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Ravensburg. (PM Towerstars) Die Ravensburg Towerstars konnten am Freitagabend ihre Durststrecke auf eigenem Eis nicht unterbrechen. Das Team von Coach Rich Chernomaz unterlag den... Effektive Huskies nehmen die Punkte aus Ravensburg mit

Josh Samanski (links) vor dem Kasseler Tor von Jerry Kuhn – © Frank Enderle

Ravensburg. (PM Towerstars) Die Ravensburg Towerstars konnten am Freitagabend ihre Durststrecke auf eigenem Eis nicht unterbrechen. Das Team von Coach Rich Chernomaz unterlag den Kassel Huskies mit 3:5.

Gegen den souveränen DEL2 Spitzenreiter aus Nordhessen hatten die Towerstars einen perfekten Start. Nur 63 Sekunden waren gespielt, da brach Youngster Joshua Samanski durch die komplette Huskies Defensive inklusive Torhüter Gerald Kuhn und drückte zur 1:0 Führung ein. Dass dies den Gästen nicht wirklich schmeckte, zeigte eine Strafzeit nur eine halbe Minute später. Die resultierende Überzahl konnten die Oberschwaben trotz gutem Powerplay aber nicht nutzen. Das schien weitere drei Minuten später auch nicht wirklich relevant, denn Robbie Czarnik nutzte aus halblinker Position die freie Schussgelegenheit eiskalt zum 2:0.

Alles schien also nach Plan zu laufen. Doch Kassel zeigte nur 65 Sekunden später, dass man den eher mauen Start ins Spiel abgehakt hatte. Philippe Cornet verkürzte mit einem platzierten Handgelenkschuss auf 2:1. Es folgte ein offener Schlagabtausch auf hohem Tempo und mit sehenswerten Kombinationen. Die hochkarätigen Möglichkeiten hielten sich in der Waage. Glück hatten die Towerstars in der 11. Minute, als Cornet nur den Außenpfosten traf. Bis zur Pause blieb es bei der knappen, aufgrund des minimalen Übergewichts der gefährlichen Torszenen auch nicht ganz unverdienten 2:1 Führung der Oberschwaben.

Im zweiten Abschnitt ging es zunächst weiter hin und her, nach rund fünf Minuten platzte aber der 2:2 Ausgleich der Gäste dazwischen. Hier zeigte sich die ganze Abgebrühtheit der Huskies bei der Erarbeitung ihre Chancen. Sowohl hinter dem Tor, als auch nach dem überraschenden Rückhandpass an den linken Pfosten waren die Towerstars zu zögerlich und kamen den entscheidenden Schritt zu spät. Eric Valentin traf zum 2:2 Ausgleich, Olafr Schmidt im Ravensburger Tor brachte die offene Seite nicht mehr rechtzeitig zu. Jetzt war Kassel im Spiel, die Towerstars taten sich auch deutlich schwerer beim Spielaufbau und der Puckkontrolle im gegnerischen Drittel.

Eine gute Möglichkeit, sich wieder in Position zu bringen, hatten die Oberschwaben in der 33. Minute. Joel Keussen musste wegen Bandenchecks auf die Strafbank, leider blieb auch diesmal das Überzahlspiel ohne Ertrag. In der Schlussphase des zweiten Spieldrittels wurde der Druck der Gäste immer größer, das 2:3 durch Troy Rutkowski hatte sich förmlich abgezeichnet. Den Treffer schauten sich die Unparteiischen aber nochmals ganz genau an. Der scharfe Pass an den Torraum wurde nämlich durch die Schlittschuhkufe des Huskies Topstürmers ins Ravensburger Tor abgelenkt. Die Hauptschiedsrichter werteten die Szene in der 37. Minute allerdings nicht als Kickbewegung, der Treffer zählte. Ärgerlich war freilich, dass die Hausherren in der Schlussphase des zweiten Drittels ein erneutes Powerplay nicht zum postwendenden Ausgleich nutzen konnten.

Es war klar, dass die Cracks von Coach Rich Chernomaz im Schlussabschnitt noch aktiver zu Werke gehen mussten, nach nur zweieinhalb Minuten gab es allerdings den nächsten Dämpfer. Die Towerstars wirkten zu passiv in der eigenen Zone, einen Diagonalpass nahm Lois Spitzner am linken Bullykreis an und dessen Schuss wurde vor dem Tor noch leicht von Brett Cameron zum 2:4 abgefälscht.

