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An der Ensisheimerstraße herrscht Aufbruchstimmung. Nachdem die vergangene Saison auch im Eishockey unterhalb der Profi-Ligen weitgehend der Corona-Pandemie zum Opfer gefallen ist, geht der... EHC Freiburg: Nach „verlorener“ Corona-Saison – Zugänge aus Ingolstadt und Finnland

Ravil Khaidarov (vorne) – © Sportfoto-Sale (SD)

An der Ensisheimerstraße herrscht Aufbruchstimmung. Nachdem die vergangene Saison auch im Eishockey unterhalb der Profi-Ligen weitgehend der Corona-Pandemie zum Opfer gefallen ist, geht der Nachwuchs des EHC Freiburg mit einem runderneuerten Trainer-Trio hoffnungsvoll in die Saison 2021/22 – und hat große Pläne.

Vom DEL-Club ERC Ingolstadt kommt Trainer Petr Bares, 51, an die Dreisam. In Ingolstadt hatte der A-Schein-Inhaber mit deutschem und tschechischem Pass seit 2014 die Jugend- bzw. Schülerteams in den höchsten Bundesligen gecoacht, zu Titeln und Aufstiegen geführt und das dortige Eishockey-Internat aufgebaut. In Freiburg ist der frühere Verteidiger kein Unbekannter – nach 454 Zweit- und Drittligaspielen hatte er im EHC seine Spielerkarriere im April 2010 beendet. Bilanz im Freiburger Trikot: 166 Spiele, 15 Tore und 32 Assists, 142 Strafminuten. Ab nächster Woche wird sich Petr Bares nun als Freiburger Trainer um die Konsolidierung des EHC-Nachwuchses bemühen und hauptverantwortlich die U15 und U13 übernehmen.

Erstmals seit seiner Gründung 1984 wird der EHC Freiburg ab August einen Nachwuchstrainer aus Skandinavien haben. Pyry Eskola, 32, ist Absolvent des renommierten Vierumäki-Instituts in Finnland, der einzigen „Eishockey-Universität“ weltweit. Da er alle Träume von einer Profi-Karriere nach einer Verletzung früh an den Nagel hängen musste, kann Pyry trotz seines jungen Alters schon auf reichhaltige Trainererfahrung zurückgreifen. Seit 2013 hat er Nachwuchsteams in Österreich, Italien, Norwegen und der Schweiz angeleitet. An der Ensisheimerstraße wird der Finne, der auch Deutsch spricht, den Bereich der „Kleinsten“ (U11-U7, Laufschule, Kitas) im EHC koordinieren und an den Skating-Skills der gesamten Abteilung arbeiten.

Dritter im Nachwuchs-Bunde ist Peter Salmik, 46, der in Freiburg eigentlich nicht mehr vorgestellt werden muss. Seit 1993 hat der gebürtige Slowake im EHC schon fast jede denkbare Position bekleidet, von Spieler über Cheftrainer Profis bis zu Teammanager. Nach einem dreijährigen Intermezzo in Basel kehrte er vor vier Jahren in Freiburgs Westen zurück. Hier brachte er vor allem U13 und U15 in die Spur und feierte mit der 1b einen Meistertitel. In der neuen Saison ist Salmik für die „großen“ Teams (U17, U20, 1b) hauptverantwortlich. Zusammen mit Bares und Eskola soll er aber auch allen anderen Spielern neuen Schwung verleihen.

Damit verabschiedet sich der EHC-Nachwuchs von seinem Trainer Ravil Khaydarov, mit dessen Namen der Aufschwung der vergangenen fünf Jahre untrennbar verbunden ist. Khaydarov hatte die U15 erstmals in die Schüler-Bundesliga (Bayernrunde) geführt und war im Herbst 2020 mit unserer U17 nach sechs Kantersiegen auf Aufstiegskurs, als Corona den Spielbetrieb stoppte und der Verband alle Nachwuchs-Ligen für ein Jahr einfror. Nun erhielt EHC-Ikone Khaydarov ein einmaliges Angebot aus Russland, das Farmteam seines Jugendvereins Salawat Ufa zu coachen, der in der KHL (dem osteuropäischen Pendant zur NHL) spielt. Dass er das Angebot nach jahrzehntelanger Freiburg-Treue annahm, ist bedauerlich, aber nachvollziehbar. Der EHC wünscht Ravil viel Erfolg an der Wirkungsstätte seiner Kindheit. Für sein Engagement im EHC-Nachwuchs danken wir auch unserem langjährigen Trainer Rudi Gorgenländer. Er hatte bereits im Corona-November 2020 entschieden, sich beruflich neu zu orientieren.

Mit der neuen Trainer-Riege geht der EHC-Nachwuchs tatendurstig in die Zukunft. Nach einer Phase der Konsolidierung wird das durch Corona schockgefrostete Ziel, Freiburg in die Nachwuchs-Bundesligen zurück zu führen, wieder aufgenommen; immerhin war dieser Verein zwischen 2003 und 2009 gleich drei Mal Deutscher Juniorenmeister. Dem EHC-Vorstand ist bewusst, dass eine ambitionierte Jugendarbeit heute der Schlüssel für die Profi-Erfolge von morgen ist.

Besonderes Augenmerk legt die Nachwuchsleitung nun auf die Jüngsten, die seit nunmehr 14 Monaten ohne Eis auskommen mussten. Im Herbst bemüht sich der EHC wieder mit Kids Days, einem Girls Day und weiteren Aktionen intensiv darum, Jungen und Mädchen der Jahrgänge 2010 bis 2018 für die schnellste Mannschaftssportart zu begeistern. Aktuell sind rund 200 Aktive in allen Altersklassen zwischen U7 und U20 gemeldet. Eine neue 1b und ein Damenteam sind im Aufbau.

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