
Bonn. (PM MagentaSport) In Straubing wird Geschichte geschrieben!
Nach 110:40 Minuten wird das Spiel zwischen den Straubing Tigers und den Eisbären Berlin erst n der 3. Overtime kurz vor Mitternacht entschieden. Damit ist es das drittlängste DEL-Spiel in der Geschichte, begonnen hatte die Partie um 19 Uhr. Die Eisbären Berlin gewinnen mit 4:3 und können sich bei Ty Ronning bedanken, der den Siegtreffer erzielte. Damit führen die Berliner in der Halbfinal-Serie mit 2:0. „Das hat sich auf jeden Fall lang angefühlt. Es war ein großartiger Kampf. Ich muss ehrlich sagen, dass die ersten Drittel von mir nicht gut waren, aber die Jungs haben mich aufgefangen. Das ist ein Teamsport und das haben wir gezeigt und Eisbären-Hockey gespielt“, sagt Ty Ronning. „Ich hatte das Gefühl, dass wir eigentlich das Spiel gemacht haben. Wir hatten Berlin eingespielt. Ich dachte, wir waren klar besser. Am Ende zählt nur der Sieg und den haben wir nicht geholt. Dafür kommen wir im nächsten Spiel genauso wieder raus“, bilanziert Joshua Samanski.
Der Hauptrundensieger aus Bremerhaven braucht die Overtime, um den EHC Red Bull München mit 3:2 zu schlagen. Die Pinguins verspielen dabei eine 2:0-Führung, haben in der Verlängerung aber den längeren Atem. Damit führt Bremerhaven in der Halbfinal-Serie mit 2:0. Der amtierende Meister aus München steht damit in Spiel 3 (Freitag ab 18.45 Uhr live) mächtig unter Druck. „Das Comeback war wichtig. Dass wir als Team Charakter zeigen und nicht aufgeben. Wir gehen jetzt nach Bremerhaven und machen weiter Druck“, meint Markus Eisenschmid. Bremerhaven ist gewarnt, denn in der vergangenen Saison verspielten sie eine 2:0-Serienführung. Das soll nicht nochmal passieren. „Wir sind erwachsener geworden. Wir sind jetzt schon länger in den Playoffs und haben dazugelernt“, Siegtorschütze Phillip Bruggisser. „Wenn wir mit der Leidenschaft weiterspielen, kann das ein gutes Ende für uns haben“, sagt Nino Kinder.
Nachfolgend die Stimmen vom Mittwoch mit Spiel 2 der Playoff-Halbfinals übersendet durch MagentaSport.
Weiter geht es in den Playoffs am Freitag mit den Pinguins Bremerhaven gegen den EHC Red Bull München – live ab 18.45 Uhr. Die Straubing Tigers empfangen die Eisbären Berlin – live ab 19.15 Uhr bei MagentaSport. Ab Donnerstag gibt es dann die WM der Frauen live und kostenlos bei MagentaSport. Deutschland trifft zum Auftakt auf Dänemark.

Straubing Tigers – Eisbären Berlin 3:4 – 3. OT (Stand Serie 0:2)
Die drittlängste Partie der Del-Historie endet nach 110 Minuten und 40 Sekunden mit 4:3 für die Eisbären Berlin, die damit 2:0 in der Serie gegen die Straubing Tigers führen. Den goldenen Treffer erzielte Ty Ronning in der 3. Overtime.
Ty Ronning, Siegtorschütze Berlin: „Das hat sich auf jeden Fall lang angefühlt. Es war ein großartiger Kampf. Ich muss ehrlich sagen, dass die ersten Drittel von mir nicht gut waren, aber die Jungs haben mich aufgefangen. Das ist ein Teamsport und das haben wir gezeigt und Eisbären-Hockey gespielt. (…) Wir führen jetzt mit 2:0, aber Straubing ist ein tougher Gegner. Wir wissen, dass sie sich zurückkämpfen werden. Das nächste Spiel wird noch größer.“
Joshua Samanski, Torschütze Straubing: „Ich glaube, wir haben hart genug gekämpft. Man kann uns nicht unterstellen, dass wir das nicht wollten. Es ist im Eishockey am Ende immer so dieser Lucky Bounce. Ich hatte das Gefühl, dass wir eigentlich das Spiel gemacht haben. Wir hatten Berlin eingespielt. Ich dachte, wir waren klar besser. Am Ende zählt nur der Sieg und den haben wir nicht geholt. Dafür kommen wir im nächsten Spiel genauso wieder raus.“

EHC Red Bull München – Pinguins Bremerhaven 2:3 OT (Stand Serie 0:2)
Bremerhaven verspielt zuerst eine 2:0-Führung und holt sich dann den Sieg in der 1. Overtime. München belohnt sich damit nicht für die Aufholjagd und steht in Spiel 3 mächtig unter Druck. Immerhin: Im vergangenen Jahr drehten die Münchner ebenfalls einen 0:2-Serienrückstand.
