Eishockey-Magazin

Eishockey News, Videos, Fotos, Stories – – – alles kostenlos

Deggendorf. (PM DSC) Der Deggendorfer SC bleibt im neuen Jahr weiterhin ungeschlagen. Nach dem 5:1 Heimerfolg über den SC Riessersee setzte sich die Mannschaft... DSC siegt im Penaltykrimi über die Starbulls Rosenheim

Rosenheims Goalie Andreas Mechel – © L. Schirmer

Deggendorf. (PM DSC) Der Deggendorfer SC bleibt im neuen Jahr weiterhin ungeschlagen. Nach dem 5:1 Heimerfolg über den SC Riessersee setzte sich die Mannschaft von Trainer Henry Thom auch am Mittwochabend gegen die Starbulls mit 6:5 nach Penaltyschießen durch.

Im Duell mit den Ex-DSC-Spielern Curtis Leinweber und Kyle Gibbons nahm der Deggendorfer SC in den ersten Minuten das Heft in die Hand, doch Starbulls-Keeper Andreas Mechel hielt seinen Kasten in der Anfangsphase sauber. In der zehnten Minute musste er jedoch erstmals hinter sich greifen. Nico Wolfgramm brachte den Puck mit einem eher harmlosen Schuss Richtung Rosenheimer Tor, doch dieser rutschte irgendwie durch die Beine von Mechel zum 1:0. Doch die Gäste antworteten prompt. Keine Zeigerumdrehung später war es Starbulls-Topscorer Tobias Meier, der die Partie ausglich. Der DSC blieb weiter dran und wurde in der 14. Minute belohnt. Einen Konter über Thomas Greilinger und David Kuchejda vollendete Chase Schaber mit einem präzisen Handgelenkschuss zum 2:1. Mit diesem Spielstand ging es in die erste Pause.

Das zweite Drittel begann dann mit einem Paukenschlag aus Deggendorfer Sicht. Im Powerplay war es Thomas Greilinger, der mustergültig von René Röthke bedient wurde und per Direktschuss auf 3:1 erhöhte. In Anschluss schlich so etwas der Schlendrian ins DSC-Spiel und die Rosenheimer kamen von Minute zu Minute besser in die Partie. Die logische Konsequenz daraus war das 3:2 durch Tobias Draxinger in der 25. Minute. Die Starbulls waren nun am Drücker und erzwangen nur wenige Minuten später den Ausgleich. Ausgerechnet Kyle Gibbons tankte sich in seiner unnachahmlichen Art von außen durch und überwand Kristian Hufsky zum 3:3. Kurze Zeit später bot sich dem DSC im Powerplay die Möglichkeit wieder in Front zu gehen. Manuel Wiederer bediente mustergültig in der 33. Minute den im Slot völlig freistehenden Erik Gollenbeck, der per Direktschuss für die erneute Hausherren-Führung sorgte. Doch die Gäste aus Oberbayern ließen sich durch den erneuten Rückstand nicht aus der Ruhe bringen und glichen ihrerseits vor der Pause erneut aus. Der junge Enrico Henriquez Morales fasste sich in der 38. Minute ein Herz und donnerte den Puck mit einem satten Schlagschuss zum erneuten Ausgleich in die Maschen.
Mit dem 4:4 ging es hinein in die zweite Pause.

Im Schlussdrittel merkte man beiden Teams an, dass sie sich zunächst keinen offenen Schlagabtausch wie im zweiten Abschnitt leisten wollten. Beide Teams spielten mit mehr Bedacht, dennoch leistete sich der DSC in der 45. Minute einen kapitalen Fehler im Aufbauspiel, den die Rosenheimer durch einen Alleingang von Tobias Meier zur erstmaligen Führung nutzten. Doch dieses Mal waren es die Hausherren, die die richtige Antwort parat hatten. Eine Minute nach der Gästeführung stocherte Erik Gollenbeck den Puck zum 5:5 über die Linie. Zwar gab es im Anschluss Chancen auf beiden Seiten, jedoch ließ sich keiner der beiden Torhüter mehr überwinden.

Die Partie ging somit in die Verlängerung, welche ebenfalls torlos endete. Es musste also das Penaltyschießen entscheiden und dort schwang sich Chase Schaber zum Matchwinner auf. Der Deggendorfer Topscorer traf als Einziger, während Kristian Hufsky alle drei Rosenheimer Penalties entschärfte.

