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Innsbruck. (PM Haie) Die Innsbrucker Haie müssen weiter auf den ersten Saisonsieg warten. Nach einem starken Comeback in Ungarn belohnen sich die Tiroler aber... EBEL: Haie holen Punkt, Red Bulls besiegen den KAC

© soós Attila (Hydro Fehérvár AV19)

Innsbruck. (PM Haie) Die Innsbrucker Haie müssen weiter auf den ersten Saisonsieg warten.

Nach einem starken Comeback in Ungarn belohnen sich die Tiroler aber noch mit einem Punkt.

Neues Spiel, neues Glück. Die Innsbrucker Haie sammelten sich im Kollektiv vor der ersten Auswärtsfahrt nach Ungarn und impften sich neue Moral ein. Nach zwei Niederlagen zum Auftakt sollte in Fehervar endlich der erste Erfolg eingefahren werden. Und das Vorhaben schien zunächst schnell auf ein solides Fundament gestellt werden. Die Tiroler starteten gut in die Partie, hatten früh gute Momente in der Offensive. Der muntere Auftritt fand in Minute sieben dann erstmals seinen Niederschlag auf der Anzeigetafel. Just in Unterzahl jubelten die Innsbrucker über die wichtige 1:0-Führung. Der erste Vorsprung der Saison sollte aber nur von kurzer Dauer sein, denn in der selben Überzahl ging es wieder zurück auf Start – 1:1.

Die Haie zeigten sich in der Folge aber nicht geschockt, scheiterten aber wie in den Partien zuvor an der eigenen Chancenauswertung. Die Gastgeber präsentierten sich da schon effizienter, das 2:1 durch Timmins war die logische Folge. Im zweiten Abschnitt verpatzte das Team von Coach Rob Pallin die Anfangsminuten komplett, nach 28 Minuten führten die Ungarn komfortabel mit 4:1. Die Haie steckten aber nicht auf und verkürzten in eigener Überzahl auf 2.4. Es sollte ein Lohn für den engagierten Auftritt der Tiroler sein, denn in der Folge blieben die Gäste durchaus gefährlich. Die letzte Konsequenz suchte man aber weiter vergebens. Als Ex-Hai Andrew Yogan in Minute 42 das 5:2 aus Sicht von Fehervar folgen ließ, schien die Partie endgültig entschieden. Dachten zumindest alle in der Halle. Aber die Gäste hatten hier etwas dagegen. Ondrej Sedivy im Gegenzug und Jesper Thörnberg wiederum nur eine Minute später machten die Partie doch noch einmal heiß. Spannung war nun gegeben, das Spiel war nun auf Messersschneide. Die große Moral der Innsbrucker machte sich dann in Minute 54 endgültig bezahlt.

Caleb Herbert sorgte mit seinem Ausgleich zum 5.5 für Jubel unter den mitgereisten Haiefans. Doch nur 30 Sekunden später holten die Tiroler gar zum Doppelschlag aus und drehten die Partie endgültig. John Lammers schenkte ein und brachte die Gäste fünf Minuten vor Schluss zum zweiten Mal in Führung. Irre. Das Pendel schien nun klar auf Seiten der Haie, doch dieses Spiel hatte das letzte Kapitel scheinbar noch nicht geschrieben. Szita stellte die Pattstellung drei Minuten vor Schluss wieder her. Das war es dann mit der Herrlichkeit im Schlussdrittel, Tyler Spurgeon und Co. sicherten sich einen nicht mehr geglaubten Punkt. Mehr sollte es dann aber nicht mehr geben, Andrew Yogan schnürte den Doppelpack und bescherte Fehervar den Extrapunkt.

Fehervar AV19 – HC TWK Innsbruck 7:6 n.V. (2:1, 2:1, 2:4, 1:0) Tore: Kuralt (8./pp), Timmins (16.), Harty (24.), Szabo (28.), Yogan (52., 63.), Szita (57.) bzw. Sedivy (7./sh, 44.), Broda (31./pp), Thörnberg (45.), Herbert (54.), Lammers (55.).


