Wir sind gut ins Spiel gekommen und auch in Führung gegangen, was sehr wichtig war. Das Mitteldrittel war nicht unser bestes Drittel, da haben wir Krefeld wieder etwas ins Spiel kommen lassen. Den Clubrekord aufzustellen macht mich stolz, ist aber Nebensache. Der Mannschaftserfolg steht im Vordergrund, aber natürlich freue ich mich sehr darüber.“

Jonas Müller (Verteidiger Eisbären Berlin): „Mit der Mannschaftsleistung können wir heute zufrieden sein, auch wenn wir im zweiten Drittel wieder zu viele Strafen genommen und Krefeld so wieder ins Spiel gebracht haben. Im Schlussdrittel haben wir aber wieder zu unserem Spiel gefunden, Krefeld nicht wirklich eine Chance gelassen und das Spiel gut zu Ende gebracht. Gegen Köln erwartet uns ein schweres Spiel, wir wissen aber, wie wir gegen sie spielen müssen. Wenn wir uns an unseren Plan halten, haben wir gute Chancen, auch dieses Spiel zu gewinnen.“

Endergebnis: Eisbären Berlin – Düsseldorfer EG 4:2 (1:1, 1:0, 2:1)
Aufstellungen
Eisbären Berlin:
Niederberger (Ancicka) – Ramage (A), Müller; Wissmann (A), Hördler (C), McKiernan; Mik – Foucault, Zengerle, Tuomie; Pföderl, Reichel, Noebels; Fiore, Boychuk, White; Labrie, Streu, Dietz; Olver – Trainer: Serge Aubin
Krefeld Pinguine: Cüpper (Quapp) – Sacher, C. Braun; Bappert, Bindulis; Gläßl, Mass; Bull – Karsums, Olson (A), L. Braun (A); Tyanulin, Blank, Schymainski (C); Lessio, Postel, L. Niederberger; Buncis, Petrakov, Shatsky – Trainer: Clark Donatelli

Tore
1:0 – 04:23 – Foucault (Fiore, White) – PP1
2:0 – 12:52 – Müller (Noebels, Ramage) – EQ
2:1 – 22:26 – Schymainski (Tyanulin, Petrakov) – PP1
3:1 – 32:48 – Reichel (Noebels, Hördler) – PP1
4:1 – 45:45 – White (Ramage, Müller) – EQ
5:1 – 57:18 – Boychuk (Noebels) – PP1
6:1 – 59:31 – Hördler (Ramage, Boychuk) – EQ
Strafen: Eisbären Berlin: 8 (0, 6, 2) Minuten – Krefeld Pinguine: 14 (4, 4, 6) Minuten
Schiedsrichter: Aleksander Polaczek, Andre Schrader (Maksim Cepik, Jonas Merten)

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