Graz. (99ers) Nach zwei Saisonen und 91 Spielen als Kapitän der Moser Medical Graz99ers und mit seinem in mehr als zwei Hockey-Jahrzehnten ersten und somit einzigen Meistertitel beendet Korbinian „Korbi“ Holzer (38) seine herausragende Eishockey-Laufbahn.
Der Entschluss sei schon vor Beginn der Playoffs gefallen, der Zeitpunkt könne „nun besser nicht sein“, sagt Holzer.
Als der Name Korbinian Holzer im Laufe des Sommers vor zwei Jahren da und dort im Konnex mit den Graz99ers aufgetaucht ist, wurde das eher den Eishockey-Fabeln und der „Silly Season“, wie der Transferklatsch gerne genannt wird, zugeordnet. Bald darauf war es einer der spektakulärsten Transfers der Liga-Geschichte. Weil er sich schnell überzeugen habe lassen, dass in Graz „etwas im Entstehen ist“ und es ihn „reizt, Teil davon zu sein und dazu beizutragen“, wie Holzer damals sagte.
Nicht einmal zwei Jahre später war die Erfolgsgeschichte fertig geschrieben, die sich mit Fug und Recht den Eishockey-Märchen zuordnen lässt. Und wenn Korbinian „Korbi“ Holzer, mit 231 NHL-Spielen und gesamt fast 1.000 Spielen in NHL, AHL, russischer KHL, DEL und Deutschlands Nationalteam nach Graz gekommen, sagt: „Es ist meine erste Meisterschaft. Ganz egal in welcher Liga, ich kann es gar nicht beschreiben, was mir dieser Titel mit Graz bedeutet“, nimmt man ihm das ab wie keinem Zweiten.
Düsseldorf, Rosenheim keine Themen
Den Entschluss, nun einen Strich unter die aktive Laufbahn zu ziehen, hatte Holzer bereits vor Beginn der heurigen Playoffs – den Viertelfinal-Sweep gegen den VSV hat er wegen einer Lungenentzündung noch dazu verpasst – gefasst. „Gar nicht so sehr des Körperlichen wegen“, sagt Holzer trotz seiner 38 Jahre. „Es war eine Entscheidung aus dem Bauch und des Kopfes.“ Und dass es sich letztlich „gut angefühlt hat.“
Seinen nun folgenden „nächsten Schritt“ hat Holzer mit der Trainerausbildung bereits in Vorbereitung. Mit Düsseldorf hatte er „vor allem des Harrys wegen“ (Lange, Anm.) zwar Kontakt. „Aber es hat sich dann schnell gezeigt, dass ich lieber aufhören möchte“, sagt Holzer. Und mit Rosenheim und den dortigen Starbulls sei er zuletzt wohl eher in Verbindung gebracht worden, weil er dort quasi daheim ist. Kontakt oder gar Gespräche habe es nie gegeben.
Korbinian Holzer: „Mein Entschluss ist ja schon vor den Playoffs festgestanden. Dass es jetzt noch dazu so ausgegangen ist, habe ich mir vorher natürlich nicht erträumen lassen. Umso mehr passt der Zeitpunkt nun perfekt. Es hat sich ja nicht von heute auf morgen ergeben, sondern seit Monaten so entwickelt. Und jetzt ist es einfach an der Zeit, einen nächsten Schritt zu machen.“
Korbinian Holzers Karriere in Zahlen
Source: Korbinian Holzer @ Elite Prospects
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