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Berlin. (TWL) Es ist erstaunlich, was die Pinguine Bremerhaven mit so einem kleinen Etat in den vergangenen Jahren alles gezaubert haben. Mit 4,5 Millionen... Eisbären Berlin mit glücklichem 2:0 im Spitzenspiel gegen Pinguins Bremerhaven

Serge Aubin schwört seine Spieler nochmals ein – © Sportfoto-Sale (TWL)

Berlin. (TWL) Es ist erstaunlich, was die Pinguine Bremerhaven mit so einem kleinen Etat in den vergangenen Jahren alles gezaubert haben.

Mit 4,5 Millionen Jahresetat haben sie weitaus weniger Geld als die großen Clubs in der Liga, die zum Teil das Dreifache an Geld zur Verfügung haben. Trotzdem führten sie mit 6 Siegen (6x in Folge) und nur zwei Niederlage die Tabelle Nord vor dem Spiel an. Die beste Mannschaft im Face-off (54,28 FO%), das beste Powerplay in der Liga (36,11 PP%), alles beeindruckende Werte. Sie hatten bisher – wie Berlin – auch nur 17 Tore kassiert, die zweitbeste Defensive hinter den Adlern Mannheim.

Bereits am ersten Spieltag gab es dieses Duell. Die Eisbären konnten damals in einem engen Spiel 3:2 gewinnen. Aubin hatte diesmal seine Reihen etwas verändert. Fiore mit Zengerle und White in der ersten Reihe. Foucault mit M. Olver und Tuomie in der dritten Reihe. Die Pinguine mit dem Neuzugang Tye McGinn.

Die Eisbären dominierten die ersten Minuten. In der fünften Minute musste des ehemalige Berliner Goalie Tomas Pöpperle (Zweitbester Torhüter der Liga 94,2 SV%) gegen Eisbären-Stürmer Pföderl klären. Die Pinguine ließen immer wieder Schüsse der Berliner zu, drängten sie dabei aber oft genug nach außen. Die Schüsse wurden dadurch eher ungefährlich.

Es war trotzdem ein sehr attraktives, schnelles Spiel. Es wurde um jeden Zentimeter gekämpft, jeder Check wurde zu Ende gefahren. Beide Mannschaften versuchten nah dran zu sein. So sah es schon nach Playoffs aus. In der 13. Minute dann ein Fehlpass vom Berliner Verteidiger Ramage. Der Bremerhavener Alber schoss an den Pfosten. Diese Situation wurde dann zum Weckruf für die Pinguine. So wie die Eisbären die ersten Minuten dominierten, waren die Pinguine in den letzten Minuten des Drittels überlegen. Dietz und McMillan mit Schüssen auf das Tor der Hauptstädter, aber Eisbären-Goalie Niederberger vereitelte diese Chancen. Nach dem ersten Drittel stand es 0:0.

Eisbären-Verteidiger Kai Wissmann sagte in der Pause zu Magentasport: „Es war nicht unser bestes Drittel, wir müssen uns besser unterstützen. Wir waren nur am Anfang am Drücker, dann wurde Bremerhaven besser. Wir müssen einfach härter arbeiten.“

Im zweiten Drittel spielten dann eigentlich nur noch die Bremerhavener. McMillian, Dietz, Mauermann, Verlic prüften Eisbären-Goalie Niederberger mit ihren Schüssen. The „Wall“ Niederberger war aber unbezwingbar. Alber direkt von der blauen Linie. Der Berliner Goalie hielt. Jeglic versucht den Puck ins Tor zu lenken, aber Niederberger hielt erneut. Beide Mannschaften kämpften, aber die Eisbären liefen eigentlich immer hinterher. Man wartete eigentlich nur noch auf das 1:0 für die Pinguine. Aber es blieb beim 0:0. Die Bremerhavener verzweifelten an der deutschen Nr.1 Mathias Niederberger, der erneut großartig spielte. 9 zu 3 Schüsse für die Bremerhavener im zweiten Drittel sagten dazu eigentlich alles. Seit 1994 waren zwei Goalies Spieler des Jahres : Trefilow (Düsseldorf) 2001 und Brathwaite (Mannheim) 2009. Wir finden, es wird dieses Jahr wieder Zeit für einen Goalie als Spieler des Jahres. Niederberger ist für uns ein ganz heißer Kandidat.

