Düsseldorf. (MR) Ein gebrauchtes Wochenende erwischte der DEG-Nachwuchs gegen den EV Regensburg, die schwache Leistung von Samstag konnte auch am Sonntag nicht gedreht werden, und so trennte man sich 1:2 nach Penalty bzw. 2:3 nach regulärer Spielzeit.
In der zweiten Begegnung des Wochenendes gab es kadermäßig kaum Veränderung zum Vortag, bei Regensburg hatte ein Torhüterwechsel stattgefunden, bei Düsseldorf stand weiterhin Nico Stark zwischen den Pfosten, da Benedict Roßberg zum DEG-Profiteam nach Berlin nachgereist war, denn dort war am Freitag Stefan Ridderwall nach Maskentreffer mit Verdacht auf Gehirnerschütterung ausgefallen. Ebenfalls fehlten auf beiden Seiten die Spieler, die am Vortag per Spieldauer bzw. Matchstrafe suspendiert worden waren.
Heute ging es zügig los, doch beide Teams konnten auch aus Überzahlsituationen nicht wirklichen Nutzen ziehen. Wieder waren die Gäste aktiver, zwingender mit dem öfteren Puckbesitz und mehr Torschüssen. In der Schlussphase des Startabschnittes tat sich endlich etwas auf der Uhr, doch es waren nicht die Gäste sondern Düsseldorfs vierte Reihe, die eine schöne Kombination erfolgreich abschließen konnte (Korolev, 19.).

Die Freude überdauerte nur knapp die Pause, dann hatte Julian Lautenschlager den Puck in den Winkel und den Ausgleich auf die Uhr geschossen (22.). Einem Pfostentreffer von Tobias Brazda folgte ein Wechselfehler der DEG. Diese Strafzeit überstanden die Gastgeber ohne Schaden, wie auch die anschließende Überzahl, auch wenn Alexander Eckl den Konter von Robin Deuschl nur hakend unterbinden konnte. Der fällige Penalty landete an des Goalies Schoner (29.). Zwischenzeitlich allerdings war das Geschehen auf den Spielerbänken fesselnder als auf dem Eis: man fühlte sich in einen Wettkampf bayrischer Marktschreier versetzt! Eine weitere Überzahl brachte der DEG nicht den erwünschten Erfolg, im Gegenteil kassierte Stark einen Shorthander durch die Hosenträger (Schütz, 34.).
Besser machten es die Landeshauptstädter zu Beginn des letzten Drittels und kamen zielstrebig vom ersten Bully weg ins Angriffsdrittel und zum Erfolg (Alanov, 41.). Mit Fortdauer des Spiels wurde es wieder etwas rustikaler mit krachenden Bandenchecks und Gästen, die sich ein ums andere Mal in der Angriffszone festbissen. Aus dem Gewühl vor dem Tor kamen sie zu zwei, drei Schüssen, die am Goalie-Schoner hängen blieben. Doch dann wurde die Scheibe etwas aus dem Gedränge befördert, und OL-Förderlizenzspieler Marius Stöber jubelte diese in die Maschen(52.). Eine Strafe gegen die Gastgeber knapp fünf Minuten vor Ende brachte nochmals Druck auf das Düsseldorfer Gehäuse, anschließend bekam Gereon Erpenbach zwar den Pass in den Lauf, aus der Strafbanktür tretend, doch auch er blieb hängen. Die letzte Strafe gegen die Oberpfälzer Domstädter kam dann zu spät, ebenso der 6. Feldspieler auf Seiten der DEG.
Damit endet dieses Wochenende für den Drittplatzierten mit einem mageren Pünktchen. Weiter geht es am kommenden Wochenende für die DEG gegen Verfolger Bad Tölz; der EV Regensburg (7.) muss ebenfalls zu einem 6-Punkte-Spiel nach Landshut (6.).
