Selb. (PM Wölfe) Tom Pauker durchlief den kompletten Selber Nachwuchs und machte bei den Selber Wölfen in der Oberliga auch seine ersten Schritte im Profibereich, ehe es ihn in die Ferne zog.
Mit der Erfahrung aus 52 DEL2- sowie 495 Oberliga-Partien kehrt der 31-Jährige nun nach über 10 Jahren zurück zu seinen Wurzeln und soll den Kader seines Heimatvereins auf noch solidere Beine stellen. Wenn mit den Passformalitäten alles funktioniert, ist der Neuzugang bereits im Derby gegen Bayreuth spielberechtigt.
Profikarriere nach Ausbildung in Selb
Als waschechter Selber durchlief Tom Pauker den kompletten Nachwuchs seines Heimatvereins und wurde bereits als 16-Jähriger erstmals in den damaligen Oberliga-Kader hochgezogen. Nach kurzen Stationen in Rosenheim (DNL) und Bayreuth ging es für ihn wieder zurück nach Selb, wo er sich direkt als Stammspieler im Profibereich durchsetzen konnte. Zur Saison 2016/2017 folgte dann der Schritt in die DEL2 zum EC Bad Nauheim. Für die Kurstädter lief der Rechtsschütze insgesamt 52-Mal in der zweithöchsten deutschen Spielklasse auf. Anschließend ging es für ihn in der Oberliga über die Stationen Weiden und Rosenheim nach Rostock, wo Tom Pauker vier Spielzeiten verbrachte und unter anderem gemeinsam mit Moritz Raab auflief, ehe er sich zunächst in Erfurt und zuletzt in Leipzig näher an der Heimat – aber weiter in der Oberliga Nord – gelegene Engagements suchte. In insgesamt 495 Oberliga-Partien sammelte der Stürmer 383 Scorerpunkte und 539 Strafminuten.
Energiegeladener, robuster Teamplayer
Tom Pauker gilt als läuferisch starker und energiegeladener Stürmer, der es versteht, seinen Körper einzusetzen. Zudem besitzt er viel Zug zum Tor und das Team steht für den 31-Jährigen immer im Vordergrund. Bei seinen früheren Clubs war der robuste Stürmer immer weit vorne in den Scorerlisten zu finden, nahm aber nicht ausschließlich wegen seines Scoring-Touches tragende Rollen im jeweiligen Teamgefüge ein. Dies sind alles Eigenschaften, die man in Selb gerne sieht und zu einer schnellen Integration im Wolfsrudel beitragen werden.
„Ich möchte körperlich vorangehen“
„Wir freuen uns sehr, dass mit Tom Pauker erneut ein Spieler aus dem eigenen Nachwuchs den Weg zurück nach Hause findet. Mit ihm stellen wir unseren Kader nochmals auf ein solideres Fundament und sind für etwaige Ausfälle, für die heiße Phase der Saison und hoffentlich auch darüber hinaus gut gerüstet. Tom wird als Eigengewächs und mit seiner Grundeinstellung viel Energie als auch Erfahrung aufs Eis und ins Team bringen“, begründet Frank Hördler, Sportlicher Leiter der Selber Wölfe, die Nachverpflichtung. „Meine Frau und ich stammen beide aus Selb, der Kontakt zu den Selber Wölfen ist über die ganzen Jahre nie abgerissen. Als sich nun die Möglichkeit ergab, mich noch in der laufenden Saison dem Wolfsrudel anzuschließen, war es schnell klar, dass wir diese als Familie wahrnehmen wollen. Zumal wir im Februar auch noch einmal Nachwuchs erwarten“, freut sich Tom Pauker auf seine Rückkehr in die Heimat. „Für mich geht es nun darum, mich möglichst schnell und vor allem gut ins Team einzufinden. Die Mannschaft hat aktuell einen guten Lauf und hat gute Leistungen gezeigt. Ich möchte körperlich vorangehen, das ein oder andere Tor schießen und der Mannschaft da helfen, wo sie es gerade am meisten benötigt. Mit meiner Energie kann ich – falls nötig – auch mal ein Spiel an mich reißen.“
Bestmögliche Ausgangssituation für die Playoffs schaffen
Sofern bis dahin alle Passformalitäten erledigt sind, könnte Tom Pauker bereits am Freitag für die Selber Wölfe zum Einsatz kommen: „Das wäre natürlich ein perfekter Einstand vor ausverkauftem Haus in der NETZSCH Arena im Derby gegen Bayreuth“, fiebert der gebürtige Selber bereits seinem ersten Einsatz nach zehn Jahren im Trikot seines Heimatclubs entgegen. Aber selbst, wenn dies nicht funktionieren sollte, gibt es für den 31-Jährigen noch genug Ziele für die laufende Saison, die es zu erreichen gilt: „Es wird nun bis zum Ende der Hauptrunde darum gehen, dass wir uns die bestmögliche Ausgangssituation für die Playoffs erarbeiten. Dann muss man sehen, wie weit wir kommen können.“
Tom Pauker
Geburtstag: 15.06.1994
Geburtsort: Selb
Größe: 1,86 m
Gewicht: 91 kg
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Selber Wölfe vor Derby und Familienspieltag: Drei Herausforderungen zum Jahresstart
Bayreuth, Lindau und Riessersee – die Wölfe wollen ihre Siegesserie ausbauen
Die Selber Wölfe starten mit Rückenwind ins neue Jahr: Nach drei Siegen in Folge warten gleich drei spannende Aufgaben – das Derby gegen Bayreuth, das Auswärtsspiel in Lindau und der Familienspieltag gegen Riessersee. Fans dürfen sich auf packende Duelle und besondere Aktionen in der NETZSCH Arena freuen.
