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Düsseldorf. (JR) Jakob Mayenschein kommt aus dem Nachwuchs des EV Landshut. Nach einem Jahr in Nordamerika ging er in die Organisation von Red Bull.... Düsseldorfs Neuzugang Jakob Mayenschein: „Ich hoffe ich kann mir nächstes Jahr einen Platz im Powerplay erarbeiten“

Jakob Mayenschein – © EHC Red Bull München / City-Press

Düsseldorf. (JR) Jakob Mayenschein kommt aus dem Nachwuchs des EV Landshut. Nach einem Jahr in Nordamerika ging er in die Organisation von Red Bull.

Nach einem Jahr in Augsburg ging er wieder zurück nach München. Zur Saison 20221/2022 wird er nun zur Düsseldorfer EG wechseln. Wir haben ihm ein paar Fragen zu ihm und seiner Zukunft gestellt.

Eishockey-Magazin (EM) / Jörg Reich (JR): Hallo Herr Mayenschein, vielen Dank, dass wir Ihnen ein paar Fragen stellen dürfen!
Die Saison 2020/2021 ist beendet. Für den EHC Red Bull München war es durch das unglückliche Aus in der ersten Playoff-Runde eine eher durchwachsene Saison. Dennoch muss man sagen, zeitweise hat die Mannschaft schon sehr starke Leistungen gezeigt. Wie würden Sie die Saison ihres Teams beurteilen?
Jakob Mayenschein: Ja, bis auf das frühe Saisons Aus in den Playoffs, war es trotz Corona und den damit verbundenen Einschränkungen eine starke Saison des Teams. Zuerst der Sieg im Magenta-Sport-Cup und auch der Saisonverlauf war, trotz verletzungsbedingten Schwierigkeiten in der Defensive, besonders zum Ende der regulären Saison stark.

E-M /J. R.: Sie sind nach einem Jahr in Augsburg wieder nach München zurückgekehrt. Wie zufrieden waren Sie mit ihrer persönlichen Saison 2020/2021? Konnten Sie sich weiterentwickeln?
Jakob Mayenschein: Grundsätzlich bin ich persönlich mit der abgelaufenen Saison, bis auf meine Torausbeute zufrieden. Es war nicht leicht für mich, ich hatte mal mehr mal weniger Eiszeit. Außerdem wurde ich von Trainer Don Jackson oft auf verschiedenen Positionen eingesetzt. Daraufhin musste ich sehr flexibel und offen sein, und versuchen immer das Beste daraus zu machen, was mir meiner Meinung nach sehr gut gelungen ist. Somit konnte ich das Team mit meiner harten Arbeit gut unterstützen. Außerdem habe ich in diesem Topteam über einen langen Zeitraum erfolgreich Unterzahl gespielt, worüber ich sehr happy bin. Alles in Allem war es wieder eine sehr lehrreiche und spannende Saison für mich.

E-M /J. R.: Der EHC Red Bull München hatte einige Verletzungen wichtiger Spieler über die Saison hinweg. Sie haben zeitweise davon profitiert und ihren Platz im Team gefunden. Leider hat auch Sie zum Saisonende hin eine Verletzung außer Gefecht gesetzt. Wie geht es Ihnen inzwischen? Sind Sie inzwischen wieder vollkommen fit?
Jakob Mayenschein: Das war natürlich eine bittere Enttäuschung so knapp vor den Playoffs. Aber so ist das im Profieishockey, Verletzungen gehören dazu. Mittlerweile bin ich auf einem guten Weg. Ich bin zwar noch nicht bei 100%, aber ich bin voll im Zeitplan mit meiner Genesung. Die Reha ist in vollem Gange.

Jakob Mayenschein im Trikot des SC Riessersee – © Sportfoto-Sale (SD)

E-M /J. R.: Ihr Vertrag ist zum Saisonende ausgelaufen und wurde vom EHC Red Bull München leider nicht verlängert. Kam das für Sie überraschend oder waren Sie darauf vorbereitet?
Jakob Mayenschein: Ja für mich war klar, dass ich nach dieser Saison beim EHC einen neuen Verein und eine neue Herausforderung angehen werde. Nach mehr als fünf Jahren in der Organisation von Red Bull München habe ich sozusagen meine Lehre als Profieishockeyspieler abgeschlossen und gehe mit Dankbarkeit, und dem Bewusstsein unter Don Jackson und seinem Trainerstab, sowie während meiner Zeiten in Salzburg, München, Garmisch und Augsburg sehr viel gelernt zu haben. Es waren Jahre mit zahlreichen schönen Momenten, wie dem DEL2-Finale 2018, dem DEL-Finale 2019 und natürlich nicht zu vergessen, mein absolutes Highlight in meiner bisherigen Karriere, dem CHL-Finale in Göteburg 2019. Ganz besonders wichtig sind mir natürlich auch die Spieler, Trainer, Betreuer und die daraus entstandenen Freundschaften, welche auch nach der gemeinsamen Zeit auf dem Eis andauern werden.

E-M /J. R.: Haben Sie schon einen neuen Club für die Saison 2021/2022 gefunden? Werden Sie auch nächste Saison in der DEL spielen?
Jakob Mayenschein: Ja, ich werde auch in der kommenden Saison in der DEL spielen. Wie inzwischen bekannt, wird die Düsseldorfer EG mein neuer Verein sein. Ich freue mich auf die neue Herausforderung.