Am kommenden Freitag geht es für den Deggendorfer SC mit dem nächsten Heimspiel weiter. Zu Gast in der Festung an der Trat ist um 20 Uhr der EV Füssen.

__________

Ein Punkt in Deggendorf zum Start ins Mammutprogramm

Rosenheim. (PM Buam) Acht Tage lang hatten die Rosenheimer Eishockeyspieler vor dem Dreikönigstag überhaupt kein Spiel bestritten – um dann binnen sieben Tagen gleich viermal im Kampf um Oberliga-Punkte antreten zu müssen.

Zum Auftakt dieses komprimierten Programms mussten sich die Starbulls nach einer wechselhaften Leistung mit Tiefen und Höhen am Mittwochabend beim Auswärtsspiel in Deggendorf mit einem Zähler begnügen. 5:5 lautete der Spielstand nach regulärer Spielzeit und auch nach den fünf zusätzlichen Verlängerungsminuten. Im „Shout Out“ sicherte sich der Deggendorfer SC dann den Zusatzpunkt.

Dass die Rosenheimer Auswärtsaufgabe gegen den personell sehr gut aufgestellten Meisterschaftsfavoriten Deggendorfer SC, der nach Quarantäne-Pause einen erfolgreichen Re-Start mit einem 5:1-Erfolg am Sonntag gegen den SC Riessersee gefeiert hatte, alles andere als leicht werden würde, war keine Überraschung. Doch die Starbulls trugen ihren Teil dazu bei, dass Deggendorf zunächst die besseren Karten zu haben schien. „Wir haben unkonzentriert begonnen, was sich auch in der früher Strafzeit gegen uns wegen zu vielen Spielern auf dem Eis gezeigt hat. Erst nachdem wir 1:3 hinten lagen haben wir so angefangen Eishockey zu spielen, wie wir es uns eigentlich vorstellen“, sagte Starbulls-Cheftrainer John Sicinski nach der Partie.

Den Deggendorfer Führungstreffer – Nico Wolfgramm traf aus spitzem Winkel und ließ Rosenheims Torwart Andreas Mechel dabei unglücklich aussehen (10.) – konnten die Grün-Weißen schnell erfolgreich beantworten. Noch in der gleichen Spielminute staubte Tobias Meier zum 1:1 ab, nachdem Torwart Kristian Hufsky gegen Enrico Henriquez-Morales stark pariert hatte. Der erst am Montagabend aus Kanada zurückgekehrte U20-WM-Teilnehmer wirkte allen Reisestrapazen zum Trotz überraschend spritzig – was man vom Rosenheimer Gesamtauftritt in dieser Phase aber nicht sagen konnte. Deggendorf zeigte sich im Vergleich zu den Starbulls in den Zweikämpfen engagierter, im Stellungsspiel geschickter und im Überbrücken der neutralen Zone effektiver. Symptomatisch der erneute Deggendorfer Führungstreffer: Für Thomas Greilinger war es eine leichte Übung, den perfekten Pass durch die klaffende Lücke in der Rosenheimer Defensive zu spielen, Chase Schaber konnte schließlich ungestört abziehen und traf per Flachschuss platziert ins linke Eck (14.). Fast hätte Andrew Schembri in Unterzahl auf 3:1 erhöht (18.). Der dritte Deggendorfer Treffer fiel aber dann gleich zu Beginn des zweiten Drittels im Rahmen eines Powerplays. Greilinger war aus spitzem Winkel erfolgreich, Torwart Mechel machte die Ecke zu spät zu und drückte den Puck mit dem Arm selbst über die Torlinie (22.).

Danach kamen die Starbulls aber immer besser ins Spiel. Tobias Draxinger sorgte nach einem mit viel Übersicht gespielten Verlagerungspass von Michael Baindl aus halblinker Position für den Anschlusstreffer zum 3:2 (25.). In Überzahl scheiterte Baindl dann selbst bei einer Großchance am starken Deggendorfer Torwart. Doch just als sich Deggendorf gerade wieder komplettieren durfte fiel der verdiente Ausgleichstreffer zum 3:3. Tobias Meier setzte Kyle Gibbons in Szene und der ehemalige Deggendorfer zwirbelte das Spielgerät auf technisch hochwertige Art und Weise via Innenpfosten ins Gehäuse (29.). Es folgten gleich zwei Rosenheimer Großchancen zu einem Unterzahltreffer, doch Baindl scheiterte aus kurzer Distanz an Keeper Hufsky (30.), und als Dominik Daxlberger einen Alleingang abschloss blieb die Scheibe zwischen Pfosten und Kufe des Torwart-Schlittschuhs hängen (32.).