Formkurve
Drei Spiele in Folge, davon zwei Auswärtspartien, konnten die Selber Wölfe zuletzt für sich entscheiden. Dadurch hat sich das Team um Leitwolf Richard Gelke auch wieder auf den vierten Tabellenrang nach oben gearbeitet. Nach und nach sind auch Akteure aus Verletzung oder Krankheit zurückgekehrt, sodass dem Trainerteam wieder mehr Optionen hinsichtlich der Aufstellung zur Verfügung stehen.
Die Gegner
Die Formkurve der Onesto Tigers Bayreuth zeigt rechtzeitig vor dem Derby wieder leicht nach oben. Nach vorangegangenen fünf Niederlagen in Folge konnten die Wagnerstädter in den letzten drei Begegnungen immer punkten. Auch wenn es nach einem Sieg nach regulärer Spielzeit über Stuttgart gegen Erding als auch gegen
Deggendorf jeweils nur zu einem Punkt reichte. Gegen die Wölfe werden die Tiger aber sicher wieder alles auf dem Eis lassen, um den Porzellanstädtern zum zweiten Mal in Folge die Heimderby-Fete zu verderben. Denn bisher gingen die Begegnungen beider Teams in dieser Saison jeweils ans Auswärtsteam. Einem 5:2-Erfolg im Tigerkäfig ließen die Selber Wölfe eine 2:3-Niederlage in der NETZSCH Arena folgen.
Schwer einzuschätzen ist die aktuelle Verfassung der EV Lindau Islanders. Seit dem letzten Aufeinandertreffen mit den Selber Wölfen (2:1 Overtime-Sieg für Selb in Lindau) gab es für die Islanders drei Siege und drei Niederlagen. So ließen die Bodenseestädter einem 9:1-Erfolg über Bayreuth eine 1:7-Niederlage gegen Tölz folgen. Auf eine knappe Niederlage gegen Füssen antworteten die Islanders mit einem 6:3-Erfolg in Peiting. Die bisherigen Aufeinandertreffen beider Teams in dieser Spielzeit endeten denkbar knapp. Zuhause gewannen die Wölfe nach regulärer Spielzeit mit 3:2, in Lindau entführten die Selber zwei Punkte mit einem Sieg nach Overtime.
Am Dreikönigstag gastiert dann zum Familienspieltag (Spielbeginn bereits um 15 Uhr!) der SC Riessersee in der NETZSCH Arena. Seit einem Trainerwechsel am 9. Dezember stehen bei den Garmischern vier Siege sowie vier Niederlagen zu Buche. Einer knappen Heimniederlage gegen die Memmingen Indians folgte ein Sieg nach Verlängerung bei den Heilbronner Falken, der die Selber Wölfe einen Tabellenplatz nach oben klettern ließ. Beide Spiele gegen den SCR konnten die Selber Wölfe in dieser Saison jeweils mit drei Toren Unterschied für sich entscheiden.
Statistik
Mit großem Abstand sind die Onesto Tigers Bayreuth die bösen Buben der Liga. Die Tigers kassieren durchschnittlich 15,7 Strafminuten pro Partie. Die EV Lindau Islanders folgen hier an dritter Stelle mit 12,2 Minuten pro Spiel, Selb kommt auf einen Wert von 11,4 und der SC Riessersee auf durchschnittlich 10,3 Strafminuten.
Daniel Weiß und Richard Gelke blicken voraus
„Derbys sind immer etwas Tolles. Ich habe ja schon eines spielen dürfen vor den überragenden Fans in Selb. Die sind ja auch immer bei den anderen Spielen lautstark dabei. Diese Unterstützung ist brutal wichtig. Es wird ein harter Kampf, wie die letzten beiden Spiele gegen Bayreuth auch schon. Und da freuen wir uns natürlich alle drauf“, hat Wölfe-Stürmer Daniel Weiß erst einmal die Partie am Freitag im Fokus. „Dass wir jetzt wieder mit vier Reihen agieren können und unser System spielen können, kommt uns natürlich zugute. Nach einer langen Phase, in der wir überwiegend nur mit drei Reihen spielen konnten, werden wir wieder frischer und können marschieren. Die freien Tage an Silvester und Neujahr wollen wir natürlich genießen und auch ein wenig feiern. Wir wissen aber natürlich auch, was uns am 2. Januar erwartet“, analysierte Wölfe-Kapitän Richard Gelke nach dem Spiel bei EV Füssen im Interview mit dem Medienpartner der Selber Wölfe Radio Euroherz.
Lineup
Daniel Ulrich, Jonas Körber, Patrick Klöpper, Sebastian Scherer und Eric Doronin (Saisonaus) müssen weiterhin verletzt oder erkrankt passen. Wenn hinsichtlich der Passformalitäten für Neuzugang Tom Pauker alles glatt läuft, wird er bereits am Freitag im Derby gegen die Onesto Tigers Bayreuth spielberechtigt sein.
Familienspieltag gegen Riessersee
Beim Familienspieltag gegen den SC Riessersee am Dienstag ist einiges geboten. Neben dem familienfreundlichen Spielbeginn um 15 Uhr wird es an den Verkaufsständen zusätzlich zum üblichen Sortiment noch Muffins und Cookies zum Sonderpreis. Darüber hinaus werden sich die Selber Wölfe Juniors mit ihrem U7-Team in der ersten Drittelpause mit einem Show-Spiel präsentieren. Zudem bekommen das Trainerteam, unser Stadionsprecher sowie das Streaming-Team tatkräftige Unterstützung von jungen Fans, die sich auf die ausgeschriebenen „Jobs“ beworben haben.
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