Das 2. Spiel Düsseldorfer EG – EV Regensburg 2:3 (1:0 / 0:2 / 1:1)
Tore: 1:0 (18:51) Korolev (Klemmer, Spister); 1:1 (21:05) Lautenschlager (Radlsbeck,Schier); 1:2 (33:17) Schütz (Stöber, Komnik) 4-5; 2:2 (40:37) Alanov (To. Brazda, Stocker); 2:3 (51:42) Stöber (Deuschl, Krepelka)
Schüsse: 16:28
Strafen:DEG – 10; EVR – 12
Zuschauer: 97
Schiedsrichter: Christian Neubert
Es spielten: DEG – Niko Stark (Kieren Vogel) – Rick van Haren, Alexander Richter; Alexander Eckl, Quirin Stocker; Paul Gebel, Maximilian Peters; Corvin Horvat – Eugen Alanov, Tobias Brazda, Johannes Matzken; Erik Keresztury, Alexander Schneider, Gereon Erpenbach; Levin Markus, Nils Lingscheid, Arthur Waschkau; Alexander Spister, Alexander Korolev, Simon Klemmer
EVR – Daniel Filimonow (Cody Brenner) – Jakob Weber, Jean Mircea Oniciuc; Simon Schütz, Alexander Schier; Mirko Schreyer, Lukas Willer; Korbinian Swoboda, Kevin Marquardt – Robin Deuschl, Marius Stöber, Petr Krepelka; Sylvester Radlsbeck, Julian Lautenschlager, Marcel Grüner; Philipp Grünbeck, Dimitri Komnik, Philipp Maier; Jan Pensel, Carsten Hohmann
Am Vorabend hatte es bereits ein zähes, höhepunktarmes Spiel gegeben, das nach 65 Minuten noch immer unentschieden stand. Der insgesamt 16. Schütze entschied dann das Match für den EV Regensburg. In disem bis zur 45. Spielminute sehr fairen Spiel (bis dahin hatte es nur insgesamt 7 kleine Strafen gegeben – in etwa genausoviel wie hochkarätige Torchancen…) gab es erst zur 51. Minute einen kleinen Aufreger, der sich „entwickelte“: ein DEG-Spieler bremste nach Torschuss scharf vor dem Goalie und schneite ihn ein, was für die Gäste Grund genug war, den Goalie zu schützen. Es entspann sich eine wilde Rangelei und Rauferei, der die (allesamt weiblichen) Unparteiischen kaum Herr wurden. In diesem Zuge folgte eine Strafzeitenflut, aber keine wirkliche Torgefahr mehr.
Das 1. Spiel Düsseldorfer EG – EV Regensburg 1:2 (0:0 / 1:1 / 0:0 / 0:0 / 0:1)
Tore: 1:0 (21:18 Tim Brazda (Tobias Brazda, Markus); 1:1 (38:39) Grünbeck (Krepelka); 1:2 (65:00) Stöber GWS
Schüsse: 23:30
Strafen: DEG – 23 + Diszi Tobias Brazda + Diszi Keresztury + Diszi Schneider + Matchstrafe Tim Brazda; EVR – 21 + Diszi Weber + Diszi Maier + SD Seifert
Schiedsrichter: Nicole Hertrich
Zuschauer: 94
Es spielten: DEG – Niko Stark (Lukas Schaffrath) – Levin Markus, Alexander Richter; Rick van Haren, Maximilian Peters; Quirin Stocker, Alexander Eckl; Paul Gebel, Corvin Horvat – Tobias Brazda, Eugen Alanov, Tim Brazda; Erik Keresztury, Gereon Erpenbach, Alexander Schneider; Nils Lingscheid, Simon Klemmer, Johannes Matzken; Arthur Waschkau, Alexander Spister, Alexander Korolev
EVR – Cody Brenner (Daniel Filimonow) – Jean Mircea Oniciuc, Jakob Weber; Simon Schütz, Alexander Schier; Mirko Schreyer, Lukas Willer; Korbinian Swoboda, Kevin Marquardt – Petr Krepelka, Marius Stöber, Robin Deuschl; Marcel Grüner, Julian Lautenschlager, Sylvester Radlsbeck; Philipp Maier, Dimitri Komnik, Alexander Seifert; Jan Pensel, Carsten Hohmann, Philipp Grünbeck
Best Player: Marius Stöber (EVR) mit beiden Gamewinnern


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