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Krefeld. (MR) Mit einer 3:5 Niederlage gegen Serienmeister Jungadler Mannheim verabschiedetet sich die DNL-Mannschaft des Krefelder EV’81 sieglos aus der Viertelfinalserie der Play Offs...
Marcel Pfänder nimmt die Verfolgung von Julian Napravnik auf – © by Eishockey-Magazin (DR)

Marcel Pfänder nimmt die Verfolgung von Julian Napravnik auf – © by Eishockey-Magazin (DR)

Krefeld. (MR) Mit einer 3:5 Niederlage gegen Serienmeister Jungadler Mannheim verabschiedetet sich die DNL-Mannschaft des Krefelder EV’81 sieglos aus der Viertelfinalserie der Play Offs 2014. Im mittleren Abschnitt wäre beinahe noch der Turnaround gelungen nach einem 0:4 Rückstand.

Nachdem Krefeld die ersten beiden Spiele der best-of-five Serie mit 1:2 und 2:8 verloren hatte, standen die Gastgeber heute im dritten Spiel mit dem Rücken zur Wand. In beiden Spielen hatte das Team von Elmar Schmitz gut mithalten können, ehe man gestern nach dem 2:4 eingebrochen war und in den letzten 11 Spielminuten weitere vier Treffer hatte schlucken müssen. „Nach dem gestrigen Spiel war der Frust schon groß“, sagte Schmitz vor dem dritten Aufeinandertreffen „doch die Jungs lassen sich nach der hohen Niederlage nicht hängen und sind heute wieder gut drauf“. Doch das „gut drauf“ änderte sich schlagartig, als die Gäste bereits nach 4 ½ Spielminuten zwei Treffer vorgelegt hatten (Kopp, 3. und Napravnik, 5.), und Krefeld ließ sich immer wieder im eigenen Drittel einschnüren. Nach dem dritten Gegentreffer in Überzahl (Napravnik, 17.) und dem versemmelten Alleingang von Kevin Orendorz kam auf Seiten der Hausherren bereits etwas Frust durch mit der Folge, dass Mannheim kurz vor der Sirene nochmals in Überzahl den vierten Treffer nachlegte (Lambacher, 20.), und alle Messen gelesen schienen.

Wie sollten die Trainer ihr Team dazu motivieren, dass sie nochmals herauskommen und weitere 40 Minuten gegen diese kaltschnäuzige „Übermannschaft“ antreten? Fast schien es, dass es nicht gelingen sollte, denn sie kamen spät, fast zu spät.

Die Gastgeber hatten zumindest den Goalie gewechselt. Und mit dem ersten Überzahlspiel kam ein Lebenszeichen, Patrick Klöpper zeichnete für ein eigentlich „dreckiges“ Tor verantwortlich (27.). Es kam besser für die Gastgeber: keine zwei Minuten später schlenzte Marcel Pfänder das Spielgerät Richtung Tor, wo Lucas Leuschner die Scheibe noch abfälschen konnte (29.). Während Krefeld weiter Druck machte, konnte sich Lucas Di Berado im Kasten einige Male auszeichnen. Eine scharfe Hereingabe von Klöpper sprang zurück in die Kelle von Julius Bauermeister (38.), und mit einem nur noch 3:4 ging es in die zweite Pause.

Jungadler Mannheim bejubeln Halbfinaleinzug – © by Eishockey-Magazin (DR)

Jungadler Mannheim bejubeln Halbfinaleinzug – © by Eishockey-Magazin (DR)

Im Schlussabschnitt wurde verbissen gekämpft, das Spiel wogte hin und her, ohne dass ein Entscheidungstreffer fallen wollte. Nachdem die Jungadler eine Strafzeit unbeschadet überstanden hatten, setzten die Seidenstädter Gästegoalie Florian Proske weiter unter Druck, doch natürlich mussten sie dafür weit aufrücken, und im Gegenzug passierte dann der Konter, den Kevin Maginot mit seinem Schuss unter die Latte erfolgreich abschloss (60.). Damit war das Spiel dann entschieden, und es gab nur noch ein wenig Faustabbau auf Höhe der Mittellinie, sodass Klöpper 21 Sekunden vor der finalen Sirene und ohne Shakehands unter die Dusche durfte – äußerst dumm, dass hier eine Matchstrafe ausgesprochen wurde und Klöpper somit für mindestens zwei Spiele gesperrt ist; Orendorz teilte den Unparteiischen am Ende noch seine Meinung mit und erhöhte sein Strafenkonto um 10 Minuten. Danach konnten sich die Mannschaften ordentlich verabschieden.

Die Jungadler warten nun auf ihren Halbfinalgegner, der – genau wie der nächste Gegner für Berlin – erst am kommenden Wochenende feststeht (Düsseldorf gegen Landshut und Köln „in“ Bad Tölz führen in ihren Serien jeweils mit 2:1).

 

Das Spiel Krefelder EV’81 – Jungadler Mannheim 3:5 (0:4 / 3:0 / 0:1)

Tore: 0:1 (2:15) Kopp (Lambacher); 0:2 (4:28) Napravnik (Kurz, Halbauer); 0:3 (16:57) Napravnik (Reiter) 5-4; 0:4 (19:39) Lambacher (Kurz, Keil) 5-4; 1:4 (26:40) Klöpper (Orendorz, M. Schmitz) 5-4; 2:4 (28:11) Leuschner (Pfänder); 3:4 (37:14) Bauermeister (Klöpper); 3:5 (59:22) Maginot (Reiter, Berezovskyy)

Schüsse: 32:43 (6:22 / 15:9 / 11:12)

Strafen: KEV – 11 + Diszi Orendorz + MP Klöpper; MAN – 8

Schiedsrichter: Elvis Melia / Marc Iwert

Zuschauer: ca. 250

 

Es spielten: KEV – Friedrich Hartung (ab 21. Lucas Di Berado) – Niklas Cremer, Tobias Esch; Tom Schmitz, Mike Schmitz; Adrian Jaworski, Marcel Pfänder – Maximilian van Hees, Julius Bauermeister, Patrick Klöpper; Johannes Feuerpfeil, Balazs Peter, Kevin Orendorz; Kai Laux, Tristan Möbius, Lucas Leuschner; Sven Rutsatz, Philipp Kuhnekath, Mátyás Kovacs, Gregor Kubail

Mannheim – Florian Proske (Pierre Ulbricht) – Patrick Kurz, Philipp Halbauer; Marvin Neher, Dennis Wengrzik; Emil Quaas, Lukas Kälble; Tim Bernhardt, Tobias Schmitz – Tobias Kircher, Maurice Keil, Alex Lambacher; Yannick Drews, Stefan Reiter, Ulib-Gleb Berezovskyy; Kevin Maginot, Julian Napravnik, Daniel Haase; Valentin Kopp

Best Players: Lucas Di Berado (KEV) / Julian Napravnik (MAN)

 

Philip Hendle nach dem Spiel

 

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