Markus Eisenschmid, Torschütze München: „Das ist bitter. Wir haben die Scheibe nicht ins Tor gebracht. Bremerhaven hat sie ins Tor gebracht. Wir müssen das Positive rausnehmen. Wir hatten eine unfassbare Druckphase. Bremerhaven war am Ende echt müde und wir konnten noch Druck machen. Die müssen 4 Spiele gewinnen und nicht 2. (…) Das Comeback war wichtig. Dass wir als Team Charakter zeigen und nicht aufgeben. Wir gehen jetzt nach Bremerhaven und machen weiter Druck.“
Phillip Bruggisser, Siegtorschütze Bremerhaven, vergab zuvor eine große Chance und ärgerte sich auf der Bank darüber: „Ich hatte davor fast ein Empty-Net und ich habe den Pfosten getroffen. Ich bin froh, dass ich für uns den Sieg noch holen konnte. München hatte sehr gute Chancen und unsere Verteidigung hat überall den Körper reingestellt. Wir haben gewonnen und darüber sind wir sehr froh.“
Warum verspielt Bremerhaven dieses Mal keinen 2:0-Vorsprung? „Wir sind erwachsener geworden. Wir sind jetzt schon länger in den Playoffs und haben dazugelernt. Wir sind als Gruppe auch schon länger zusammen. Wir sind eine gute Organisation und wir bauen immer mehr auf.“
Nino Kinder, Bremerhaven: „Das war brutal. Wir haben die Schüsse geblockt. Im 3. Drittel, in der Overtime. Wir haben zusammengehalten. Wir wussten, dass wir es machen können. München konnte uns nicht brechen. Ich meine, München hat – besonders in der Overtime – brutal gedrückt. Wir haben aber zusammengehalten, obwohl alle müde waren. Wir haben zum Schluss mit 5 Verteidigern gespielt. Hut ab dafür. (…) Wenn wir mit der Leidenschaft weiterspielen, kann das ein gutes Ende für uns haben.“
Larry Mitchell ist als Serienmanager München gegen Bremerhaven das „Bindeglied zwischen den Sportdirektoren und den Schiedsrichtern.“ In seiner „Position ist man emotionslos und nimmt die Aussagen der Sportdirektoren entgegen und gibt die Infos dann weiter.“ Vor und nach dem Spiel bespricht er sich dann mit den Schiedsrichtern, falls es Diskussionen geben sollte. Zuletzt war er als General Manager beim EHC Kloten tätig, da wurde sein Vertrag zum 1. April aufgelöst. Zu seiner Vergangenheit und Zukunft sagt er: „Ich bin seit kurzem ein Free Agent. Die Zeit in der Schweiz war sehr schön. Das war eine neue Erfahrung für mich. Nach 35 Jahren in Deutschland ist es auch schön, wieder hier zu sein. Ich werde die Gerüchte zu meiner Person nicht kommentieren. Es ist aber kein Geheimnis, dass ich mich in der DEL sehr wohl fühle.“
Welche Position spricht ihn denn an – Trainer oder GM? „Vor einem Jahr hätte ich GM gesagt. Nach der Erfahrung in Kloten hat das meine Leidenschaft wieder geweckt, auch als Trainer arbeiten zu können. Deshalb bin ich völlig offen für beide Jobs.“

EWM in USA: heute starten die deutschen Frauen, Ziel ist Viertelfinale
Am Donnerstag (ab 21 Uhr live und kostenlos) startet die Frauen WM in den USA für Deutschland mit dem Auftakt gegen Dänemark. Vor dem Start sprachen Sandra Abstreiter und Laura Kluge bei MagentaSport über die WM.
