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Iserlohn. (MK) Der 5:3 Sieg der Iserlohn Roosters gegen die Löwen Frankfurt hatte für die rund 4000 Zuschauer definitiv einen hohen Unterhaltungswert. Acht Treffer,... Effektive Roosters zwingen Löwen mit 5:3 in die Knie – „Gordie Howe Hattrick“ für Hubert Labrie –  Greg Poss vor dem wichtigen Augsburg-Match: „Schauen weiter von Spiel zu Spiel“

Eric Cornel – © Sportfoto-Sale (JB)

Iserlohn. (MK) Der 5:3 Sieg der Iserlohn Roosters gegen die Löwen Frankfurt hatte für die rund 4000 Zuschauer definitiv einen hohen Unterhaltungswert.

Acht Treffer, viele packende Zweikämpfe, Spannung bis zur letzten Minute, Boxeinlagen und ganz nebenbei ein „Gordie Howe-Hattrick“ von Iserlohns Hubert Labrie, boten den Zuschauern einige „Aha-Momente“.

Nach der 5:2 Niederlage in Frankfurt Ende September und dem 3:2 Sieg nach Verlängerung Mitte Oktober konnten die Roosters also den ersten „Dreier“ gegen die Löwen in dieser Saison einfahren.

Roosters effektiv, Boxeinlagen kurz vor Spielende

Die Hausherren begannen druckvoll und konnten den sehr sicher wirkenden Hildebrand im Frankfurter Tor in der 17. Minute erstmals durch Bender bezwingen. Vorausgegangen war dem Treffer ein mutiger Querpass durch das Löwendrittel von Kapitän Ankert, den Bender am linken Bully kreis direkt in die Maschen setzen konnte. Frankfurts Antwort kam aber fast postwendend. Labrie hatte auf der Iserlohner Strafbank noch gar nicht richtig Platz genommen, als Bokk per Onetimer nur 56 Sekunden nach dem Führungstreffer ins linke Eck zum 1:1 Pausenstand einnetzen konnte.

Im Mittelabschnitt hatten die Gastgeber schnell wieder das Momentum auf ihrer Seite. Buschmanns Schuss von der blauen Linie (23.) fälschte Labrie unhaltbar für Hildebrand zum 2:1 ab. Die Löwen fighteten allerdings zurück. Insbesondere in der Phase zwischen der 30.- und 35. Minute schnürten sie die Roosters fast minutenlang in deren Drittel ein. Jenike im Tor der Roosters reagierte allerdings glänzend und entschärfte unter anderem Großchancen von Wruck, Elsner, Nehring und Scarlett. Der förmlich in der Luft liegende Ausgleich wäre zu diesem Zeitpunkt für die Gäste mehr als verdient gewesen. Es schien fast schon so, als gingen beide Teams mit dem 2:1 Spielstand in die Pause. Allerdings hatte es die Schlussminute dann noch einmal in sich. Zunächst schraubte Cornel 39 Sekunden vor der Pause aus vollem Lauf mit einem sehenswerten Schuss in den rechten Giebel das Ergebnis auf 3:1. Nur elf (11!) Sekunden später war es Wenzel, der einfach mal fast von der Grundlinie in Richtung Iserlohner Tor schoss. Dort fälschte Ugbekile den Puck zum 3:2 ins Tor ab. Dann war allerdings auch wirklich Pause.

Iserlohns Goalie Andreas Jenike – © Sportfoto-Sale (JB)


Mit Volldampf starteten beide Teams ins Schlussdrittel. Hier hatten die Roosters zunächst wieder den ersten Torjubel auf ihrer Seite. Der stark spielende Kapitän Ankert brachte den Puck in der 45. Minute aufs Frankfurter Tor, wo Rutkowski die Hartgummischeibe entscheidend zum 4:2 abfälschte. Es war der erste Saisontreffer für den 20- jährigen Rutkowski. Und die Roosters setzten sogar noch einen drauf. Poirier nahm in der 54. Minute im Slot Maß und traf zum 5:2. Die Antwort der Löwen folgte fast auf dem Fuß. Ex-Rooster Simon Sezemsky verkürzte 38 Sekunden später mit einem Schlagschuss zum 5:3. Frankfurts Trainer Gerry Fleming versuchte in der Schlussphase noch einmal alles und nahm Keeper Hildebrand 2:45 Minuten vor dem Ende frühzeitig für einen sechsten Feldspieler vom Eis. Die ohnehin schon erhitzten Gemüter gerieten dann aber 85 Sekunden vor der Schluss-Sirene noch einmal heftigst aneinander. Breitkreuz´ übertriebener Ellenbogencheck gegen Cornel löste eine kleine Massenkeilerei aus, an deren Ende die Referees die Iserlohner Labrie und Brown, sowie die Löwen Breitkreuz (2+5) und Scarlett mit großen Strafen belegten. Danach hatten sich die Gemüter wieder besser unter Kontrolle und der Sieger hieß nach sechzig hart umkämpften Minuten keineswegs unverdient Iserlohn Roosters. Die Hausherren erwiesen sich über sechzig Minuten als das insgesamt etwas effektivere Team.

Iserlohns Verteidiger Hubert Labrie gelang an diesem Abend ein sogenannter „Gordie-Howe-Hattrick“. Bedeutet: Er erzielte ein Tor, bereitete einen Treffer vor und führte einen Faustkampf, der mit mindestens einer fünfminütigen Strafe geahndet wird. Mit jeweils zwei Assists hatten er und Kapitän Torsten Ankert einen großen Anteil am Erfolg. Hervorzuheben ist außerdem die starke Vorstellung von Keeper Andreas Jenike.

