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Augsburg. (EM) Mittlerweile alle Jahre wieder im Oktober / November wird bei fast allen Klubs  frühzeitig versucht personell die ersten Weichenstellungen für die kommende...
Augsburgs Sportmanager Duanne Moeser

Augsburgs Sportmanager Duanne Moeser

Augsburg. (EM) Mittlerweile alle Jahre wieder im Oktober / November wird bei fast allen Klubs  frühzeitig versucht personell die ersten Weichenstellungen für die kommende Spielzeit vorzunehmen. Insbesondere deutsche Topspieler sind, so sie denn auf den Markt kommen, eine heißbegehrte „Ware“.

In der letzten Woche verwunderte so auch die Aussage des Noch-Ingolstädters Patrick Hager, den Klub aus der Audistadt zum Saisonende zu verlassen, nicht mehr wirklich. Ein ähnliches Szenario erlebte beispielsweise der EHC Wolfsburg im September 2012, als Nationalstürmer Kai Hospelt seinen Entschluss Wolfsburg am Ende der Saison zu verlassen, bekannt gab. Das „Reisesziel“ Mannheim wurde zwar über Monate hinter vorgehaltener Hand schon spruchreif diskutiert, aber offiziell wurde es erst nach Saisonende. Und so ähnlich ist es nun auch im Fall von Patrick Hager zu erwarten, dessen nächste Station vermutlich auch in Kürze als totsichere Info durchsickern wird.

Vorgänge dieser Art sind mittlerweile an der Tagesordnung. Verliert ein durchaus finanzstarker Klub wie Ingolstadt einen starken deutschen Crack, dann kann man davon ausgehen, dass die Panther versuchen werden sich bei einem finanzschwächeren Klub Ersatz zu beschaffen.

In dieser „Transfermühle“ haben Klubs wie Schwenningen, Augsburg, Iserlohn, Straubing oder Düsseldorf oft das Nachsehen, wenn es ausschließlich um Geld geht. Sie müssen ihre besten Cracks nach Saisonende ziehen lassen und ungewollt mit zehn oder noch mehr Neuverpflichtungen in die nächste Spielzeit starten.

Ausnahmen, wie etwa Nationalstürmer Michael Wolf, der neun Jahre lang den Iserlohn Roosters die Treue hielt, bestätigen die Regel.

Völlig hoffnungslos sind die finanzschwächeren Klubs dennoch nicht. Wie Augsburgs Sportmanager Duanne Moeser im Interview mit Eishockey-Magazin bestätigte. Stimmt der „Wohlfühlfaktor“, dann haben auch Klubs wie die Panther Chancen den einen oder anderen überdurchschnittlichen Spieler zu halten. “Nicht jeder Spieler verlässt Augsburg für ein paar Euro mehr“, so der 51 –jährige Augsburger Sportmanager.

Gerade mit hochkarätigen deutschen Spielern wird mittlerweile immer früher versucht langfristig zu verlängern. Allein aus dem aktuellen DEB Aufgebot für den Deutschland Cup verfügen 13 Spieler über Verträge bis mindestens 2016.

Auch der Vertrag von Iserlohns Keeper Mathias Lange läuft am Saisonende aus. Was mach der Deutsch-Österreicher?  - © by Eishockey-Magazin (JB)

Auch der Vertrag von Iserlohns Keeper Mathias Lange läuft am Saisonende aus. Was mach der Deutsch-Österreicher? – © by Eishockey-Magazin (JB)

Wer von den anderen Nationalspielern tatsächlich noch ohne neuen Vertrag und zugleich wechselwillig ist, lässt sich für Außenstehende kaum abschätzen.  Bei einigen, wie etwa den „Ur-Berlinern“ Hördler und Rankel oder Krefelds Pietta ist ein Wechsel sicherlich nur schwer vorstellbar.  Sie sind oftmals die „Gesichter“ ihres Klubs und gehören zu Klub und  Stadt, wie

Gerade die Länderspielpause wird von den Klubmanagern gerne genutzt, um vertraglich Nägel mit Köpfen zu machen. Uns so hoffen ganz besonders die Fans in Schwenningen, Straubing, Iserlohn, Augsburg und Düsseldorf, dass sie die eine oder andere Vertragsverlängerung ihrer „Lieblinge“ unter den Weihnachtsbaum gelegt bekommen.

Gespannt sein darf man auch, wie man in Köln den heute freigestellten „Problemfall“ Marcel Müller lösen wird. Das Telefon dürfte bei dessen Berater heute sicherlich schon häufiger geklingelt haben.

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