Sandra Abstreiter spielt für Ottawa und sprach über ihre ersten Eindrücke in der neu geschaffenen Profiliga für Frauen: „Ich hatte von Anfang an einen sehr guten Eindruck. Vom ersten Spiel an haben wir Unmengen an Support von den Fans bekommen. Fast jedes Spiel ist bei uns ausverkauft. Auch wenn wir in der Stadt rumlaufen, erkennen uns die Leute teilweise. Das ist schon ein sehr cooles Gefühl.“
Über die bevorstehende Gruppenphase mit Dänemark, Schweden, Japan und China: „Ich freue mich sehr auf die Gruppenphase. Ich glaube, dass wir das sehr gut oben mitspielen können. Letztes Jahr haben wir bei der WM gegen Schweden auch schon gewonnen. Auf das Spiel freue ich mich sehr, dass wir es ihnen nochmal zeigen können. Wir haben da ganz gute Chancen.“
Laura Kluge, ECDC Memmingen über den bevorstehenden Umbruch und den Mix aus Erfahrung und jungen Spielrinnen: „Wir haben viele junge und talentierte Spielerinnen. Es ist immer gut, wenn man neuen Input bekommt. Für uns ist es auch schön, wenn wir junge Spielerinnen dabeihaben.“
Über die WM-Zielsetzung: „Das Viertelfinale ist wie immer unser Ziel. Wir schauen aber von Spiel zu Spiel und wollen jedes Spiel gewinnen. Dann werden wir am Ende sehen, wofür es reicht. Die Zielsetzung ist definitiv Viertelfinale.“
Neue Expertinnen: Delarbre und Eisenschmid analysieren die Frauen WM bei MagentaSport
MagentaSport überträgt die Frauen- Weltmeisterschaft in den USA ab dem 4. April live. Gezeigt werden alle deutschen Partien sowie das Finale (kostenlos). Zum Auftakt spielt die DEB-Auswahl gegen Dänemark. Die weiteren Gruppen-Gegnerinnen kommen aus Japan, Schweden und China. Um sich fürs Viertelfinale zu qualifizieren, müssen die deutschen Frauen mindestens den 3. Platz erreichen. Die Viertelfinals starten ab dem 11. April, das Finale findet am 14. April statt.
Deutschland erreichte zuletzt den 9. Platz, die Titelverteidigerinnen kommen aus Kanada.
Neu im Experten-Team sind Marie Delarbre (wegen Verletzung nicht bei der WM dabei) sowie Ex-Nationalspielerin Tanja Eisenschmid, die in Schweden und Nordamerika gespielt und bei Olympia teilgenommen hat). Tanjas Schwester Nicola spielt bei der WM mit, Bruder Markus ist für den EHC Red Bull München aktiv.
Christoph Fetzer kommentiert alle Spiele.
Eishockey aktuell bei MagentaSport
DEL-Playoffs komplett live
Freitag, 05.04.2024
Halbfinal-Serie – Runde 3
Ab 18.45 Uhr: Pinguins Bremerhaven – EHC Red Bull München
Ab 19.15 Uhr: Eisbären Berlin – Straubing Tigers
Sonntag, 07.04.2024
Halbfinale-Serie – Runde 4
Ab 13.45 Uhr: EHC Red Bull München – Pinguins Bremerhaven
Ab 16.45 Uhr: Straubing Tigers – Eisbären Berlin
Die Frauen WM (USA) live und kostenlos:
Donnerstag, 04.04.24
ab 21 Uhr: Deutschland – Dänemark
Samstag, 06.04.24
Ab 21 Uhr: Deutschland – Japan
Montag, 08.04.24
Ab 17 Uhr: Deutschland – Schweden
Dienstag, 09.04.24
Ab 17 Uhr: Deutschland – China
Das ist MagentaSport: Überall erstklassigen Sport sehen können
Fußball, Eishockey, Basketball – so viel live wie noch nie bei MagentaSport. Alle Spiele der 3. Liga, der PENNY DEL, der Google Pixel Frauen-Bundesliga und 2. Frauen-Bundesliga, der Turkish Airlines EuroLeague und des BKT EuroCups. Außerdem alle deutschen Basketball-Länderspiele sowie Top-Spiele der deutschen Eishockey-Nationalmannschaft, alle Spiele des Deutschland Cups und internationale Turniere der Herren, Frauen und Junioren. Nun auch ein umfangreiches Paket zur Männer-WM, Champions League plus DEL2. Zusätzlich Fußball-Topspiele aus dem Coupe de France und der Regionalliga West sowie internationaler Spitzenfußball live bei Sportdigital FUSSBALL.
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