Fotostrecke zum Spiel

Iserlohn Roosters vs. Loewen Frankfurt, Eishockey, Penny-DEL, 02.01.2023
© Sportfoto-Sale (Jan Brüggemann) 2023
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Statistik

Tore: 1:0 (16:12) Bender (Ankert/Cornel), 1:1 (17:08) Bokk (Scarlett) 5-4PP, 2:1 (22:15) Labrie (Buschmann/Acolatse) 3:1 (39:21) Cornel (Brown/Labrie), 3:2 (39:32) Wenzel (Vandane/Nehring), 4:2 (44:52) Rutkowski (Ankert/Buschmann), 5:2 (53:11) Poirier (Broda/Labrie), 5:3 (53:49) Sezemsky (Rowney/Bokk)
Schiedsrichter: Schukies, Polaczek

Strafen:
Iserlohn: 4 + 5 (Labrie) + 5 (Brown)
Frankfurt: 4 + 5 (Scarlett) + 5 (Breitkreuz)
Zuschauer: 3961

Iserlohn Roosters: Jenike (Neffin)– Ankert, Bender; Labrie, Buschmann; O´Connor, Bigras; Ugbekile – Brown, Cornel, Bailey; Daugavins, Poirier, Alanov; Rutkowski, Raedeke, Acolatse; Ziegler, Broda;
Frankfurt: Hildebrand (Gähr) – Scarlett, Vandane; Maginot, Sezemsky; McNeill, Wirt; Vogt – Ranford, Rowney, Bock; D´Amigo, Wruck, Elsner; Breitkreuz, Nehring, Wenzel; Schwartz, Burns, McMillan;

Trainerstimmen zum Spiel





Nächste Ausfahrt Augsburg

Frankfurts Trainer Gerry Fleming attestierte seinem Team eine gute kämpferische Leistung und wollte seinem Team auch keine Vorwürfe machen. Iserlohns Headcoach Greg Poss freute sich über die gute gefüllte Halle an einem Montagabend. Die Kulisse habe seinem Team durch die Unterstützung gut geholfen.

Viel Zeit das Match aufzuarbeiten bleibt beiden Teams nicht, denn bereits am Mittwoch steht der nächste Spieltag an. Frankfurt tritt zum Derby in Mannheim an. Für die Roosters steht das eminent wichtige Match bei den Augsburger Panthern an. Diese legten am Montagabend ein atemberaubendes Match in Wolfsburg aufs Parkett. Nach einer 5:1 Führung am Allerpark gerieten die Panther noch einmal in arge Bedrängnis, konnten aber mit einem 7:6 Erfolg nach Verlängerung doch noch zwei Punkte auf die Heimreise mitnehmen.
In der Tabelle stehen die Panther auf dem 14. Tabellenplatz, der am Ende der Saison den Abstieg bedeuten kann. Momentan haben die Fuggerstädter einen Rückstand von sechs Zählern auf den rettenden 13. Platz (Berlin).

Die Roosters haben sich mittlerweile ein komfortables 17 Punkte-Polster auf die Panther erarbeitet. Mit einem Sieg in Augsburg könnte man einen weiteren großen Schritt in Richtung Klassenerhalt machen. Greg Poss wollte sich nach der Pressekonferenz allerdings nicht aus der Reserve locken lassen. „Wir schauen weiter von Spiel zu Spiel“, so der US-Amerikaner.

Neffin fährt mit nach Augsburg, Proske und Foucault fallen weiterhin aus

Chris Brown und Hubert Labrie auf der Strafbank – © Sportfoto-Sale (JB)


Personell wird sich bei den Roosters voraussichtlich nicht viel ändern. Hannibal Weitzmann wird weiterhin krankheitsbedingt ausfallen. Für ihn wurde am Neujahrstag kurzfristig Jonas Neffin an den Seilersee beordert. Er spielt in dieser Saison mit einer Förderlizenz bei den Dresdner Eislöwen in der DEL2. Dort bildet er mit dem ehemaligen Iserlohner Goalie Janick Schwendener das Torwart-Duo. Neffin zeigte sich auf Nachfrage mit seiner Situation in Dresden bislang insgesamt zufrieden, hofft aber sich zukünftig auch wieder häufiger am Seilersee zeigen zu können. Er wird laut Greg Poss auf jeden Fall die Reise nach Augsburg mit antreten.

Weiterhin fehlen wird auch Kris Foucault, der mittlerweile leichte Fortschritte in seiner Genesung macht, von einem Einsatz aber wohl aktuell noch weit entfernt zu sein scheint. Mit rund sechs bis acht Wochen Ausfallzeit wird die Verletzung von Yannick Proske eingeschätzt, die er sich im Rahmen der U20-WM in Halifax zugezogen hat. Genaueres wird man sicherlich wissen, sobald der 19- jährige zurück ind er Waldstadt ist.

Erfreut zeigte sich Greg Poss auch über die Eiszeiten seiner jungen Spieler Broda und Rutkowski, die im Schnitt rund 13 Minuten Spielanteile genießen konnten. Für Poss war dieses auch einer der Schlüssel zum Erfolg gegen die Löwen. Immer besser in Tritt kommen auch die während der Saison nachverpflichteten Chris Brigas in der Abwehr und Emile Poirier, der an der Seite von Kaspars Daugavins klar aufsteigende Form zeigt. Zuletzt konnte Poirier in fünf Spielen vier Scorerpunkte verbuchen.

Bereits am Dienstagmittag haben die Sauerländer die Reise nach Augsburg angetreten. Erstes Bully ist am Mittwoch im Curt-Frenzel-Stadion um 19:30 Uhr.


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