Im dritten Drittel wurde weiterhin um jeden Puck gekämpft. Der Berliner Coach Serge Aubin spielte jetzt eigentlich nur noch mit drei Reihen. Die Eisbären wehrten sich und versuchten wieder die Kontrolle über das Spiel zu bekommen. Espeland und White mit vergebenen Chancen. In der 46. Minute kommt der Puck irgendwie zu Noebels, der in das generische Drittel startete. Er zog ab, Pöpperle hielt den Schuss, Eisbären-Stürmer Noebels hakte nach, 1:0 für die Berliner (46:08). Das nennt man Effizienz. Die Pinguine schienen geschockt. Fiore und Reichel setzen nach, aber Pöpperle hielt. Die Bremerhavener versuchten noch einmal alles. Zwei Minuten vor Ende ging Pöpperle raus, die Pinguine jetzt mit sechs Feldspielern. Umsonst. Eisbären-Goalgetter Pföderl machte 44 Sekunden vor Schluss das Empty Net Goal zum Endstand von 2:0. Dritter Shutout für Niederberger. Er war der Matchwinner. Die Eisbären sind jetzt Spitzenreiter in der Gruppe Nord.

© Sportfoto-Sale (TWL)

In der Pressekonferenz nach dem Spiel sagte der Bremerhavener Coach Thomas Popiesch: „Glückwunsch an Serge und Berlin zum Sieg. Wir haben die komplette Spielzeit gut gespielt. Es waren viele intensive Zweikämpfe. Wir haben viel umgesetzt, von dem, was wir uns vorgenommen haben. Leider haben wir die Abschlüsse nicht gemacht. Knackpunkt war das zweite Drittel, wir haben auch nicht die Powerplays genutzt. Dann kam die schlechte Scheibe gegen uns, das Gegentor, dagegen sind wir vergebens angelaufen. Trotzdem Kompliment an meine Mannschaft. Wir haben uns leider nicht belohnt.“

Eisbären Coach Serge Aubin: „In den den ersten fünf – acht Minuten waren wir vorne gut. Das zweite Drittel war dann nicht gut für uns. Niederberger hat einen tollen Job gemacht. Er hat sehr stark gespielt. Im dritten Drittel wurde es dann besser. Die Pingiune bestimmten aber insgesamt das Spiel. Wir hatten dann ein gutes Ende, es war aber nicht unser bestes Spiel. Es war ein glücklicher Sieg, aber wir nehmen die Punkte mit.

Stimmen via MagentaSport

Berlins Torhüter Mathias Niederberger, der eine Fangquote von 100 Prozent aufwies und insbesondere im 2. Drittel sein Team vor einem Rückstand rettete: „Da mussten wir wirklich Druck aushalten. Wir haben in Unterzahl viele Schläge weggenommen und die Zeit minimiert.“ Zum Gefühl des Spitzenreiters: „Das genießen wir. In jedem Fall. Es war uns bewusst, dass es heute schwer wird gegen Bremerhaven.“

Pinguin Jan Urbas: „In einem solchen Spiel ist es immer gleich: die Mannschaft, die das erste Tor schießt, macht einen großen Schritt zum Erfolg. Es war ein richtig gutes Spiel von beiden Seiten. Aber wir haben verloren.“

Bremerhavens Neuer Tye McGinn über seine ersten 10 Minuten Eiszeit in der DEL nach dem 2. Drittel, sein letzter Einsatz war im März in der AHL: „Das hat Spaß gemacht. Das ist ein gutes Spiel. Ich bin glücklich hier zu sein. Es ist schon hart nach der langen Zeit. Ich versuche, wenig Fehler zu machen. Wir hatten ein gutes zweites Drittel, sehr gute Chancen. Jetzt müssen wir eine Möglichkeit finden, den Puck ins Tor zu bringen.“

Statistik

Tore:
1:0 – 46:08 – Noebels – EQ
2:0 – 59:16 – Pföderl (Noebels, Hördler) – EQ

Strafen: Eisbären Berlin: 18 (2, 16, 0) Minuten – Fischtown Pinguins Bremerhaven: 4 (2, 0, 2) Minuten
Schiedsrichter: Benjamin Hoppe, Marian Rohatsch (Jonas Merten, Nikolaj Ponomarjow)

Eisbären Berlin: Niederberger (Ancicka) – Müller, Ramage (A); Hördler (C), McKiernan; Espeland, Wissmann (A); Mik – Noebels, Reichel, Pföderl; White, Zengerle, Fiore; Tuomie, Olver, Foucault; Hänelt, Kinder, Labrie – Trainer: Serge Aubin
Fischtown Pinguins Bremerhaven: Pöpperle (Maxwell) – Fortunus (A), Dietz; Eminger, Moore (C); Krogsgaard, Alber; Stowasser – Verlic, Jeglic, Urbas (A); McGinn, Quirk, Wahl; Mauermann, McMillan, Uher; Reisnecker, Gläser, Sykora – Trainer: Thomas Popiesch

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