E-M /J. R.: Ihr Heimatverein ist der EV Landshut. Der EV Landshut hat bereits jetzt einen guten Kader für die Saison 2021/2022 zusammengestellt. Da gibt es sicherlich auch Kontakte ihrerseits zu den Verantwortlichen des Clubs?
Jakob Mayenschein: Klar als gebürtiger Landshuter besteht immer in irgendeiner Form Kontakt. Allerdings bin ich momentan anders orientiert, will aber eine Rückkehr nicht ausschließen, vielleicht zu einem späteren Zeitpunkt. Der EVL hat auf alle Fälle eine super Truppe für die kommende DEL2-Saison.

E-M /J. R.: Sie sind inzwischen 24 Jahre alt. Was erwarten Sie von sich selbst für die Saison 2021/2022?
Jakob Mayenschein: Ich will nächstes Jahr wieder mit meiner Laufstärke und meiner harten Arbeit überzeugen und meine Leistungen in Punkte ummünzen. Außerdem will ich definitiv effektiver werden und mehr Verantwortung übernehmen und bekommen.

Jakob Mayenschein im DEB Dress – © Sportfoto-Sale (DR)

E-M /J. R.: Die Regularien in der DEL sehen vor, dass die U 23-Stellen in der Saison 2021/2022 um eine erhöht wird, die Anzahl der Kontingentstellen gleich bleiben und die Stellen für Deutsche Ü 23-Spieler dadurch gekürzt werden. Diese Regeländerung macht es für Deutsche Spieler über 23 Jahren sicherlich nicht einfacher, einen Vertrag in der DEL zu bekommen? Wie ist ihre Meinung dazu?
Jakob Mayenschein: Ich finde es sehr gut, dass sich die DEL Gedanken macht, wie sie jüngere Spieler besser in die Liga integrieren kann. Allerdings finde ich es schwierig, wenn sie daraufhin keine Kontingentstellen kürzt. Die Spieler, die aus dieser Regel hinausfallen, sollten auch danach noch ihren Platz in einem Team bekommen und dann mehr Verantwortung übernehmen können. Außerdem würde ich mich sehr freuen, wenn alle DEL-Clubs ein gutes Verhältnis zu ihren Kooperationspartnern aus der DEL2 hätten, damit die Spieler auch viel Spielpraxis in den vorderen Reihen und Specialteams sammeln können, um dann eben auch in der DEL in vorderen Reihen das Vertrauen zu bekommen. Und nach wie vor am wichtigsten ist die Kommunikation und die Geduld mit jungen Spielern, aber dafür sind dann die einzelnen Teams selbst zuständig.

E-M /J. R.: Sie haben im Nachwuchsbereich gezeigt, dass Sie eigentlich auch offensiv Akzente setzen können und waren in ihrem Jahrgang einer der offensiv stärksten Spieler deutschlandweit. In der DEL konnten Sie das bisher noch nicht so zeigen. Woran liegt das?
Jakob Mayenschein: Sehr gute Frage, die stelle ich mir auch öfters. Ich bin nach wie vor hart am arbeiten, um mein Offensivspiel zurückzugewinnen. Allerdings ist dafür in den Profiligen das Powerplayspiel sehr wichtig. Ich hoffe ich kann mir nächstes Jahr einen Platz im Powerplay erarbeiten.

E-M /J. R.: In der DEL sind derzeit neun Kontingentspieler auf dem Spielbericht erlaubt. Selbst in den vierten Reihen spielen oftmals erfahrene Importspieler. Es ist wohl nicht so einfach für junge deutsche Spieler, sich gegen diese erfahrenen Spieler durchzusetzen und mehr Vertrauen von den auch oftmals nordamerikanischen Trainern zu bekommen?
Jakob Mayenschein: Das liegt leider nicht in meiner Hand. Allerdings bin ich schon der Meinung, wenn wir in Deutschland konstant mit den Topnationen mithalten wollen, führt kein Weg daran vorbei, die Kontingentstellen zum Beispiel auf sechs je Club zu reduzieren. Hier bin ich mir auch sicher, dass wir genug deutsche Spieler haben, um diese frei werdenden Stellen mit Spielern dieser Qualität füllen zu können. Das Niveau würde sich mit etwas Geduld sicherlich auch relativ schnell anpassen. Unser Nachbarland Schweiz ist hierfür ein sehr gutes Beispiel.

E-M /J. R.: Mit der Gründung der Spielervereinigung SVE gibt es inzwischen einen Zusammenschluss der Spieler in Deutschland. Sind Sie auch Mitglied der SVE? Was erhoffen Sie sich von der SVE für die Zukunft?
Jakob Mayenschein: Ja ich bin Mitglied in der SVE und erhoffe mir, dass die Stimmen und Interessen der Spieler durch die gemeinsame Spielervereinigung mehr Gehör bei wichtigen Fragen der Liga und innerhalb der Vereine erhalten.

E-M /J. R.: Herr Mayenschein, vielen Dank dass Sie sich Zeit genommen und unsere Fragen beantwortet haben!

(Jörg Reich)

Jakob Mayenscheins Karrierestatistiken

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