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DNL Playoff Halbfinale 2026: Der Einzug ins Finale wird verschoben, KEV ’81 und Junghaie erzwingen 5. Spiel

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Laufduell zwischen Sali Schollmeyer und Andreas Grin
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Krefeld / Köln. (MR) An Drama kaum zu überbieten war dieses zweite Halbfinalwochenende in der DNL: Nachdem die beiden Rheinische Rivalen Krefelder EV’81 und Kölner Junghaie die ersten beiden Spiele der Serie ausgeglichen hatten gestalten können (jeweils 1 Sieg / 1 Niederlage), könnte an diesem Sonntag eine Entscheidung fallen (in der best of 5 Serie sind drei Siege nötig), wer ins Finale einzieht.

Der KEV ’81 begrüßte für zwei Spiele die Altersgenossen des ERC Ingolstadt in der Rheinlandhalle. Zunächst ging es hin und her mit leichten Vorteilen für die Hausherren. Doch ab etwa Drittelmitte übernahmen die Schanzer das Ruder und setzten sich im Angriff fest. Immer wieder brachten sie Schüsse auf das Tor, die Rebounds wurden noch weggeblockt, doch Krefeld kam selbst kaum zu guten Vorstößen in die gegnerische Zone. So war es nicht verwunderlich, dass die Gäste in der 16. Spielminute in Führung gingen (Leon Lell) und diese Führung auch mit in die erste Pause nahmen. Jetzt hätten die jungen Seidenstädter mit Schwung und Druck aus der Kabine kommen müssen, doch den nächsten Treffer erzielten früh wieder die Gäste (Lukas Steinhauser, 23.), und im Powerplay legte wenig später Mats Geppert (25.) für die Ingolstädter das 0:3 in die Maschen. Die Gäste blieben weiter in der Offensive. Krefeld bekam zur Drittelmitte ein Powerplay, konnte dort aber noch nichts Gewinnbringendes erreichen. Doch kurz darauf stand Vince van der Reijden am langen Pfosten goldrichtig, um den Rebound endlich im Kasten unterzubringen (32.). Doch sie konnten kein Momentum daraus schöpfen, und es ging weiterhin hauptsächlich auf das Krefelder Tor. Mit der Schlusssirene eskalierten dann nochmals sportartfremde Aktivitäten an der Bande, was den Niederrheinern eine kleine und den Oberbayern eine große Strafe einbrachte. Erneut konnten die Gastgeber die Überzahl nicht nutzen wie auch zwei weitere Möglichkeiten im Schlussabschnitt. Immer wieder fanden die Spieler ihren Meister in Ingolstadts Torsteher Bartholomäus Oswald, der nach diesem 3:1 Sieg vom mitgereisten Anhang lautstark und zu Recht gefeiert wurde.

Do-or-Die-Spiele für Krefeld und Köln am Sonntag

Am Sonntag Vormittag musste der KEV ’81 unbedingt siegen, um die Serie zu verlängern. Doch statt druckvoll aus der Kabine zu kommen, hatten sie im Startabschnitt große Probleme, überhaupt einen Fuß aufs Eis zu bekommen. Zur Drittelmitte jedoch mit einem Abstauber lagen die Hausherren auf einmal in Front (Levi Holzhausen, 13.). Eine Überzahl bekamen die Gastgeber unbeschadet verteidigt, danach allerdings brannte es zwei Male lichterloh vor Ole Blumenkamp, als der Rebound frei im Slot lag. Eine Strafe gegen die Schanzer konnten diese ebenfalls gut verteidigen, doch ganz knapp vor Ablauf stand der Krefelder Spieler am langen Pfosten frei genug, um das Spielgerät über den Strich zu fälschen (Jannes Schreiber, 20.). Nachdem Anton Götz zu Beginn des Mittelabschnittes gar das 3:0 für den KEV vorgelegt hatte (23.), sah es nach einem fünften Spiel in der Serie aus, aber es war ja noch lange zu spielen. Nach einem 3 auf 1 der Gäste, bei dem Goalie Blumenkamp noch Sieger bleib, war es in der 25. Spielminute dann doch passiert, dass ihm ein harter Schuss über die Fanghand in die Maschen flog (Philipp Winkler). Die Oberbayern zogen wieder das Momentum auf ihre Seite und spielten auch ein zwingenderes Powerplay als ihre Gegner. So stand es nach dem Tip in in Überzahl plötzlich nur noch 3:2 (Eden Hofverberg, 29.). In eigener Unterzahl machte Gästegoalie Bartholomäus Oswald einen Ausflug hinter sein Tor, doch die Seidenstädter konnten die Einladung nicht annehmen. Das gleiche passierte auch auf der anderen Seite. Allerdings trafen die Gäste noch in diesem Durchgang zum Ausgleich (Leopold Ahrenbergs, 36.). Nachdem die Rheinländer im dritten Abschnitt eine Strafe aus dem zweiten Drittel überstanden hatten, war es Krefelds Kapitän Vince van der Reijden, der am Pfosten günstig stand für den Tip in (43.). Und nachdem wenig später noch der 5. Treffer gefallen war (Karl Käßler, 48.), schienen die Hausherren wieder auf der Siegerstraße zu sein. Die Gäste drängten, doch sie hatten jetzt wieder zwei Tore aufzuholen. In einem Powerplay waren sie nicht erfolgreich, zu konsequent hatte der KEV ’81 die Rebounds vor dem Tor weggeräumt. Früh zog ERCI Coach Artur Grass den Goalie, und obwohl es mit 5 gegen 6 Feldspieler besonders im Slot sehr eng war, klappte es schließlich mit dem erneuten Anschlusstreffer (Andreas Grin, 59.). Der Goalie blieb draußen, Ingolstadt hielt den Druck hoch, doch der erhoffte Ausgleich sollte nicht mehr fallen. Und so hat sich der Krefelder EV’81 mit diesem 5:4 Sieg das fünfte Spiel erzwungen, zwar muss man dann am Dienstag nochmals nach Ingolstadt reisen, doch wenn am Ende das Finale winkt, nimmt man diese Reise sicher gerne auf sich.