Red Bulls schlagen den KAC mit 5:4 nach Penalty-Schießen
Lukas Herzog mit starker Leistung beim Saison-Debüt

Klagenfurt. (PM Red Bulls) Der EC Red Bull Salzburg gewann das Auswärtsspiel der Erste Bank Eishockey Liga gegen den Meister EC-KAC mit 5:4 nach Penalty-Schießen und bleibt damit an der Tabellenspitze. In einem spektakulären Spiel führten die Red Bulls nach 40 Minuten mit 4:1, mussten aber drei Minuten vor Ende der regulären Spielzeit noch den 4:4-Ausgleich hinnehmen, ehe sie sich im Penalty-Schießen, in dem nur Thomas Raffl traf, knapp durchsetzten.

Die Red Bulls, ohne den verletzten Brendan Mikkelson, spielten erstmals in der neuen Regular Season mit Lukas Herzog im Tor und der hatte gleich zu Beginn gegen sofort anstürmende Klagenfurter alle Hände voll zu tun und entschärfte dabei jede Menge Top-Chancen der Hausherren. In einem sehr intensiven Startdrittel brauchten die Salzburger lange, auch offensive Akzente zu setzen, kamen erst in den letzten Minuten gefährlich vors Tor von Klagenfurts Lars Haugen, der zunächst keine Probleme hatte. Nach 20 Minuten blieb es aufgrund der guten Defensive der Red Bulls mit einem sehr starken Lukas Herzog im Tor beim 0:0.

Im zweiten Abschnitt war die Scheibe zunächst schon im Salzburger Tor (23.), wurde aber durch Manuel Geier mit hohem Stock erzielt und zählte daher nicht. Die Red Bulls waren jetzt besser in der Partie, mussten in der 25. Minute aber trotzdem das 0:1 hinnehmen, Patrick Harand traf aus Halbdistanz zur Führung des KAC. Doch plötzlich stellten die Red Bulls die Partie auf den Kopf und trafen nicht weniger als viermal im zweiten Abschnitt. Layne Viveiros eröffnete den Salzburger Torreigen mit einem Hammer von der blauen Linie (26.), noch in derselben Minute traf Bud Holloway direkt am linken Pfosten. In der 30. Minute vollendete Alexander Rauchenwald ein Solo aus dem linken Bullykreis mit dem Treffer zum 3:1 – danach verließ Klagenfurts Goalie Lars Haugen das Tor zugunsten von David Madlener – und Alexander Pallestrang stellte in der 38. Minute mit seinem Treffer aus Halbdistanz auf die 4:1-Pausenführung.

Im Schlussdrittel aber kamen die Klagenfurter wieder ran. Thomas Hundertpfund traf in der 42. Minute unter Mithilfe eines Salzburgers Verteidigers, der die Scheibe unglücklich ablenkte. Fünf Minuten später nahm Thomas Koch den Rebound von der Bande hinterm Tor und verkürzte auf 3:4 aus Klagenfurter Sicht. Beide Teams spielten längst mit offenem Visier und kreierten abwechselnd Chancen auf beiden Seiten. Und in der 57. Minute gelang dem KAC tatsächlich der Ausgleich, Johannes Bischofberger netzte am linken Pfosten ein und erzwang die Verlängerung. In der ging es weiter Schlag auf Schlag, die Red Bulls hatten u.a. einmal Glück bei einem Stangenschuss von Klagenfurts Lukas Haudum, John Hughes scheiterte allein vor David Madlener. Schließlich ging es ins Penalty-Schießen und dort entschied Salzburgs Kapitän Thomas Raffl, der als einziger traf, die Partie für die Red Bulls, die in einem ‚verrückten‘ Spiel beim Meister in Klagenfurt zwei Punkte erkämpften.

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Erste Bank Eishockey Liga
EC-KAC – EC Red Bull Salzburg 4:5 (0:0, 1:4, 3:0) SO
Tore: Harand (26.), Hundertpfund (42.), Koch (47.), Bischofberger (57.) resp. Viveiros (26.), Holloway (27.), Rauchenwald (30.), Pallestrang (38.), Raffl (65./PS)

Zuschauer: 3.765

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