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Düsseldorf. (MR/DR) Seit heute gibt es etwas mehr Klarheit, wie es bei der Düsseldorfer EG in der kommenden DEL-Saison weitergehen soll und wird. Bei... Düsseldorfs geschäftsführender Gesellschafter Harald Wirtz: „Wir gehen von einer stabilen liquiden Situation aus“

Von links: Niki Mondt, Harald Wirtz, Frieder Feldmann – © DEG Fan-Talk Screenshot

Düsseldorf. (MR/DR) Seit heute gibt es etwas mehr Klarheit, wie es bei der Düsseldorfer EG in der kommenden DEL-Saison weitergehen soll und wird.

Bei einem Fantalk der etwas anderen Art stellten sich Sportdirektor Niki Mondt und Geschäftsführer Harald Wirtz den Fragen der Fans.

Viel Wasser ist in den letzten Monaten nach Saisonende in der DEL den Rhein heruntergeflossen. Still geworden ist es um die Rot-Gelben aber nie. Die DEG hatte eine der schlechtesten Hauptrunden der letzten Jahre hingelegt, sich aber so gerade noch die Ligenzugehörigkeit erhalten. Trotz eines neuen Allzeit-Zuschauerrekordes im PSD-Bank Dome von über 9.000 Besuchern im Schnitt war die DEG offenbar finanziell in Schieflage geraten, auch intern hatte es im Mannschaftsgefüge mächtig gekracht, Startorhüter Henrik Haukeland hatte öffentlich „die andauernde Mittelmäßigkeit“ des Clubs bemängelt. All dieses veranlasste die DEG dazu, den für kurz nach der Saison angesetzten Fantalk auszusetzen und auf einen späteren Termin zu verschieben, um mehr Zeit für diese und andere „Baustellen“ zu haben und auch um Druck von den Kesseln bei den aufgebrachten Fans zu nehmen. Dieser Talk-Termin war nun heute, und wurde via Youtube Stream und auf der Facebook Seite des Clubs übertragen. Nicht, wie bei Talks in der Vergangenheit, vor Publikum, sondern eben nur via Stream. Die Anhänger konnten per E-Mail auch während der Sendung Fragen an die Pressestelle der DEG einreichen. Am Ende waren es über 130 Fragen, die abgearbeitet wurden.

Durch das Programm führte Kult-Pressesprecher Frieder Feldmann. Auffällig war, dass die Protagonisten sich oftmals selbstkritisch gaben, vor allem in Bezug auf die kommunizierte „finanzielle Schieflage“, eine nach Saisonende wohl eher unglücklich ausgedrückte Wasserstandsmeldung, die für mehr Verwirrung und Spekulationen gesorgt hatte, als Transparenz und Beweggründe für z.B. sehr zögerliche Personalentscheidungen darzulegen. Alles in allem aber kann Entwarnung gegeben werden, man wirtschafte solide und versuche, eine schlagkräftige Mannschaft aufs Eis zu stellen. Aber man müsse eben auch der allgemeinen Kostenentwicklung (Sicherheitsdienst, Catering, Mietkosten der Arena, etc.) Rechnung tragen. Bemerkenswert war aber auch die Aussage von Niki Mondt, dass man (bei den Verantwortlichen) vielleicht vor der vergangenen Saison zu optimistisch gewesen sei, was die Qualität der Mannschaft anging – wobei diese zweifellos vorhanden war – aber eben zu euphorisch von einer weitaus besseren Platzierung gesprochen habe, als man über weite Strecken, auch aufgrund der unvorhersehbaren Verletzungen von Schlüsselspielern hatte zeigen können. Zu diesem frühen Zeitpunkt, an dem noch nicht einmal der Kader komplett ist, wollte man sich jetzt natürlich noch auf kein Saisonziel festlegen.

Henrik Haukeland – © Sportfoto-Sale (DR)

Das Wichtigste war aber sicher die Kaderplanung, auf die sowohl Harald Wirtz, als auch besonders Niki Mondt ausführlich eingingen. So ließ Herr Wirtz verlauten, dass – unabhängig von jedweder Gefühlslage – Henrik Haukeland einen bis 2029 gültigen Vertrag habe. Und natürlich ist er ohne Zweifel ein Top-Torhüter in der DEL. Allerdings ließ der Geschäftsführer durchblicken, dass die wohl harsche Kritik Haukelands an seinem Arbeitgeber nicht unbedingt förderlich für ein gutes und befriedigendes Arbeitsverhältnis darstelle. Sollten Wechselwünsche seitens Haukelands an die DEG herangetragen werden (was bisher nicht der Fall ist), werde „im Sinne der DEG entschieden werden“ – man muss ja auch im Hinterkopf haben, dass Haukeland einer der Topverdiener im Team ist.

Ein weiterer Kandidat, über dessen Verbleib und Beweggründe zuletzt viel spekuliert worden war, ist Verteidiger Bernhard Ebner. Über seine Verletzung und Probleme, die ihn die letzten Saisonspiele hatten verpassen lassen, wird nach wie vor Stillschweigen bewahrt, weil das Ebners persönliche Sache ist. Fest steht aber, dass er bereits im Sommertraining ist und nächste Saison wieder mit vollem Einsatz für die DEG bereitsteht.

Dass Eigengewächs Nick Geitner den Verein verlassen musste, tat Niki Mondt besonders leid. Aber da er etwas in der Verteidigung ändern musste, war für Geitner kein Platz mehr – die anderen drei Verteidiger, die manch ein Fan besser nicht mehr im DEG-Dress gesehen hätte, besitzen noch Verträge, sodass man sich nicht so leicht von diesen trennen kann.

Im Sturm hat Mondt bisher zwei Bullystarke Spieler verpflichtet und sucht noch zwei weitere Ausländer für die Center-Position. Er hofft damit, zumindest die gefühlt seit Jahrzehnten unterirdische Bullyquote der DEG zu verbessern.

Weitere Themen und Statements, z.B. Rheinmetall-Sponsoring, Trainer- und Co Trainer-Findung, Freikarten Thematik, Saisonvorbereitung, Preiserhöhung bei den Tickets und in teilen bei den Dauerkarten etc. kann nochmals in der Aufzeichnung der Sendung nachverfolgt werden.




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