Das Auslassen der Rosenheimer Chancen bestraften die Gastgeber bei ihrer nächsten Überzahlsituation. Blitzsauber wanderte die Scheibe durch die Deggendorfer Powerplayformation, ehe sie Erik Gollenbeck im Slot direkt nahm und unhaltbar unter die Latte bugsierte (33.). Ebenfalls per Direktabnahme, allerdings aus deutlich größerer Distanz fast von der blauen Linie, gelang Henriquez-Morales nach Doppelpass mit Florian Krumpe der erneute Rosenheimer Ausgleichstreffer zum 4:4; die Scheibe schlug hoch im rechten Eck ein (37.). Die Starbulls waren im zweiten Drittel das deutlich bessere und gefährlichere Team, das den gegnerischen Kasten mehr als doppelt so oft ins Visier nahm als dies der Deggendorfer SC tat. Der letzte Spielabschnitt gestaltete sich dagegen ausgeglichen. Beide Teams leisteten sich nun einige Scheibenverluste im Spielaufbau. Daraus schlugen zunächst die Starbulls Kapital. Nachdem ein Rosenheimer Powerplay erfolglos zu Ende gegangen war und der Gegner komplettiert einen Angriff aufbauen wollte, fing Daxlberger an der blauen Linie die Scheibe ab. Er bediente sofort den im Deggendorfer Drittel allein stehenden Tobias Meier, der Torwart Hufsky ausspielte und zum 4:5 einschob (46.).

Die erste Rosenheimer Führung an diesem Abend hielt aber nur eine Minute. Dann tankte sich Schembri durch die Rosenheimer Zone, scheiterte zunächst aus Nahdistanz an Torwart Mechel, spielte die Scheibe dann aber auf Verdacht erneut in den Rosenheimer Torraum. Von Torwart Mechel prallte der Puck direkt zu Erik Gollenbeck, der sie mühelos über die Linie drücken konnte – 5:5 (47.). Beide Teams hatten noch Möglichkeiten auf einen sechsten Treffer. Als Henriquez nach einem sehr schönen Rosenheimer Powerplayspielzug aus kurzer Distanz abzog, konnte Hufsky nicht mehr eingreifen, der Puck zischte aber knapp am Pfosten vorbei (49.). Später rettetet bei einem Abschluss von Baindl auch noch einmal das Toreisen für Deggendorf (52.).

Nach der torlosen Verlängerung gelang es im Penaltyschießen alleine dem Deggendorfer Chase Schaber, die Scheibe am Torwart vorbei und über die Torlinie zu bekommen. Röthke und Greilinger auf Seiten der Gastgeber sowie Curtis Leinweber, Enrico Henriquez-Morales und Tobias Meier auf Seiten der Starbulls blieben erfolglos.

„Das Unentschieden nach 60 Minuten geht insgesamt in Ordnung und ich bin froh, dass wir einen Punkt mitnehmen konnten“, sagte Rosenheims Headcoach John Sicinksi, der aber mit dem Gesamtauftritt seiner Mannschaft nicht zufrieden war: „Wir haben nicht das gespielt, was wir können und wir haben viel zu einfache Gegentore zugelassen“.

Weiter geht es für die Starbulls Rosenheim in derEishockey-Oberliga Süd am Freitagabend auf heimischen Eis gegen die Lindau Islanders (19:30 Uhr). Am Sonntag um 18 Uhr steht das Auswärtsspiel gegen den EV Füssen auf dem Spielplan. Am Dienstag empfangen die Grün-Weißen dann im ROFA-Stadion (19:30 Uhr) den Deggendorfer SC. Sämtliche Spiele werdenlive via Internet übertragen (www.sprade.tv).

869
Reglement-Anpassung während Corona in der DEL: Stehen einem Club mindestens ein Torhüter und zehn Feldspieler zur Verfügung, muss die Mannschaft antreten. Ist das eine richtige Anpassung?

Eishockey-Magazin

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.