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Ein Wiedersehen mit echtem Playoff-Zündstoff: Selber Wölfe fordern die Scorpions heraus

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© Mario Wiedel
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Sel. (PM Wölfe) Im Playoff-Viertelfinale kommt es zur Neuauflage des Finalklassikers aus der Saison 2020/2021: Die Selber Wölfe treffen erneut auf die Hannover Scorpions – jene Gegner, gegen die sie sich damals in einem dramatischen fünften Spiel mit 4:2 durchsetzten und den Aufstieg perfekt machten.

Auch diesmal verspricht die Best-of-Seven-Serie Hochspannung und die Wölfe starten selbstbewusst in die Runde.

Formkurve

Die Selber Wölfe gehen mit breiter Brust ins Playoff-Viertelfinale gegen die Hannover Scorpions, haben sie doch im Achtelfinale ohne Niederlage die starken Saale Bulls Halle in die Sommerpause geschickt. Einer der ausschlaggebenden Punkte für den Seriensieg war die unglaubliche Effizienz in der Offensive, wie auch Selbs Goalie Michel Weidekamp bestätigt: „Wir waren einfach ein bisschen abgezockter vor dem Tor. Wir hatten in allen Spielen weniger Schüsse als Halle, aber letztendlich haben wir die Dinger in den richtigen Momenten gemacht. Und das macht dann den Unterschied in so einer Serie.“ Wichtig ist auch, dass das Powerplay wieder auf einem richtig guten Niveau ist und dass sich Michel Weidekamp letztendlich von seiner besten Seite zeigte. Auch Verteidiger Stephan Tramm bestätigt die Aussagen seines Torhüters: „Wir haben gegen Halle Kaltschnäuzigkeit gezeigt und haben die Tore zum richtigen Zeitpunkt gemacht. Allerdings müssen wir in der Verteidigung unser Spiel noch ein wenig verbessern.“ Darüber hinaus hat der 27-Jährige noch einen weiteren Erfolgsfaktor ausgemacht: „Gut gefallen hat mir, dass wir als komplette Einheit aufgetreten sind. Es stand nie ein einzelner Spieler auf dem Eis, sondern immer das gesamte Team.“

Der Gegner

Die Hannover Scorpions waren in der Hauptrunde mal wieder der Maßstab in der Oberliga Nord. Spätestens nach dem Trainerwechsel von Kevin Gaudet auf Rico Rossi im November läuft es beim Team aus der Wedemark, das mit etlichen Spielern mit Wölfe-Vergangenheit gespickt ist. So trugen Pascal Aquin, Nick Miglio, Arturs Kruminsch, Carson McMillan, Christoph Kabitzky, Dennis Schütt, Jeroen Plauschin und Jordan Knackstedt in der Vergangenheit bereits das Trikot der Selber Wölfe. Das extrem erfahrene Team kann sich zwischen den Pfosten voll auf Patrick Berger, der – ebenso wie Jeroen Plauschin – vor kurzem noch von den insolventen Heilbronner Falken in die Wedemark wechselte, verlassen. Rechtzeitig vor dem Viertelfinale wurde auch noch Stürmer Jordan Knackstedt wieder fit, der die ganze Saison verletzt ausgefallen war und im letzten Spiel der Achtelfinalserie seine erste Pflichtspielpartie in der laufenden Spielzeit absolvierte. Hinsichtlich der Kontingentspieler setzt man bei den Scorpions rein auf Kanadier. Allan McPherson ist der Topscorer, Pascal Aquin folgt ihm in der internen Wertung auf Rang drei, Marc-Olivier Vallerand ist siebtbester und Sahir Gill elftbester Punktesammler des Teams. Am Freitag wird aber keiner der Ahornblätter, sondern der Deutsch-Amerikaner und frühere Publikumsliebling der Wölfe Nick Miglio den Goldhelm des CrahMate-Topscorers bei den Scorpions tragen, da er mit vier Toren und vier Vorlagen in den Playoffs der punktbeste Spieler des Oberliga-Nord-Meisters ist.

Statistik

Betrachtet man nur das Playoff-Achtelfinale, haben die Wölfe im Powerplay klar die Nase vorn gegenüber den Hannover Scorpions. Während die Porzellanstädter fünf von zehn Möglichkeiten zum Torerfolg nutzten, lag die Erfolgsquote bei den Mellendorfern „nur“ bei 25 Prozent (zwei Treffer aus acht Möglichkeiten), was immer noch ein mehr als ordentlicher Wert ist.

Stephan Tramm blickt voraus

„Mir war es eigentlich egal, wen wir bekommen. Denn am Ende musst du jeden schlagen, um Meister zu werden“, hat Stephan Tramm ganz entspannt den Ausgang des Achtelfinals zwischen den Tölzer Löwen und den Hammer Eisbären mitverfolgt. Da er vergangene Saison noch für die Scorpions aufgelaufen ist, kann der Wölfe-Verteidiger den Gegner ganz gut einschätzen: „Die Scorpions sind so mit das Beste, was die Oberliga zu bieten hat. Sie sind extrem schnell, gut eingespielt und kaltschnäuzig. Da kann sich jeder Fan auf diese Viertelfinalserie freuen. Ich glaube, das wird ein sehr hochklassiges Eishockey.“ Stephan Tramm erwartet eine enge Serie, in der Kleinigkeiten über Sieg und Niederlage entscheiden werden: „Es wird entscheidend sein, zu welchem Zeitpunkt die Tore fallen. In der Serie gegen Halle haben wir immer wieder in den richtigen Momenten Tore geschossen und so das Momentum wieder auf unsere Seite gezogen. Darüber hinaus wird es darauf ankommen, wer weniger Fehler macht.“

Lineup

Eric Doronin und Jonas Körber werden weiterhin ausfallen. Auch Daniel Weiß ist erst einmal weiter nicht einsatzfähig. Darüber hinaus hat sich Philip Ziesche eine Verletzung zugezogen, die für ihn leider das vorzeitige Saisonende bedeutet.

Modus/Spielwertung

Die Serie zwischen den Hannover Scorpions und den Selber Wölfen wird im Best-of-Seven-Modus ausgetragen. Das Team, das zuerst vier Siege eingefahren hat, entscheidet die Serie für sich und zieht ins Halbfinale ein. Für den Verlierer ist die Saison zu Ende.
Steht es in einer Partie nach der regulären Spielzeit von 60 Minuten unentschieden, erfolgt eine Verlängerung von 20 Minuten. Jedoch nur so lange, bis ein Tor erzielt wird (Sudden Death). Die Pause mit Eisbereitung dauert 18 Minuten. Die 20-minütigen Verlängerungen werden so lange wiederholt, bis das entscheidende Tor gefallen ist. Es wird auch in der Verlängerung mit 5 gegen 5 Feldspieler gespielt.

Termine

Die Termine für die Serie wurden wie folgt festgelegt:
Freitag, 20. März 20 Uhr Hannover Scorpions vs. Selber Wölfe
Sonntag, 22. März 18 Uhr Selber Wölfe vs. Hannover Scorpions
Dienstag, 24. März 20 Uhr Hannover Scorpions vs. Selber Wölfe
Freitag, 27. März 20 Uhr Selber Wölfe vs. Hannover Scorpions
Sonntag, 29. März 18 Uhr Hannover Scorpions vs. Selber Wölfe (sofern notwendig)
Dienstag, 31. März 20 Uhr Selber Wölfe vs. Hannover Scorpions (sofern notwendig)
Donnerstag, 02. April 20 Uhr Hannover Scorpions vs. Selber Wölfe (sofern notwendig)

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