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Waldkraiburg. (PM Löwen) Siebter Spieltag in einer zunehmend verwirrenden Bayernligasaison 2020/2021. Das Pandemiethema, kurzfristige Änderungen auf politischer Ebene und nicht zuletzt Erkrankungen oder Verdachtsfälle... EHC Waldkraiburg besiegt Buchloer Piraten

Josef Huber mit dem Schlusspunkt und dem 7-2 – © Paolo Del Grosso

Waldkraiburg. (PM Löwen) Siebter Spieltag in einer zunehmend verwirrenden Bayernligasaison 2020/2021. Das Pandemiethema, kurzfristige Änderungen auf politischer Ebene und nicht zuletzt Erkrankungen oder Verdachtsfälle in einigen Teams, werfen und würfeln die Eishockeywelt gehörig durcheinander.

Lediglich drei der 15 Teams dieser Saison können die volle Anzahl an Spielen vorweisen, eines davon ist der Gegner des EHC Waldkraiburg vom vergangenen Freitag, der ESV Buchloe.

Dieser startete mit mehr Tempo als erwartet in dieses Spiel und war so nicht nur auf Augenhöhe, sondern den Löwen streckenweise sogar etwas überlegen. Dennoch, die erste Chance gehörte den Löwen nach nur etwa 20 gespielten Sekunden. Michael Trox versuchte sich am Piraten-Goalie Alex Reichelmeir der noch einige Male an diesem Abend im Fokus stehen sollte. Im direkten Gegenzug zu dieser Chance prüften die Gäste auch Kevin Yeingst, der aber wie sein Gegenüber ebenfalls auf dem Posten und hellwach war. Nach viel Geplänkel ohne zwingende Möglichkeit, war es dann Nico Vogl der auf der rechten Seite durchbricht, abzieht und den Klang von hartem Gummi auf Metall durch die mit 199 Zusehern knapp besetzte, jedoch aber ausverkaufte Raiffeisen-Arena schallen lässt.

Nur wenig später, Philip Seifert saß für die Löwen auf der Strafbank, der erste Jubel für Buchloe. Michal Telesz fasst sich in Überzahl ein Herz, rennt über das halbe Feld, vorbei an lediglich halbherzig verteidigenden Löwen und trifft zur Buchloer Führung. In etwa sechs Minuten lang sollte diese Führung andauern. Dann, in der 17. Minute des ersten Drittels, ist es Leon Judt der die Löwen mit einem Schuss von der blauen Linie wieder auf die Spur bringt. Im Anschluss liefen die Löwen wieder schneller und schienen allgemein konzentrierter zu Werke zu gehen. Aus diesem Grund durfte der EHC vor der Drittelsirene sogar noch in Führung gehen. Als Torschütze des 2:1 wurde Josef Straka im Stadion durchgesagt, auf dem Spielberichtsbogen ist für das 2:1 jedoch Tomáš Rousek eingetragen, nach Auswertung der Videobilder kann man berichten, dass Michail Guft-Sokolov einen Schlenzer von Jeske erfolgreich zum Pausenstand abfälschte. Eine geschlossene Mannschaftsleistung also.

Das zweite Drittel war, bis auf wenige Ausnahmen fest in den Händen der Löwen. Wie Buchloes Trainer in der anschließenden Pressekonferenz ebenfalls mitteilte, war der Aufsteiger aus Buchloe beeindruckt von der Geschwindigkeit des Spiels, dieser Tatsache zollte man nun Tribut. Bereits in der sechsten und siebten Minute mussten die Piraten einen Doppelschlag des EHC hinnehmen. Zuerst war es Patrick Zimmermann, der nach einem scharfen Querpass von Michail Guft-Sokolov zum 3:1 einnetzen kann, dann, nur eine Minute später ist es Philipp Seifert der von der blauen Linie einen satten Schuss von der Leine lässt und zum 4:1 trifft. Am Aufwind der Löwen kann dann auch das zwischenzeitliche 4:2 durch Philip Wolf, der den Puck förmlich über die Linie kämpft, nichts ändern. Nur zwei Minuten später rückt Mathias Jeske, nach Zuspiel von Rousek und Guft-Sokolov, die Verhältnisse wieder gerade und erzielt das 5:2, das auch gleichzeitig den Pausenstand darstellt.

Im dritten Durchgang erhält, laut Alex Piskunov in der Pressekonferenz, auch die dritte und vierte Reihe mehr Eiszeit. Diese Eiszeit nutzten die jungen Wilden in bestmöglicher Form, nämlich durch Tore. Zuerst ist es Eduard Dmitrik der mit seinem ersten Tor in einer Seniorenmannschaft glänzen kann, Passgeber waren Tomáš Rousek und Tim Ludwig. Fast auf die Sekunde genau fünf Minuten später darf sich dann Josef Huber in die Torschützenliste eintragen, hierbei kam die Vorlage von Felix Lode und eben erwähntem Eduard Dmitrik. Den Rest des Spiels, das mit drei kleinen Strafen pro Team sehr fair geführt wurde, nutzten die Löwen um nichts weiter anbrennen zu lassen und so endete dieser Spieltag mit drei Punkten für den EHC, neun Toren für die Fans und neun verschiedenen Torschützen für beide Teams. aha


Freibeuter können Löwen nicht zähmen
Buchloe verliert in Waldkraiburg mit 2:7 – zwei Doppelschläge brechen den Piraten das Genick

Waldkraiburg/Buchloe (chs) Abermals mit leeren Händen mussten die Buchloer Piraten am Freitagabend die Heimreise antreten.