Jetzt war bei den Towerstars vollends der Wurm im Spiel, es folgten auch Strafzeiten gegen Mike Card und Max Kolb, welche die Gäste zu nutzen wussten. Lukas Laub erhöhte in der 49. Minute im Powerplay auf 2:5. Ein Hoffnungsschimmer aus Ravensburger Sicht folgte 66 Sekunden später. John Henrion schloss mit einem starken Schuss einen Konter zum 3:5 ab. Joshua Samanski hätte die Partie mit etwas mehr Scheibenglück fünf Minuten vor Ende noch einmal richtig spannend machen können, doch wie zuvor einige seiner Kollegen scheiterte auch er an Kassels Schlussmann Gerald Kuhn.

Die Huskies nahmen die Punkte mit, den Towerstars blieb wieder einmal nur die Erkenntnis, dass mit mehr Effektivität im Abschluss durchaus mehr drin gewesen wäre.

Auswärtssieg für die Huskies

Gerald Kuhn – © Sportfoto-Sale (SD)

Kassel. (PM Huskies) Aus 0:2 macht 5:3! Die Kassel Huskies haben ihr Auswärtsspiel bei den Ravensburg Towerstars nach anfänglichem Rückstand mit 5:3 gewonnen. Durch den vierten Sieg in Serie festigten die Nordhessen zudem den ersten Tabellenplatz.

Die Huskies traten ohne die verletzen Burns und Trivino, sowie den überzähligen Michi Christ, dafür aber erstmals mit Vinny Saponari an. Im Tor startete Jerry Kuhn.

Der Start ins Auswärtsspiel am Bodensee verlief für das Team von Tim Kehler alles andere als geplant. Zwar hatte Philippe Cornet nach wenigen Sekunden eine hochkarätige Torchance, der erste Treffer des Abends fiel jedoch auf der anderen Seite. Samanski schloss einen Zwei-auf-Eins-Konter erfolgreich ab (2.). Fünf Minuten später ähnliches Bild – Erneut stachen die Oberschwaben im Konter zog. Driendl legte quer auf Czarnik und der ließ wiederum Jerry Kuhn keine Chance – 0:2 nach sieben Minuten. Die Antwort der Huskies folgte aber prompt. 75 Sekunden nach dem 0:2 fälschte Philippe Cornet einen Rutkowski-Schuss zum ersten Kasseler Tor ab. In der elften Minute hatte der beste Huskies-Torjäger einen weiteren Treffer auf der Kelle. In Überzahl traf der Franko-Kanadier allerdings nur das Außennetz.

Die Towerstars kamen zum zweiten Drittel gut aus der Kabine, doch Jerry Kuhn hielt dem Druck in den Anfangsminuten stand. Fortan kamen die Schlittenhunde besser rein und erspielten sich ein optisches Übergewicht. Zunächst probierte es Dinger von der blauen Linie, dann scheiterte Olsen an Ravensburgs Goalie Schmidt. In der darauffolgenden Aktion fiel dann der verdiente Ausgleich. Nach traumhafter Vorlage von Lois Spitzner, der die Scheibe hinter dem gegnerischen Tor hinter seinem eigenen Rücken vor den Kasten legte, musste Eric Valentin nur noch einschieben. Der Center beschenkte sich an seinem 24. Geburtstag somit selbst. Kurz darauf verpasste Marc Schmidpeter per Alleingang sogar den Doppelschlag (26.). Nach dieser erfolgreichen Drangphase der Huskies meldeten sich die Towerstars wieder zurück. Doch sowohl bei einer dreifachen Chance in der 28. Minute und bei einem Powerplay der Hausherren behielt Jerry Kuhn die Übersicht. Drei Minuten vor Drittelende waren es dann aber wieder die Huskies, die den nächsten Treffer setzten. Troy Rutkowski stand vor dem Tor völlig frei, wurde mustergültig bedient und brachte somit die Nordhessen erstmals in Front. Mit diesem Zwischenstand ging es in den Schlussabschnitt.

Dort knüpften die Huskies an die gute Leistung an und erhöhten nach drei Minuten auf 4:2. Lois Spitzner zog aus dem Halbfeld ab und über Brett Cameron fand das Hartgummi den Weg ins Tor. Nachdem kurze Zeit später Olsen in Überzahl noch an Schmidt scheiterte, fiel prompt der nächste Treffer. Lukas Laub traf halbhoch aus dem linken Bullykreis zum 5:2 (49.). Zwar konnten die Towerstars durch Henrion wenige Augenblicke später verkürzen, am verdienten Auswärtssieg der Schlittenhunde änderte dies aber nichts.

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