Spielszene Junghaie vs Jungadler

Auch die Junghaie machen es sehr spannend

Auch die Kölner Junghaie standen am Sonntag mit dem Rücken zur Wand, nachdem sie das Spiel am Samstag in Mannheim mit 0:3 verloren hatten. Heute reiste die Serie wieder nach Köln. Die erste sehr frühe Möglichkeit hatten die Junghaie, doch dann verlagerte sich das Spielgeschehen druckvoller ins Kölner Verteidigungsdrittel. Es waren bereits 13 Minuten gespielt, als die Jungadler eine Überzahl bekamen, doch sie schwächten sich selbst, als sie Finley Wächters Konter nur unfair stoppen konnten. Im anschließenden Powerplay spielten die Junghaie diesen Vorteil geduldig aus, bis Toni Fürst am Pfosten einschieben konnte (16.). Diesen knappen Vorsprung hielt ihnen auch Goalie Thor Scheida bis zur Pause fest. Den zweiten Durchgang starteten die Jungadler sehr druckvoll, sie konnten zunächst noch ein paar Sekunden in Überzahl spielen und blieben gleich in der Aufstellung. Die Domstädter kamen selten vor des Gegners Tor. Erst zur Drittelmitte bekamen sie ihre Chancen in Überzahl, auch wenn der Gegner hier eine Schwalbe reklamiert hatte. Die Strafe war gerade abgelaufen, als Goalie Kimi Saffran den Schuss von der blauen Linie nicht kommen sah (Nikita Müller, 33.) Mit einem sehr schnellen Antritt war wenig später Max Ziergiebel schneller als sein Bewacher unterwegs und stellte auf 3:0, keine 30 Sekunden nach dem 2. Treffer. Das Spiel wurde nickeliger, Köln bekam eine Strafe. Zwar konnten Tim Hemr und Wächter den Konter fahren, doch erneut fand Mannheim schnell in die Aufstellung, spielte durch den Slot, und die Gäste waren jetzt auch auf der Tafel (Leon Kreps, 35.). Da sie bis zur Sirene einen weiteren Treffer nachgelegt hatten – Maik Mähler (38.) mit dem Rücken zum Tor stehend – wurden mit diesem knappen Ergebnis die Seiten nochmals gewechselt. Es kam, wie es kommen musste: früh im dritten Durchgang traf Max Calce zum 3:3 Ausgleich (44.). Beide Mannschaften drückten jetzt, konnten immer wieder Phasen schaffen, in denen sie sich im jeweiligen Angriff festsetzten. In Powerplay-Manier schließlich legte Roberts Miglans wieder für die Domstädter vor (52.). Und Elias Aul wirbelte die Mannheimer Abwehr durcheinander, konnte aber nicht nachlegen. Doch Mannheim kam zum erneuten Ausgleich (Calce, 56.). Zum Drittelende bekam Köln nochmals(etwas fragwürdig) ein Überzahlspiel zugesprochen, doch es wollte hier kein Treffer mehr fallen, dass es in die Overtime ging. Es wurden 10 Minuten mit 4 gegen 4 Feldspieler gespielt. Hier fanden die Hausherren fast überhaupt nicht statt, sie waren nur damit beschäftigt, gegen die anstürmenden Jungadler aufzuräumen. Es fiel aber kein Schuss mehr ins Netz, daher bekamen die Fanlager beider Seiten noch den Extra-Nachschlag in Form des Penaltyschießens. Hier trafen Tobin Brandt und Timo Hausfelder für die Hausherren, während die beiden Mannheimer Versuche als „Fahrkarten“ endeten. Mit diesem 5:4 Sieg geht es auch für die Junghaie weiter in der Serie, das fünfte Duell steigt wieder in Mannheim.

 

DNL Halbfinalspiele Krefelder EV – ERC Ingolstadt / Kölner Junghaie – Jungadler Mannheim (22.03.2026)


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