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Einbruch in der Schlussphase! Eisbären Regensburg verlieren das Derby in Landshut binnen 280 Sekunden

Regensburg gleicht im dritten Drittel einen Zwei-Tore-Rückstand aus, doch Powerplay des EVL macht in der Schlussphase den Unterschied

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© Fotoschmiede MCB
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Regensburg. (PM Eisbären) Erst zurückgekämpft, dann doch verloren: Eishockey-Zweitligist Eisbären Regensburg hat sein Auswärtsderby beim EV Landshut mit 3:6 (1:1/0:2/2:3) verloren.

Vor 4448 Fans in der ausverkauften VR-Bank-Landshut-Arena am Gutenbergweg gingen die Niederbayern im ersten Durchgang trotz Überlegengeit der Oberpfälzer im Powerplay durch Tobias Lindberg in Führung (17. Minute). Doch nur 48 Sekunden später netzte Kevin Slezak zum 1:1-Ausgleich ein (18.). Im Mitteldrittel verwertete der EVL dann zwei Mal einen Nachschuss, um auf 3:1 davonzuziehen: Erst war es Jesse Koskenkorva, der vor Torhüter Konrad Fiedler am schnellsten schaltete (34.), kurz vor Ende des Durchgangs dann Ex-Regensburger David Stieler (40.). Mit einem Kraftakt kämpften sich die Gäste im Schlussabschnitt wieder zurück: Erst Samuel Payeur (42.), dann Slezak mit seinem sehenswerten zweiten Treffer (49.) glichen für die Eisbären zum 3:3 aus. Doch die Isarstädter zeigten in der Folge eindrucksvoll, warum sie das beste Überzahlspiel der Liga haben: Erst abermals Lindberg (51.), dann Tor Immo (53.) schossen ihre Farben wieder mit 5:3 in Front, als jeweils ein Gästespieler auf der Strafbank saß. Den Schlusspunkt setzte EVL-Verteidiger Martin Haš mit seinem Empty-Net-Tor, als Fiedler für einen weiteren Feldspieler das Eis verließ (55.). In der DEL-2-Tabelle sind die Domstädter nun Achte (40 Punkte), Landshut blieb auf Rang vier (jetzt 48). Weiter geht es für die Schützlinge von Trainer Peter Flache mit drei weiteren Auswärtspartien hintereinander. Am morgigen Sonntag, 28. Dezember, steht die schwere Aufgabe beim Topteam der EC Kassel Huskies, derzeit Dritte, an (17 Uhr). Zwei Tage darauf, am Dienstag, 30. Dezember, treten die Donaustädter bei zum nächsten Rivalenduell bei den Starbulls Rosenheim, derzeit Zweite, an (19:30 Uhr). Als Abschluss der Serie in der Fremde geht es dann im ersten Spiel im neuen Jahr 2026 am Freitag, 2. Januar, zum aktuellen Ligaprimus Krefeld Pinguine (19:30 Uhr). Vor eigenem Publikum in der Donau-Arena sind die Eisbären dann am Sonntag, 4. Dezember, wieder im Einsatz: Dann gastieren die Lausitzer Füchse aus Weißwasser bei den Oberpfälzern. Tickets gibt es unter www.ebr.live.

Nachbericht

Mit gleichem Personal wie zuletzt, aber leicht veränderten Reihen ging Eishockey-Zweitligist Eisbären Regensburg ins Auswärtsderby beim EV Landshut. In der mit 4448 Fans ausverkauften VR-Bank-Landshut-Arena am Gutenbergweg startete im Tor erneut Konrad Fiedler. Jonas Neffin war sein Backup, Cole Danielsmeier stand nicht im Kader. In der Verteidigung musste Trainer Peter Flache abermals auf Nick Mähler (bei der Vorbereitung der U-20-Nationalmannschaft auf die Weltmeisterschaft in den USA) verzichten, im Sturm auf die verletzten David Morley und Constantin Ontl sowie Lukas Krieger und Matěj Giesl.

Die Gäste starteten furios in die Partie und erspielten sich eine ganze Reihe an Chancen, doch statt einer eigentlich verdienten Führung gab es nach 17 Minuten erst einmal den Rückstand: Der EVL stellte sein starkes Überzahlspiel (Erfolgsquote fast 29 Prozent – Bestwert der DEL 2) gnadenlos unter Beweis. Die erste Strafe gegen lief gerade einmal acht Sekunden, da zappelte der Puck schon hinter Fiedler im Netz, der NHL-erfahrene Schwede Tobias Lindberg hatte getroffen. Doch die Eisbären hatten direkt die Antwort parat: Bryce Kindopp bediente den halblinks völlig freistehenden Kevin Slezak und der verwandelte nur 48 Sekunden später ins quasi komplett leere Heimtor zum 1:1-Ausgleich (18. Minute), gleichzeitig der Pausenstand. Pech für die Eisbären: In der rasanten Begegnung, die in aberwitzigem Tempo hin und her wogte, trafen sie gleich zwei Mal nur den Pfosten.

Im Mitteldrittel entwickelte setzte sich zunächst der offene Schlagabtausch fort, ehe sich die Hausherren, begünstigt durch Strafen gegen die Eisbären, ein Übergewicht erspielten. Eine dieser Hinausstellungen war gerade abgelaufen, da schaltete Jesse Koskenkorva bei einer unübersichtlichen Situation vor dem Regensburger Tor am schnellsten und schob zum 2:1 für die Dreihelmestädter ein (34.). Und auch beim Landshuter 3:1 kurz vor Ende des Durchgangs reagierte ein EVL-Akteur bei einem Rebound gedankenschnell: Ex-Regensburger David Stieler netzte ein (40.).

