
Düsseldorf. (MR) Nach der knappen Niederlage in Ingolstadt am Freitag sollte heute für die Düsseldorfer EG eigentlich der Aufwärtstrend der letzten Woche bestätigt und Punkte eingefahren werden. Vor allem, da die Iserlohn Roosters mittags bereits in Bremerhaven mit 0:5 baden gegangen waren, sodass die DEG mit einem Punktgewinn die „rote Laterne“ an den Seilersee hätte abgeben können.
Die Löwen Frankfurt kamen mit dem Selbstbewusstsein und dem Schwung von drei Siegen in Folge in den Rather Dome und grüßten vom 5. Tabellenplatz in den Keller ganz unten. Früh fanden sich die Rheinländer gleich zwei Male auf der Strafbank wieder, beim zweiten Besuch klingelte es hinter Haukeland (Brace, 7.). Als auf der anderen Seite kurzfristig gleich zwei Spieler gleichzeitig aussetzen durften, kam die DEG zunächst zügig in die Aufstellung. Ein Mißverständnis nach dem Bully brachte den Gästen aber die Kontermöglichkeit (Schweiger), zählbares sprang dabei nicht heraus. Besser machten es die Gäste: Lobach kam mit dem Spielgerät aus dem Kampf in der Ecke heraus, legte zurück Richtung Blauer Linie, und Markus Lauridsen zimmerte den Puck über Haukelands Fanghand ins Tor. Auch in der nächsten Düsseldorfer Überzahl passierte nichts, sodass beim Stand von 0:2 die Seiten gewechselt wurden. Da war Roßmy bereits seit 2 Minuten in der Kabine, der für „Provozieren einer Strafe / unsportliches Verhalten“ eine Zehnminutenstrafe erhalten hatte.
14 Torschüsse und kein Treffer – und das gleich zweimal
Der zweite Abschnitt gehörte über weite Strecken der DEG. Die Gastgeber konnten sich immer wieder im Angriff festsetzen, allein die Schüsse kamen zu platziert, dass Cody Brenner wenig Probleme hatte, diese zu entschärfen. So gab es auch kaum Abpraller, und wenn, dann fielen diese kaum in Düsseldorfer Kellen. Kurz vor Drittelende gab es doch noch einen Treffer. Dieser fiel allerdings wieder hinter Haukeland in den Kasten. Der Keeper reklamierte noch ein Vergehen seitens der Hessen beim Schiedsrichter, doch in der Aufzeichnung konnte keine Regelwidrigkeit festgestellt werden. So wuchs der Rückstand auf 0:3 nach 40 Spielminuten. Auch im Schlussabschnitt konnten die Gäste mit ihrem Auftreten nicht wirklich zufrieden sein, beherrschte doch auch dieses Dirttel die DEG. Erneut konnten die Rheinländer 14 Torschüsse abgeben, doch bei Cody Brenner war grundsätzlich Endstation, der heute einen Sahnetag erwischt hatte. Für das Team von Coach Steven Reinprecht mag sich das Spiel wie die Geschichte von Don Quijote angefühlt haben – viel Aufwand für nichts. Die Fans auf der Stehplatztribüne intonierten am Ende spontan ein neues Lied „Rot und gelb, wir spielen große Scheiße, wir verlieren jedes Spiel (2x), Scheißegal…“. Eine Zeile, die die DEG Profis bis ins Mark getroffen haben dürfte. Es sollte letztendlich beim 0:3 bleiben, und die Chance war vertan, die rote Laterne ins Sauerland weiterzureichen.
Das sagt Markus Schweiger zum Spiel
Es spielten:
DEG – 40 Henrik Haukeland – 67 Bernhard Ebner, 16 Kyle Cumiskey – 28 Alexander Ehl, 86 Drake Rymsha, 24 Alex Blank; 3 Alec McCrea, 58 Max Balinson – 94 Tyler Angle, 15Justin Richards, 21 Brendan O’Donnell; 5 Moritz Wirth, 7 Sinan Akdag – 72 Bennet Roßmy, 92 Jakub Borzecki, Philip Gogulla; 44 Jacob Pivonka, 11 David Lewandowski
LFF – 51 Cody Brenner – 52 Maksim Matushkin, 76 Daniel Wirt – 75 Julian Napravnik, 17 Carter Rowney, 78 Dominik Bokk; 4 Reid McNeill, 6 Kevin Maginot – 64 Markus Schweiger, 77 Daniel Pfaffengut, 86 Cameron Brace; 18 Markus Lauridsen, 22 Clayton Kirichenko – 83 Kevin Bicker, 15 Carter Proft, 26 Dennis Lobach; 24 Philipp Bidoul – 7 Cedric Schiemenz, 8 Nathan Burns, 61 Sebastian Cimmerman
Die Tore erzielten:
0:1 (06:52) Brace (Matushkin, Rowney) PP1
0:2 (12:57) Lauridsen (Lobach, Bidoul)
0:3 (37:09) Pfaffengut (Matushkin)
Schiedsrichter: 15 Christopher Schadewaldt, 5 Andre Schrader (42 David Tanko, 51 Dominic Kontny)
Strafen: DEG – 6 Min + Diszi Roßmy; LFF – 10 Min.
Zuschauer: 6354
Fotostrecke zum Spiel
[Best_Wordpress_Gallery id=“2329″ gal_title=“Düsseldorfer EG – Löwen Frankfurt (06.10.2024)“]


