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Hamburg. (MR) Am Samstag war das Spiel des U20-Teams des HSV gegen die Young Grizzlys aus Wolfsburg bereits nach dem ersten Drittel gelaufen (1:10),... DNL III: HSV geht erneut leer aus
HSV Torhüter mit Schwerstarbeit - Sportfoto-Sale (DR)

HSV Torhüter mit Schwerstarbeit – Sportfoto-Sale (DR)

Hamburg. (MR) Am Samstag war das Spiel des U20-Teams des HSV gegen die Young Grizzlys aus Wolfsburg bereits nach dem ersten Drittel gelaufen (1:10), Am Sonntag trotz Leistungssteigerung der Hamburger gab es beim 2:7 wieder nur Punkte für die Gäste.

Wie auch die hessischen Kollegen aus Kassel mussten sich die Young Grizzlys auf ihrer Fahrt von Wolfsburg nach Hamburg dem Verkehrschaos geschlagen geben, konnten vor dem Spiel nicht mehr in der Unterkunft einchecken. Das tat dem Spiel aber keinen Abbruch, und sie dominierten über weite Strecken. Wolfsburg ging im Zelt von Stellingen (im Volksmund auch „Palast der Winde“ genannt) bereits nach vier Spielminuten in Führung, traf anschließend die Latte und in Überzahl ein zweites Mal ins Schwarze. Einen Handgelenkschuss durch die Beine und einen an den Innenpfosten musste Hamburgs Goalie Dominik Bayer passieren lassen, der offenbar keinen guten Tag erwischt hatte. Auch in eigener Überzahl kamen die Gastgeber nicht gegen Wolfsburg an, mussten gar einen Shorthander schlucken. Nachdem es im zweiten Abschnitt so weiterging, wurde der bedauernswerte Goalie beim Stand von 0:8 erlöst und ausgewechselt. Zwar kassierte auch Jonte Flügge direkt ein Tor, doch danach konnte er lange Zeit den Kasten sauber halten und seinem Team offenbar den nötigen Halt geben. Erst zur Spielmitte konnte der HSV auch einmal den Gegner überwinden und den Ehrentreffer erzielen, ehe die Hessen es kurz vor der zweiten Sirene zweistellig machten. Im Schlussabschnitt passierte nichts Zählbares mehr, dass es beim 1:10 Endstand blieb (0:6 / 1:4 / 0:0).

Sonntag: verbesserte Hausherren, starke Goalies

Im zweite Spiel des Wochenendes, diesmal in der Volksbank Arena, stand auf der einen Seite wieder Jonte Flügge im Tor der Hanseaten, während für Wolfsburg ein anderer Goalie als gestern das Tor hütete, Lars Finke. Die erste Überzahlmöglichkeit hatten die Hausherren und hier einige Möglichkeiten. Besser machten es die Gäste in ihrem ersten Powerplay. Ein schönes Tip-In vor dem Tor, wieder in Überzahl, brachte Hamburg den Ausgleich. Zwischenzeitlich stand Flügge aber oftmals unter Dauerbeschuss, aus allen Lagen. Doch sein Gegenüber stand ihm in nichts nach, auch wenn die Hamburger Versuche nicht ganz so zahlreich und zwingend waren wie die der Gäste. Allerdings schenkte Finke den Hausherren ein Tor, als der angestoppte Puck an seiner Kelle entlang über die Linie rutschte. Das war die 2:1 Führung für Hamburg und auch der Pausenstand. Doch die Freude hielt nicht lange, drei Tore gelangen den Wolfsburgern jeweils im zweiten und auch im letzten Drittel. Am Ende stand ein 2:7 auf der Tafel (2:1 / 0:3 / 0:3). Aufs ganze gesehen waren die jungen Grizzlys in allen Belangen überlegen und haben die 6 Punkte verdient entführt. Die Tore erzielten: Ole Hoffmann (HSV, Samstag) und Julian Steinke (3), Nicklas Müller,Lukas Kleineidam, Daniel Herklotz (je 2) und David Chazan Paul für die Grizzlys am Samstag. Henning Schümann (2x) für den HSV und Nicklas Müller (3), Daniel Herklotz (2) Prithvi Meier und David Chazan Paul am Sonntag für Wolfsburg.

In der Pause erklärte Mannschaftsleiterin Nicola Flügge auch das größte Problem für das HSV-Team „wir haben keine große Kadertiefe, können manchmal nur mit der Mindeststärke antreten. Wir sind zwar jetzt seit August auf dem Eis, aber auch der Trainer ist neu, da konnte noch nicht wirklich etwas zusammenwachsen“. Sie findet die aktuelle coronabedingte Situation sehr schwierig für den Verein und den Spielbetrieb, da man ja überhaupt nichts planen können. Zwar ist man nicht auf Busunternehmen angewiesen, da sich immer Eltern oder Betreuer finden lassen (müssen), die dann mit zwei gemieteten Kleinbussen zu den Auswärtsspielen fahren. Aber selbst für ein kleines Team kurzfristig Plätze in der Jungendherberge oder im Hotel zu bekommen, ist schwierig, weil auch die Jugendherbergen nur eine geringere Kapazität belegen dürfen, oder Hotels teilweise keine Mahlzeiten anbieten. Und wenn die Zahlen weiter steigen, weiß man ja Stand heute gar nicht, ob man nächstes Wochenende beispielsweise nach Bremen / Bremerhaven (ein)reisen darf….

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Michaela-Ross

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