Aufholjagd vergeblich

Doch die Eisbären hatten sich vor dem Schlussabschnitt noch nicht aufgegeben und zeigten Moral: Nach Wiederbeginn benötigte der quirlige Samuel Payeur nur 76 Sekunden, um mit großem Einsatz zum 2:3-Anschluss zu treffen (42.). Und als Slezak nach Doppelpass mit Jeremy Bracco wenig später sogar mit einem Traumtor das 3:3 folgen ließ (49.), lag die Sensation in der Luft. Der EVL um Trainer Uwe Krupp nahm sofort seine Auszeit – und schlug gnadenlos zurück: Abermals fiel der Treffer in Überzahl nach nur wenigen Sekunden – dieses Mal benötigte Lindberg derer nur neun (4:3 – 51.). Mit dem 5:3 durch Tor Immo, erneut nach nur wenigen, exakt fünf, Sekunden in Überzahl fiel kurz darauf bereits die Vorentscheidung für die Niederbayern (53.). Regensburg stemmte sich zwar gegen die Niederlage und nahm Fiedler schon früh während eines eigenen Powerplays vom Eis, um ein weiteres Comeback zu erzwingen – doch Landshuts Verteidiger Martin Haš sorgte mit seinem Empty-Net-Treffer für den 6:3-Endstand (55.).

Durch die Niederlage sind die Oberpfälzer in der DEL-2-Tabelle nun Achte (40 Zähler), Landshut behauptete Rang vier (jetzt 48). Das anspruchsvolle Programm der Rot-Weißen geht indes bis über den Jahreswechsel hinaus Schlag auf Schlag weiter: Insgesamt bestreiten die Donaustädter satte acht Partien binnen 17 Tagen – davon sind vier bereits absolviert. Die kommenden drei Begegnungen sind nun abermals in der Fremde. Am morgigen Sonntag, 28. Dezember, steht die schwere Aufgabe beim Topteam der EC Kassel Huskies, derzeit Dritte, an (17 Uhr). Zwei Tage darauf, am Dienstag, 30. Dezember, treten die Donaustädter bei zum nächsten Rivalenduell bei den aktuell zweitplatzierten Starbulls Rosenheim an (19:30 Uhr). Als Abschluss der Serie in der Fremde geht es dann im ersten Spiel im neuen Jahr 2026 am Freitag, 2. Januar, zum aktuellen Ligaprimus Krefeld Pinguine (19:30 Uhr). Vor eigenem Publikum in der Donau-Arena sind die Eisbären dann am Sonntag, 4. Dezember, wieder im Einsatz: Dann gastieren die Lausitzer Füchse aus Weißwasser bei den Oberpfälzern. Tickets gibt es unter www.ebr.live.

Statistik

EV Landshut – Eisbären Regensburg 6:3 (1:1/2:0/3:2)

Freitag, 26. Dezember 2025 – VR-Bank-Landshut-Arena Landshut – Beginn: 17 Uhr.

Aufstellungen
Landshut: Jonas Langmann (60:00 Minuten) und Philipp Dietl (beide Tor) – Wade Bergman (A/2 Strafminuten), Dylan Plouffe (2), Stanislav Dietz, Martin Haš (2), Elias Lindner (2) und Alexander Dersch (4) (alle Abwehr) – Jakob Mayenschein, Julian Kornelli, Lukas Gaus (2), Trevor Gooch, Jesse Koskenkorva, David Elsner (A), Tobias Lindberg, David Stieler, Tor Immo (C), Pascal Steck, Seonwoo Park und Luis Scheibengraber (alle Sturm). – Trainer: Uwe Krupp (Headcoach) sowie Ales Jirik (Assistent).
Regensburg: Konrad Fiedler (58:43 Minuten) und Jonas Neffin (beide Tor) – Sean Giles (2 Strafminuten), Guillaume Naud (2), Pascal Zerressen (A), Paztrick Demetz (4), Jakob Weber, Marian Bauer (2) und Maximilian Merkl (alle Abwehr) – Alexander Berardinelli (2), Corey Trivino (A/2), Bryce Kindopp (2), Kevin Slezak, Samuel Payeur, Jeremy Bracco, Pierre Preto, Donát Péter, Yuma Grimm, Aleandro Angaran, Nikola Gajovský (C) und Marks Kristians Jirgensons (alle Sturm). – Trainer: Peter Flache (Headcoach) und Hugo Boisvert (Assistent).

Strafminuten: Landshut 14 – Regensburg 16.

Zuschauer: 4448 (VR-Bank-Landshut-Arena Landshut – ausverkauft).

Schiedsrichter: Markus Schütz und Andreas Gawlik (beide Hauptschiedsrichter) sowie Jonas Reinold und Alexander Pletzer (beide Linesperson).

Tore

1. Drittel:
1:0 (17. Minute/PP1) Tobias Lindberg (Tor Immo, David Elsner);
1:1 (18.) Kevin Slezak (Bryce Kindopp, Corey Trivino);
2. Drittel:
2:1 (34.) Jesse Koskenkorva (Jakob Mayenschein, Stanislav Dietz);
3:1 (40.) David Stieler (Tor Immo, Dylan Plouffe);
3. Drittel:
3:2 (42.) Samuel Payeur (Pascal Zerressen, Jeremy Bracco);
3:3 (49.) Kevin Slezak (Jeremy Bracco, Pascal Zerressen);
4:3 (51./PP1) Tobias Lindberg (David Elsner, Wade Bergman);
5:3 (53.) Tor Immo (David Stieler, David Elsner);
6:3 (55./EN/SH1) Martin Haš.


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