Beim Tabellenzweiten in Waldkraiburg hieß es am Ende 2:7 (1:2, 1:3, 0:2), womit die Rot-Weißen auch im vierten Anlauf auf fremdem Eis glücklos blieben. Letztlich bereiteten die Freibeuter den favorisierten Löwen vor allem in der ersten Hälfte des Spieles aber einiges an Kopfzerbrechen, weshalb das Resultat am Ende sicherlich das ein oder andere Tor zu hoch ausfiel. Am verdienten Erfolg des letztjährigen Vizemeisters gab es nach 60 Minuten allerdings trotzdem nichts zu rütteln.

Zum ersten Mal in dieser Spielzeit vertraute ESV-Trainer Christopher Lerchner im Tor auf Alexander Reichelmeir. Und dieser sollte im Verlauf des Spiels trotz der sieben Gegentore einen starken Auftritt zeigen. Der Buchloer Schlussmann stand schon nach wenigen Sekunden im Mittelpunkt, als Michal Trox jedoch verpasste. Auch auf der Gegenseite hatte Robert Wittmann nach gerade einmal 60 Sekunden bereits die erste gute Einschussmöglichkeit, die aber ungenutzt blieb. Nach der munteren Anfangsphase – in der auf Buchloer Seite auch einmal das Aluminium retten musste – beruhigte sich das Geschehen auf dem Eis dann ein wenig. Die Buchloer hielten aber weiter gut dagegen und so fiel die Führung nach elf Minuten nicht ganz unverdient. In Überzahl legte Michal Telesz von den Hausherren zu wenig attackiert ein Solo hin und traf flach zum 1:0. Auch danach spielten es die Buchloer durchaus clever und ordentlich. Waldkraiburg tat sich sichtlich schwer, gefährlich vors ESV-Tor zu gelangen. Und wenn dann war da noch Alexander Reichelmeir zur Stelle. Umso ärgerlicher aus ESV-Sicht, dass die Löwen den Spielstand doch noch vor der Pause drehen konnten. Erst traf Leon Judt zum Ausgleich (17.), ehe Tomas Rousek drei Minuten später einen Schuss von Mathias Jeske zum 1:2 in die Maschen abfälschte (19.).

Nach diesen zwei bitteren Gegentoren sollte im Mitteldrittel nach 27 Minuten der nächste folgenschwere Doppelschlag des EHC folgen, der den Piraten letztlich auch das Genick brechen sollte. Eine scharfe Hereingabe von Michail Guft-Sokolov lenkte Patrick Zimmermann zum 1:3 ins Tor und nur eine gute Minute später erhöhte Philipp Seifert mit einen satten Blueliner sogar auf 1:4. Für die Buchloer wurde es nun also ein sehr weiter Weg zu einem möglichen Punktgewinn bei einem der Top-Favoriten der Liga. Noch gaben sich die Piraten aber nicht geschlagen. Philip Wolf verkürzte auf 2:4, als er im Slot die Scheibe förmlich über die Linie kämpfte (29.). Doch die Waldkraiburger, die nun fokussierter und zielstrebiger wirkten als noch im Startabschnitt, hatten zum Leidwesen der Piraten sofort die passende Antwort parat. Mathias Jeske traf zum 2:5 und stellte den alten Abstand so gleich wieder her (31.). Anschließend hatte Maximilian Schorer noch einmal die Möglichkeit zu verkürzen (37.), doch er vergab ebenso wie Josef Straka, der an zwei überragenden Saves von Reichelmeir scheiterte (39.).

Im finalen Durchgang war die faire Partie nach dem sechsten Treffer der Löwen durch Eduard Dmitrik nach 46 Minuten endgültig entschieden. Zu souverän spielten die Gastgeber fortan, als dass die Piraten noch einmal hätten zurückkommen können. Dass Josef Huber sogar noch zum 2:7 einnetzte machte das Ergebnis dann doch deutlicher als es über 60 Minuten gewesen war. Nichts desto Trotz blieben die drei Punkte am Ende verdient in Waldkraiburg, während die Buchloer weiter auf ihren ersten Auswärtserfolg warten müssen.

Am Sonntag kann der ESV zumindest weiter an seiner bislang makellosen Heimbilanz basteln. Dort sind ab 17 Uhr die Schweinfurt Mighty Dogs zu Gast, die am Freitag Kempten mit 4:3 besiegten.

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